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Kriegsverbrechen: Donald Trump begnadigt US-Soldaten – und erntet Kritik

Kriegsverbrechen in Afghanistan  

Trump begnadigt US-Soldaten und erntet Kritik

16.11.2019, 17:56 Uhr | AFP

Kriegsverbrechen: Donald Trump begnadigt US-Soldaten – und erntet Kritik. Donald Trump: Der US-Präsident begnadigte zwei US-Soldaten. (Quelle: imago images/Zuma Press)

Donald Trump: Der US-Präsident begnadigte zwei US-Soldaten. (Quelle: Zuma Press/imago images)

Ein Soldat wurde in den USA wegen Mordes verurteilt, der andere angeklagt. Nun zeigt sich US-Präsident Trump milde und spricht Begnadigungen aus. Dafür hagelt es Kritik. 

US-Präsident Donald Trump hat einen wegen Mordes verurteilten und einen des Mordes angeklagten Soldaten begnadigt. Zudem nahm er die Degradierung eines weiteren Militärangehörigen zurück, wie das Weiße Haus am Freitag (Ortszeit) mitteilte. Die Entscheidung wurde von ehemaligen US-Militärvertretern scharf kritisiert. Oberleutnant Clint Lorance war zu 19 Jahren Haft verurteilt worden, weil er 2012 in Afghanistan den Befehl gab, auf drei unbewaffnete Afghanen zu schießen. Zwei von ihnen starben. Sechs Jahre seiner Haftstrafe hat Lorance bereits abgesessen.

Dem ehemaligen Elitesoldaten Matt Golsteyn war vorgeworfen worden, 2010 einen mutmaßlichen Bombenbauer der Taliban vorsätzlich erschossen zu haben. Auch er wurde nun von Trump begnadigt.

Elitesoldat posierte neben totem IS-Soldaten

Zudem hob Trump die Degradierung des Navy Seals Edward Gallagher auf, dessen Fall für Aufsehen in den USA gesorgt hatte. Er war beschuldigt worden, einen gefangenen Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) im Irak ermordet zu haben. Gallagher wurde auch vorgeworfen, auf Zivilisten geschossen zu haben. Im Juli sprach ein Militärgericht ihn weitgehend frei. Der hochdekorierte Elitesoldat wurde lediglich schuldig gesprochen, neben der Leiche des toten IS-Kämpfers für ein Foto posiert zu haben.

Trumps Entscheidung stieß bei ehemaligen US-Militärangehörigen auf Kritik. Der frühere Nato-Oberbefehlshaber und pensionierte US-Admiral James Stavridis hatte sich vehement dagegen ausgesprochen, als Trump im Mai erstmals bekanntgab, über eine Begnadigung nachzudenken. Dies würde "das Militär untergraben", schrieb Stavridis im "Time Magazine".
 

 
Auch der demokratische Präsidentschaftsbewerber und Navy-Veteran Pete Buttigieg warnte, solche Begnadigungen seien ein Verstoß gegen die Idee von Ordnung und Disziplin sowie der Rechtsstaatlichkeit.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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