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Kairo: Sechs Araber an USA-Reise gehindert


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Sechs Araber an USA-Reise gehindert

Von dpa, reuters
Aktualisiert am 28.01.2017Lesedauer: 2 Min.
Einreise am Flughafen Washington.
Einreise am Flughafen Washington. (Quelle: dpa-bilder)
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Kaum hat US-Präsident Donald Trump den Einreisebann für Muslime verhängt, werden die ersten Menschen an einer Reise in die USA gehindert.

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo konnten sechs Araber ihre Reise in die USA nicht antreten. Die fünf Iraker und ein Jemenit wollten einen Direktflug der Fluggesellschaft Egyptair nach New York besteigen, seien aber aufgehalten worden, berichteten Flughafenmitarbeiter.


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"Als ein Beamter am John-F.-Kennedy-Flughafen über ihren Status unterrichtet wurde, erließ er eine Anordnung, diese von der Einreise abzuhalten", hieß es. Dabei habe es keine Rolle gespielt, dass die sechs gültige Visa gehabt hätten und von einem Mitarbeiter des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen begleitet wurden.

Bürgerrechtsgruppen reichen Klage ein

Mittlerweile haben mehrere US-Bürgerrechtsgruppen Klage gegen den Einreisestopp für Muslime eingereicht. Die mächtige US-Bürgerrechtsorganisation ACLU sowie weitere Gruppen haben Trump selbst sowie das Heimatschutzministerium vor einem Bundesgericht in New York verklagt.

Konkret fordern die Kläger unter anderem die Freilassung von zwei Irakern, die am Freitag in New York am Flughafen festgenommen worden waren. Sie beantragten auch, dass die Klage als Sammelklage behandelt wird, damit sie weitere von der Anordnung betroffene Reisende und Flüchtlinge vertreten können.

Lufthansa kann Auswirkungen noch nicht einschätzen

Der neue US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag weitreichende Einreisebeschränkungen verfügt, um "radikale islamische Terroristen" aus dem Land fernzuhalten. Betroffen sind vorerst alle Flüchtlinge und viele Menschen aus muslimischen Ländern. Nach Angaben des US-Heimatschutzministeriums sollen Bürger aus dem Iran, dem Sudan, Syrien, Libyen, Somalia, dem Jemen und dem Irak vorerst nicht mehr in die USA einreisen dürfen.

Die Lufthansa kann nach eigenen Angaben noch keine Angaben über die Auswirkungen der neuen Bestimmungen machen. "Wie bei anderen Einreisebestimmungen auch sind Fluggäste sowie Fluggesellschaften verpflichtet, diese hoheitlichen Bestimmungen zu befolgen", erklärte der Konzern auf Anfrage.

Die Fluggesellschaft Qatar Airways erklärte auf ihrer Webseite, Bürger der sieben betroffenen Staaten müssten über eine US-Aufenthaltsgenehmigung (Green Card) oder ein Diplomatenvisum verfügen. Dies gilt etwa für Regierungsvertreter oder Mitarbeiter internationaler Organisationen.

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