Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Waffengewalt: Laut Bericht 147 Schießereien in den USA seit Jahresbeginn

"Durchdringt die Seele unserer Nation"  

Bericht: 147 Schießereien in den USA seit Jahresbeginn

17.04.2021, 11:48 Uhr
Waffengewalt: Laut Bericht 147 Schießereien in den USA seit Jahresbeginn. Tatort in Indianapolis: Acht Menschen sind dort am Donnerstag bei einer Schießerei getötet worden. (Quelle: Reuters)

Tatort in Indianapolis: Acht Menschen sind dort am Donnerstag bei einer Schießerei getötet worden. (Quelle: Reuters)

Als eine "Epidemie in den USA" bezeichnet US-Präsident Biden die Waffengewalt. Einem Medienbericht zufolge gab es allein im vergangenen Monat 45 Schießereien.

Erst am Donnerstag ist es in den USA wieder zu einer Schießerei gekommen. Acht Menschen starben in Indianapolis. Insgesamt hat es in den USA seit Jahresbeginn 147 Massen-Schießereien gegeben, wie "CNN" berichtet. Als Massen-Schießereien werden jene bezeichnet, bei denen es mehr als vier Todesopfer gibt. Ausgewertet wurden Daten aus dem Gun Violence Archive (GVA), lokale Medienberichte, und Polizeiberichte. Allein im vergangenen Monat waren es 45 solcher Vorfälle.

Wie die "New York Times" berichtet, sei die genaue Anzahl der Todesopfer schwer zu bestimmen. Es seien aber mindestens 54, wie aus einer Aufzählung der größten Schießereien aus 2021 hervorgeht. Auch die Corona-Pandemie habe nicht für ein Abflachen der Waffengewalt gesorgt. Forscher seien sich dem Bericht zufolge sicher: Es gebe nicht weniger dieser Schießereien, "sie sind nur weniger sichtbar". 2020 habe es mehr als 600 dieser Massen-Schießereien gegeben. 

US-Präsident Joe Biden betrachtete die jüngste Flut von Schießereien als  eine "nationale Peinlichkeit". Die Flaggen am Weißen Haus wehten Stunden nach dem Vorfall in Indianapolis auf Halbmast. "Es sind nicht immer diese Massen-Schießereien, die sich ereignen – jeden einzelnen Tag, jeden einzelnen Tag gibt es eine Schießerei in den Vereinigten Staaten", sagte Biden während einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. "Es ist eine nationale Peinlichkeit und muss ein Ende haben."

Er fügte hinzu: "Der Kongress muss aufstehen und handeln. Der Senat muss handeln, und ich unterstütze nachdrücklich und habe nie aufgehört, das Verbot von Angriffswaffen und Magazinen, die mehr als 10 Kugeln enthalten, zu fordern." 

In einer früheren Erklärung wies der Präsident darauf hin, dass dieser Vorfall am 14. Jahrestag der Ermordung von 32 Menschen an der Universität Virginia Tech stattfand. Biden sagte, Waffengewalt "durchdringt die Seele unserer Nation" und nannte sie eine "Epidemie" in den USA.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal