Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland > Außenpolitik >

Interner EU-Bericht: Aus der Türkei kommen wieder deutlich mehr Migranten

Interner EU-Bericht  

Aus der Türkei kommen wieder deutlich mehr Migranten

29.09.2018, 11:18 Uhr | AFP

Interner EU-Bericht: Aus der Türkei kommen wieder deutlich mehr Migranten. Geflüchtete im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos: In Griechenland sind die meisten der fast 39.000 Migranten in diesem Jahr angekommen. (Quelle: imago images)

Geflüchtete im Camp Moria auf der griechischen Insel Lesbos: In Griechenland sind die meisten der fast 39.000 Migranten in diesem Jahr angekommen. (Quelle: imago images)

Seit Jahresbeginn sind fast 39.000 Menschen aus der Türkei in die EU gekommen, trotz des Flüchtlingsabkommens mit Ankara. Ein Großteil waren türkische Staatsbürger.

Die Zahl der Menschen, die über die Türkei in die Europäische Union gelangen, ist laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" in diesem Jahr wieder stark gestiegen. Zwischen Januar und Mitte September seien 38.687 Migranten über die Türkei in die EU gelangt, 43 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtete die "WamS" unter Berufung auf einen internen Bericht der EU-Kommission.

Allein 36.423 Menschen flohen demnach aus oder über die Türkei nach Griechenland, davon etwa ein Drittel auf dem Landweg. Weitere Ankunftsländer waren dem Bericht zufolge Italien, Bulgarien und Zypern.

Abkommen hat bislang funktioniert

Dem EU-Kommissionsbericht zufolge seien 45 Prozent der über den Landweg von der Türkei nach Griechenland gekommenen Menschen türkischer Nationalität gewesen, berichtete die "WamS".

In einem Flüchtlingsabkommen mit der EU hatte die Türkei 2016 zugesagt, alle neu auf den griechischen Inseln ankommenden Flüchtlinge zurückzunehmen und stärker gegen Schlepperbanden vorzugehen. Dies führte zu einem drastischen Rückgang der Ankunftszahlen in Griechenland. Im Gegenzug erhielt Ankara Milliardenhilfen zu Versorgung der Flüchtlinge im eigenen Land.

Verwendete Quellen:
  • AFP

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal