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Wagenknecht macht Merkel für G20-Chaos verantwortlich

Von dpa
09.07.2017Lesedauer: 2 Min.
Die Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht macht Kanzlerin Angela Merkel und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz für die Ausschreitungen beim G20-Gipfel verantwortlich.
Die Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht macht Kanzlerin Angela Merkel und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz für die Ausschreitungen beim G20-Gipfel verantwortlich. (Quelle: Monika Skolimowska/dpa-bilder)
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Nach dem von Gewalt überschatteten G20-Gipfel in Hamburg hat Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht eine Abschaffung dieser Spitzentreffen gefordert. Zudem gab sie Angela Merkel die Schuld für die Ausschreitungen in der Hansestadt.

"Im Grunde kann die Lehre nur sein, in Zukunft auf solche Show-Veranstaltungen, die sinnlos Steuergeld verschlingen und keine Ergebnisse bringen, ganz zu verzichten", sagte sie. Wagenknecht machte neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) im Zusammenhang mit den Krawallen schwere Vorwürfe.

"Letztlich hat Frau Merkel die Entscheidung zu verantworten, den Gipfel nach Deutschland und nach Hamburg geholt zu haben, was sich für die Anwohner in den entsprechenden Hamburger Bezirken als Katastrophe erwiesen hat", sagte sie. "Offenbar wollte sie schöne Bilder für ihren Wahlkampf haben. Am Ende sind es keine schönen, sondern ziemlich düstere Bilder geworden."

Scholz habe die Sicherheitslage "völlig falsch" eingeschätzt. "Auch das ist natürlich ein gravierendes Versagen", sagte Wagenknecht. Der SPD-Politiker hatte vor dem Gipfel die Herausforderung für die Sicherheitskräfte mit den jährlichen Hafengeburtstagen in Hamburg verglichen.

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Zu wenig Zählbares für Wagenknecht

Die inhaltlichen Ergebnisse des Gipfels bezeichnete Wagenknecht als "ausgesprochen mager". Das einzig Sinnvolle seien die bilateralen Treffen gewesen, wie das zwischen den Präsidenten der USA und Russlands, Donald Trump und Wladimir Putin. "Nur dafür braucht man keine G20-Gipfel, die hunderte Millionen kosten und eine Stadt wie Hamburg drei Tage lang in einen Ausnahmezustand versetzen."

Wagenknecht plädierte dafür, Beratungen über globale Probleme in die Vereinten Nationen in New York zu verlagern. "Die ist dafür gegründet worden und sie verdient es, wieder aufgewertet und gestärkt zu werden."

In diesem Exklusiv-Interview von t-online.de zur Bundestagswahl hat sich Sahra Wagenknecht zur Wirtschaftspolitik, zur Flüchtlingsfrage und zu einer möglichen Linkskoalition nach der Wahl geäußert.

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  • Jonas Mueller-Töwe
Von Jonas Mueller-Töwe
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