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Bundeswehr schickt 8000 Soldaten zu Nato-Großmanöver

Säbelrasseln in Norwegen  

Bundeswehr schickt 8.000 Soldaten zu Nato-Großmanöver

17.08.2018, 05:57 Uhr | dpa

Bundeswehr schickt  8000 Soldaten zu Nato-Großmanöver. Einige der 500 Fallschirmjäger der 82 Airborne Division sind während des Nato-Manövers «Trident Juncture» am Himmel zu sehen: Die Bundeswehr schickt dieses Jahr 8000 Soldaten, etwa 100 Panzer und insgesamt mehr als 2000 Fahrzeuge (Quelle: dpa/Javier Cebollada)

Einige der 500 Fallschirmjäger der 82 Airborne Division sind während des Nato-Manövers "Trident Juncture" am Himmel zu sehen: Die Bundeswehr schickt dieses Jahr 8.000 Soldaten, etwa 100 Panzer und insgesamt mehr als 2.000 Fahrzeuge. (Quelle: Javier Cebollada/dpa)

Säbelrasseln oder militärische Abschreckung? Die Manöver der Nato und Russlands haben seit Beginn der Ukraine-Krise deutlich zugenommen. Im Oktober sorgt eine besonders große Übung für Aufsehen.

Die Bundeswehr schickt 8.000 Soldaten, etwa 100 Panzer und insgesamt mehr als 2.000 Fahrzeuge in das vielleicht größte Nato-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges. Damit zählt Deutschland zu den größten Truppenstellern bei der Übung "Trident Juncture" mit insgesamt mehr als 40.000 Soldaten aus etwa 30 Nato- und Partnerstaaten. Die Übung soll vom 25. Oktober bis 7. November in Norwegen stattfinden. Beim letzten vergleichbaren Großmanöver der Nato war die Bundeswehr 2015 nur mit etwa 3.000 Soldaten vertreten.

Wegen "Trident Juncture" (Dreizackiger Verbindungspunkt) steigt die deutsche Beteiligung an internationalen Übungen in diesem Jahr auf die Rekordzahl von 12.000 Soldaten – das sind dreimal so viel wie im vergangenen Jahr. Die Kosten für die Übungen liegen nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums bei 90 Millionen Euro.

Übungen seit Ukraine-Krise massiv ausgebaut

Anfang September beteiligt sich die Bundeswehr auch wieder an einem von den US-Streitkräften geführten Manöver, das auf besonders viel Kritik aus Moskau stößt: "Rapid Trident" (schneller Dreizack) in der Ukraine. Dort werden allerdings nur maximal fünf deutsche Soldaten für die Leitung und Auswertung der Übung eingesetzt, die ganz im Westen der Ukraine in der Nähe von Lemberg stattfindet. Insgesamt sind 14 Länder mit rund 2.300 Soldaten beteiligt.

Die Nato hat ihre Übungen seit Beginn der Ukraine-Krise 2014 massiv ausgebaut. Sie dienen auch der Abschreckung Russlands, durch das sich vor allem die östlichen Nato-Mitgliedstaaten Polen, Estland, Litauen und Lettland bedroht fühlen. Mit Norwegen findet die diesjährige Nato-Großübung "Trident Juncture" in einem der fünf Mitgliedstaaten statt, die an Russland grenzen. Ob es die größte Nato-Übung seit dem Ende des Kalten Krieges werden wird, ist noch nicht klar. 2002 fand mit "Strong Resolve" (Starke Entschlossenheit) ein Manöver in derselben Größenordnung statt.

Moskau hat seine Übungen in der Nähe zum Nato-Bündnisgebiet seit 2014 ebenfalls verstärkt. Für Aufsehen sorgte vor einem Jahr das Manöver "Sapad" in Weißrussland, das an die Nato-Staaten Litauen, Lettland und Polen grenzt. Nach russischen Angaben waren 12.700 Soldaten beteiligt, nach westlichen Zählungen waren es 60.000 bis 80.000.

 

Wegen Personalmangel: Bundeswehr erwägt offenbar Aufnahme von Ausländern

Mehr als 40.000 Nato-Soldaten in Norwegen

Bei "Trident Juncture" erwartet die Nato derzeit mehr als 40.000 Soldaten, etwa 120 Flugzeuge, 70 Schiffe und bis zu 10.000 Fahrzeuge. Die Planungen laufen bereits seit Januar 2017. Dass die Bundeswehr so stark beteiligt ist liegt daran, dass sie ab Anfang 2019 die Führung der schnellen Eingreiftruppe der Nato (Very High Readiness Joint Task Force – VJTF) übernehmen soll.

Deswegen sind allein mehrere Tausend Soldaten der Panzerlehrbrigade 9 aus dem niedersächsischen Munster dabei. Sie wollen nach jetzigem Stand 30 "Leopard 2"-Kampfpanzer, etwa 75 Schützenpanzer der Typen "Marder" und "Boxer" sowie zehn Panzerhaubitzen 2.000 mitnehmen. Die Bundeswehr stellt aber auch 1.000 Gebirgsjäger aus dem bayerischen Bischofswiesen, die in dem Manöver die feindlichen Streitkräfte darstellen sollen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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