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"Sie werde ich mir schnappen": Trump wütet gegen Republikaner

Trump gegen Republikaner  

"Sie werde ich mir schnappen"

22.03.2017, 17:52 Uhr | cht, Spiegel Online

"Sie werde ich mir schnappen": Trump wütet gegen Republikaner. US-Präsident Donald Trump bei einem Fundraising-Abendessen der Republikaner der Kongresskammer in Washington. (Quelle: Reuters)

US-Präsident Donald Trump bei einem Fundraising-Abendessen der Republikaner der Kongresskammer in Washington. (Quelle: Reuters)

Mehr als 20 Republikaner wollen gegen Donald Trumps Gesundheitsreform stimmen. Der Präsident droht ihnen indirekt mit Mandatsverlust. Vor allem für einen Abgeordneten wurde es ungemütlich.

Vor einer für ihn wichtigen Abstimmung im Parlament hat US-Präsident Donald Trump mehreren republikanischen Kongressabgeordneten indirekt mit dem Verlust ihrer Mandate gedroht.

Niederlage nicht akzeptabel

An den republikanischen Abgeordneten Mark Meadows aus North Carolina gewandt soll Trump laut mehreren Gesprächsteilnehmern, welche "Washington Post" und "New York Times" zitieren, gesagt haben: "Sie werde ich mir schnappen." Laut "Post" fügte Trump an: "Aber ich weiß, dass ich das nicht tun muss. Weil Sie mit Ja stimmen werden." Er habe außerdem gesagt, eine Niederlage bei der Abstimmung über seine Gesundheitsreform sei nicht akzeptabel.

Alles nur "ein Scherz"

Als die kaum verhohlene Drohung von den Teilnehmern öffentlich gemacht wurde, bemühte sich das Weiße Haus, die Wogen zu glätten. Alles nur "ein Scherz auf Meadows' Kosten", nicht böse gemeint, sagte Trump-Sprecher Sean Spicer. Doch Drohpotenzial hat Trump durchaus: 2018 wird der US-Kongress neu gewählt. Vor den Wahlen entscheidet die Partei, wer in welchem Bundesstaat antreten soll - eine Möglichkeit, aufmüpfige Abgeordnete abzustrafen.

Bei besagtem Treffen am Dienstag im US-Kapitol in Washington hatten Trump, sein Vize Mike Pence sowie der Republikaner und Sprecher des Repräsentantenhauses Paul Ryan sich bemüht, die mehr als zwei Dutzend republikanischen Abweichlern umzustimmen. Das berichten die US-Zeitungen "Washington Post" und "New York Times". Laut "Times" soll es sogar drei Dutzend Abgeordnete der Republikaner geben, die ein Reformgesetz für die Gesundheitspolitik für zu lax halten und dagegen stimmen wollen.

Für Trump und die republikanische Partei wäre eine Niederlage bei der für Donnerstag geplanten Abstimmung eine ernste Schlappe. Trump hatte versprochen, die Gesundheitspolitik seines Amtsvorgängers Barack Obama zügig zurückzudrehen, die Reform des "Affordable Care Act" ist dafür ein wichtiger Schritt.

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