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Bayern: Söder und Aiwanger ätzen gegen die Grünen – "Mobbing gegen Männer"


"Mobbing gegen Männer"  

Söder und Aiwanger greifen die Grünen an

18.07.2021, 11:14 Uhr | dpa, mk

Bayern: Söder und Aiwanger ätzen gegen die Grünen – "Mobbing gegen Männer". CSU-Chef Markus Söder in Unterhaching: "ständige moralische Besserwisserei". (Quelle: dpa/Karl-Josef Hildenbrand)

CSU-Chef Markus Söder in Unterhaching: "ständige moralische Besserwisserei". (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Beim Thema Impfen liegen CSU-Chef Söder und sein Koalitionspartner Aiwanger über Kreuz. Wenn es gegen die Grünen geht, scheinen sich die beiden dagegen ziemlich einig. 

CSU-Chef Markus Söder hat den Grünen und deren Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vorgeworfen, eigenen moralischen Ansprüchen nicht gerecht zu werden. In einer Rede auf dem Bezirksparteitag der Oberbayern-CSU in Unterhaching spielte Söder auf den Wirbel um Baerbocks Lebenslauf an. "Wer ständig anderen Vorschriften macht, könnte wenigstens seinen eigenen Lebenslauf gut organisieren", sagte Söder.

Die Menschen beginne die "ständige moralische Besserwisserei" der Grünen zu nerven, so der bayerische Ministerpräsident. "Die Grünen laufen mit dermaßen hohen moralischen Bugwellen durchs Land und mit einer selbsternannten Attitüde moralischer Gerechtigkeit", sagte er und fügte hinzu: "Wer andere ständig belehrt, muss auch selber genau die gleichen Maßstäbe einhalten, und das können die Grünen nicht."

Aiwanger: "Mobbing gegen Männer"

Baerbock war in den vergangenen Wochen wegen Korrekturen an ihrem Lebenslauf und umstrittener Passagen in ihrem kürzlich veröffentlichten Buch in die Kritik geraten. In bundesweiten Umfragen liegen die Grünen derzeit wieder deutlich hinter der Union, holen aber wieder auf.

Auch Hubert Aiwanger, Söders Koalitionspartner in Bayern, lästerte über die Grünen: "Bei denen muss man sich schon dafür entschuldigen, ein Mann zu sein", sagte der Chef der Freien Wähler dem "Tagesspiegel". "Die Grünen praktizieren keine Gleichberechtigung, sondern Mobbing gegen Männer", fuhr der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident fort.

Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler und Vize-Regierungschef in Bayern: "Fleischessen verteufeln, kein Autofahren, Klima, Klima, Klima. (Quelle: dpa/Sven Hoppe)Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler und Vize-Regierungschef in Bayern: "Fleischessen verteufeln, kein Autofahren, Klima, Klima, Klima. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

Söder fordert Entschuldigung von Aiwanger

Die Grünen seien zu einer Partei der Intoleranz geworden, so Aiwanger. "Fleischessen verteufeln, kein Autofahren, Klima, Klima, Klima. Wir brauchen jedoch pragmatische Lösungen statt schlechtes Gewissen und Zukunftsangst." Der Begriff "alte weiße Männer", mit dem Kritiker rassistisches und sexistisches Verhalten anprangern, ist für Aiwanger "Rassismus in Reinform". Man dürfe Männern kein schlechtes Gewissen machen, nur weil sie Männer sind. "Das ist Intoleranz gegenüber Männern."

Beim Thema Impfen waren Söder und Aiwanger zuletzt aneinandergeraten. Der erklärte Impfgegner Aiwanger hatte im Zusammenhang mit der Impfdebatte in Deutschland von einer "Apartheidsdiskussion" gesprochen. Söder nannte die Äußerungen Aiwangers "verstörend" und nicht angemessen für einen stellvertretenden Regierungschef. Er verlangte eine Entschuldigung von seinem Koalitionspartner. Diese verweigert Aiwanger bislang.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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