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US-Präsident Biden zu Video über Grenzschützer: "Diese Leute werden büßen"

Brückencamp in den USA  

Biden zu Video über Grenzschützer: "Diese Leute werden büßen"

25.09.2021, 12:41 Uhr | AFP

Biden droht Grenzschützern: "Sie werden büßen"

US-Präsident Joe Biden hat den Grenzschützern, die auf Pferden brutal gegen Migranten vorgegangen waren, Konsequenzen angedroht. "Sie werden dafür büßen", sagte Biden. (Quelle: t-online)

"Sie werden dafür büßen": In einer Ansprache droht Joe Biden Grenzschützern Konsequenzen an. (Quelle: t-online)


Tausende Migranten kampierten unter einer Brücke in den USA. Videos zeigen berittene Grenzschützer mit Drohgebärden. Jetzt hat sich US-Präsident Joe Biden eingeschaltet – mit klaren Worten.

US-Präsident Joe Biden hat sich nach der Empörung über das Vorgehen berittener US-Grenzschützer gegen haitianische Flüchtlinge mit harscher Kritik an den Beamten zu Wort gemeldet. "Das ist empörend", sagte Biden am Freitag im Weißen Haus. "Ich verspreche Ihnen: Diese Leute werden büßen", fügte der Präsident hinzu. "Es wird Konsequenzen geben."

Fotos und Videos vom Einsatz berittener Grenzschützer nahe der texanischen Stadt Del Rio an der Grenze zu Mexiko hatten zu Wochenbeginn für Empörung gesorgt. Zu sehen war unter anderem, wie ein Polizist vom Pferd aus einen Haitianer an seinem T-Shirt packt. Auf anderen Bildern wirkt es so, als würden Polizisten drohend ihre langen Zügel schwingen.

Berittene Grenzschützer in Del Rio treiben Flüchtlinge vor sich her. Die Aufnahmen haben nicht nur den US-Präsidenten entsetzt.  (Quelle: dpa/Felix Marquez)Berittene Grenzschützer in Del Rio treiben Flüchtlinge vor sich her. Die Aufnahmen haben nicht nur den US-Präsidenten entsetzt. (Quelle: Felix Marquez/dpa)

Erinnerungen an Gewalt gegen Schwarze

Viele fühlten sich durch die Szenen an Zeiten erinnert, in denen berittene Polizisten oder Gefängniswärter in den USA mit Peitschen gegen Schwarze vorgingen. Bidens Sprecherin Jen Psaki sagte bereits am Montag, die Aufnahmen seien "furchtbar" anzuschauen. Die Regierung geriet auch aus den Reihen von Bidens Demokratischer Partei unter Druck. Das Heimatschutzministerium hat den Einsatz berittener Grenzpatrouillen in dem Gebiet inzwischen vorübergehend gestoppt.

Derzeit versuchen tausende Haitianer von Mexiko aus in die USA zu gelangen. Für Aufsehen sorgten Bilder von zeitweise mehr als 15.000 Menschen, die in Del Rio unter einer Brücke ausharrten. Dieses Lager sei nun aufgelöst, teilte Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas am Freitag mit. Die letzten der überwiegend haitianischen Migranten hätten den Ort entweder selbst verlassen oder seien fortgebracht worden. "Heute Morgen gibt es keine Migranten mehr in dem Lager unter der Del-Rio-Brücke", sagte Mayorkas vor Journalisten im Weißen Haus.

Camp ist geräumt

Rund 2.000 Menschen seien mit 17 Abschiebeflügen zurück nach Haiti gebracht worden, sagte er. Andere seien in Unterkünfte entlang der Grenze gebracht worden. "Viele von ihnen werden von dort nach Haiti zurückgebracht werden", fügte der Minister hinzu.

Schätzungen zufolge seien 8.000 Migranten freiwillig über die Grenze nach Mexiko zurückgegangen, sagte Mayorkas. Rund 12.400 Menschen würden von Einwanderungsrichtern angehört, um zu entscheiden, ob sie in den USA bleiben dürften oder nicht. In 5.000 weiteren Fällen prüfe die Heimatschutzbehörde eine mögliche Rückführung. Insgesamt seien seit dem 9. September 30.000 Migranten in der kleinen Grenzstadt angekommen.

Die US-Behörden fliegen Haitianer inzwischen mit Abschiebeflügen nach Haiti und schicken andere zurück nach Mexiko. Doch auch dieses Vorgehen stößt in der Demokratischen Partei auf scharfe Kritik.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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