Menü Icont-online - Nachrichten für Deutschland
HomePolitikAuslandUSA

USA: Trump ernennt neuen US-Botschafter für Deutschland


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextSüdkorea schafft Sensation gegen PortugalSymbolbild für einen TextDeutscher überfährt Italien-RadprofiSymbolbild für einen TextSanna Marin: Sind von den USA abhängigSymbolbild für einen TextWM: TV-Schmach für DFB-ElfSymbolbild für einen TextSchauspieler tot auf Straße gefundenSymbolbild für ein VideoPutin scherzt über Beziehung zu JapanSymbolbild für einen TextIngo Lenßen spricht über sein Sat.1-EndeSymbolbild für einen TextBrandenburg: Haus stürzt ein – Mann totSymbolbild für ein VideoMega-Akku speichert WindstromSymbolbild für einen TextBei Gala: Promi-Tochter entzücktSymbolbild für einen TextKind schwänzt Schule – Eltern verurteiltSymbolbild für einen Watson TeaserNach WM-Debakel: DFB-Star rastet ausSymbolbild für einen TextAnzeige: Jahres-LOS kaufen und Einzel-LOS gratis dazu sichern
Anzeige
Loading...
Loading...
Loading...

Trump nominiert neuen US-Botschafter für Deutschland

Von dpa
Aktualisiert am 28.07.2020Lesedauer: 3 Min.
US-Präsident Trump: Der 74-Jährige hat einen Nachfolger für Richard Grenell ernannt.
US-Präsident Trump: Der 74-Jährige hat einen Nachfolger für Richard Grenell ernannt. (Quelle: imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

US-Präsident Trump hat einen Nachfolger für seinen Vertrauten Grenell auserkoren. Seine Wahl ist auch vor dem Hintergrund des geplanten Abzugs von US-Truppen aus Deutschland interessant.

US-Präsident Donald Trump will einen ehemaligen Heeresoffizier, Oberst a.D. Douglas Macgregor, als Nachfolger von Richard Grenell als US-Botschafter nach Berlin schicken. Das geht aus einer Mitteilung des Weißen Hauses am Montag hervor. Vorschläge für einen Botschafterposten müssen vom US-Senat bestätigt werden.

Der Vorschlag Macgregors fällt in die Woche, in der Einzelheiten der Truppenabzugspläne der USA für Deutschland bekanntgegeben werden sollen. Macgregor hatte sich in der Vergangenheit mit Blick auf die deutsche Verteidigungspolitik kritisch gezeigt. Wie der frühere Botschafter Grenell tritt Macgregor immer wieder beim konservativen Sender Fox News auf, der als einer der Lieblingssender Trumps gilt.

Der Kriegsveteran, Autor und Berater sei als "Experte für Streitkräfteplanung" bekannt, erklärte die Regierungszentrale in Washington. Während seiner Karriere beim US-Militär habe Macgregor das Team des US-Sonderbeauftragten für den Balkan bei den Friedensgesprächen unterstützt, die den Krieg in Bosnien und Herzegowina mit dem Abkommen von Dayton beendeten.

Macrgregor dürfte Abzug von US-Truppen begrüßen

Macgregor war zudem Planungschef für den Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte im Kosovo-Krieg. Er habe zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter die Bronze Star Medal für seine Leistungen im Kampfeinsatz, erklärte das Weiße Haus. Macgregor, der aus Pennsylvania stammt, hat mehrere Bücher veröffentlicht, darunter im Jahr 1989 eines über die Allianz der DDR mit der Sowjetunion während des Kalten Krieges.

Vor dem Hintergrund vergangener Äußerungen dürfte Macgregor die Entscheidung Trumps, knapp 10.000 der fast 35.000 US-Soldaten in Deutschland abzuziehen, begrüßt haben. Trump hatte den Schritt mit den aus seiner Sicht weiterhin zu geringen Verteidigungsausgaben Deutschlands begründet. Einige der Soldaten sollen nach Polen verlegt werden, wie viele ist aber noch unklar.

Interessieren Sie sich für US-Politik? Unser Washington-Korrespondent Fabian Reinbold schreibt über seine Arbeit im Weißen Haus und seine Eindrücke aus den USA unter Donald Trump einen Newsletter. Hier können Sie die "Post aus Washington" kostenlos abonnieren, die dann einmal pro Woche direkt in Ihrem Postfach landet.

Im Gespräch mit Fox News sagte Macgregor im Juli 2018: "Die Deutschen fühlen sich dank uns nicht verpflichtet, sich selbst zu verteidigen. Und der Präsident hat einfach gesagt: Schauen Sie, warum sollte der amerikanische Steuerzahler Sie verteidigen, wenn Sie nicht willens sind, sich selbst zu verteidigen?"

"Die Nato stirbt nicht. Sie ist ein Zombie"

Über den Zustand der Nato schrieb Macgregor im März 2019: "Die Nato stirbt nicht. Sie ist ein Zombie." Mit dem Verschwinden der sowjetischen Bedrohung sei ihr das Leben ausgegangen. Das Militärbündnis werde lediglich immer wieder "reanimiert", normalerweise mit "Voodoo-Zauber". "Auch Zombies sterben irgendwann", meinte Macgregor.

Macgregor ist auch ein ausgesprochener Kritiker der US-Einsätze im Irak und in Afghanistan. Zu Trumps Wunsch, US-Truppen aus dem Nahen Osten und Afghanistan abzuziehen, schrieb er Anfang 2019: "Washington hasst ihn dafür, dass er diese Dinge tut, aber die meisten Amerikaner und zukünftige Generationen von Amerikanern werden ihn dafür lieben." Ende vergangenen Jahres kritisierte er das US-Vorgehen gegen vom Iran unterstützte Milizen im Irak. Dabei äußerte Macgregor die Vermutung, dass Trump von Beratern in einen "Hinterhalt" gelockt worden sei.

Grenell, ein enger Vertrauter des US-Präsidenten, war im Juni nach gut zwei Jahren als US-Botschafter in Deutschland zurückgetreten. Als Botschafter in Berlin sah Grenell seine Aufgabe darin, die Politik Trumps in Deutschland und Europa offensiv zu vertreten - auf unkonventionelle, eher undiplomatische Weise. Schon kurz nach seiner Ernennung als Botschafter im Mai 2018 warnte er deutsche Unternehmen davor, mit dem Iran zusammenzuarbeiten. Aus Verärgerung über die aus seiner Sicht unzureichenden deutschen Militärausgaben drohte er, US-Truppen aus Deutschland abzuziehen. Und wegen der deutsch-russischen Ostseepipeline Nord Stream 2 brachte Grenell sehr früh Sanktionen auch gegen deutsche Unternehmen ins Spiel.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Trump erleidet nächste Niederlage nach FBI-Durchsuchung
  • Bastian Brauns
Von Bastian Brauns, Washington
DeutschlandDonald TrumpNatoPennsylvaniaUSAWashingtonWeißes Haus

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website