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Polizei spricht von 38.000 Teilnehmern – Hunderte Festnahmen

Von dpa, rtr, ds

Aktualisiert am 29.08.2020Lesedauer: 3 Min.
Demonstrant mit Reichsflagge vor dem Reichstag in Berlin: Etwa 3.000 Rechtsextreme und "ReichsbĂŒrger" zĂ€hlte die Polizei.
Demonstrant mit Reichsflagge vor dem Reichstag in Berlin: Etwa 3.000 Rechtsextreme und "ReichsbĂŒrger" zĂ€hlte die Polizei. (Quelle: Fabian Sommer/dpa-bilder)
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Wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen die Corona-Auflagen hat die Berliner Polizei einen Protestzug aufgelöst, eine

An den Protesten gegen die Corona-Politik in Berlin haben nach SchĂ€tzungen der Behörden insgesamt etwa 38.000 Menschen teilgenommen. Dies sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) vor Journalisten. Insgesamt seien ĂŒber den Tag verteilt rund 300 Menschen festgenommen worden, allein vor der russischen Botschaft seien es etwa 200 gewesen. Dort seien Beamte aus einer Menge von etwa 3.000 "ReichsbĂŒrgern" und Rechtsextremisten mit Steinen und Flaschen beworfen worden.


Anti-Corona-Demo in Berlin: Protest in Bildern

In Berlin demonstrieren Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung. Sehen Sie hier EindrĂŒcke aus der Hauptstadt.
Eine Gruppe Frauen in der Friedrichstraße. Viele Demonstranten tragen keine Masken.
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Laut Polizei gab es auch dort Gefangenenbefreiungen. Festgenommen wurde vor der Botschaft auch der Vegan-Koch Attila Hildmann, der sich selbst "ultrarechts" und einen Verschwörungsprediger nennt. Zu den genauen HintergrĂŒnden der Festnahme Hildmannns Ă€ußerte sich Geisel nicht.

Auflagen nicht eingehalten – Polizei löst Protestzug auf

Die Berliner Polizei hatte die Großdemonstration am Nachmittag aufgelöst, eine Abschlusskundgebung aber vorerst erlaubt. FĂŒr die Auflösung des Protestzugs durch die Innenstadt sei "insbesondere die Nichteinhaltung der Abstandsregelungen" ausschlaggebend gewesen, twitterte die Einsatzleitung. Zwei Personen wurden demnach festgenommen, nachdem Beamte mit Steinen und Flaschen beworfen worden waren.

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Eine Polizeisprecherin sagte, bei der Abschlusskundgebung mit mehreren Zehntausend Teilnehmern wĂŒrden jetzt die Abstandsregeln weitgehend eingehalten, so dass die Veranstaltung stattfinden könne.

Teilnehmer der Corona-Demo in Berlin: Nachdem Auflagen nicht eingehalten wurden, löste die Polizei die Demo auf.
Teilnehmer der Corona-Demo in Berlin: Nachdem Auflagen nicht eingehalten wurden, löste die Polizei die Demo auf. (Quelle: Michael Sohn/ap-bilder)

Zuvor hatten sich nach SchĂ€tzungen der Polizei bereits 18.000 Menschen in Berlin versammelt, um gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung zu demonstrieren. Unter ihnen waren viele Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker.

Demonstranten beschweren sich ĂŒber die Polizei

Auf Transparenten wurde der RĂŒcktritt der Bundesregierung gefordert sowie ein Ende der Schutzauflagen und AlltagsbeschrĂ€nkungen wegen der Corona-Pandemie. Auf Plakaten stand "Stoppt den Corona-Wahnsinn" und "Corona-Diktatur beenden". Immer wieder skandierte die Menge "Widerstand" und "Wir sind das Volk". Einige Demonstranten trugen Fotos von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sowie Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und dem bayerischen Regierungschef Markus Söder (CSU) – alle in HĂ€ftlingskleidung und mit dem Zusatz "schuldig".

Insgesamt versammelte sich auf der Friedrichstraße, wo die Demo starten sollte, aber eine sehr breite Mischung von BĂŒrgern, darunter Junge und Alte sowie auch Familien mit Kindern. Viele setzten sich wĂ€hrend der lĂ€ngeren Wartezeit. Demonstranten beschwerten sich, dass sie keinen Abstand einhalten könnten, weil die Polizei alles abgesperrt habe. TatsĂ€chlich ließ die Polizei niemanden mehr rein, damit es nicht voller wurde.

Erste Demo bereits am Freitag

Die Demonstranten auf der Friedrichstraße und Unter den Linden hatten Fahnen, teils aus mehreren BundeslĂ€ndern. Die Polizei sperrte ZugĂ€nge mit Gittern ab. Auf großen Schildern war zu lesen: "Wir sind das Volk". Auf anderen Transparenten wurde der RĂŒcktritt der Bundesregierung gefordert sowie ein Ende der Schutzauflagen wegen der Corona-Pandemie.

Am Samstagmorgen hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestÀtigte, dass das Verbot der Berliner Polizei keinen Bestand hat. Diese Entscheidung war damit rechtskrÀftig.

Menschen stehen bei einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen vor einer BĂŒhne am Brandenburger Tor: Am Samstag werden bis zu 30.000 Menschen in Berlin erwartet.
Menschen stehen bei einer Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen vor einer BĂŒhne am Brandenburger Tor: Am Samstag werden bis zu 30.000 Menschen in Berlin erwartet. (Quelle: Christoph Soeder/dpa-bilder)

Bereits am Freitagabend versammelten sich 1.500 vor dem Brandenburger Tor – die meisten von ihnen trugen keinen Mundschutz. Vor den Botschaften Russlands und den USA forderten einige von ihnen die Unterzeichnung eines "Friedensvertrags" – ein klares Zeichen, dass es sich hierbei um AnhĂ€nger der ReichsbĂŒrgerbewegung handelt. Viele von ihnen glauben, dass die Bundesrepublik weiterhin ein besetztes Land sei.

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Die angemeldete Kundgebung verlief laut Polizei friedlich, es habe aber mehrmals Appelle zum Abstandhalten geben mĂŒssen. Die Polizei hatte am frĂŒhen Abend zunĂ€chst von 120 Teilnehmern gesprochen, ihre SchĂ€tzung aber gegen 20.30 Uhr aktualisiert.


Das Verwaltungsgericht Berlin hatte am Freitag entschieden, dass die große Versammlung gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag stattfinden dĂŒrfe. Es stellte fest: FĂŒr ein Verbot lĂ€gen keine Voraussetzungen vor. Eine unmittelbare Gefahr fĂŒr die öffentliche Sicherheit lasse sich weder aus dem Verlauf der Demo am 1. August noch aus der kritischen Haltung der Teilnehmer zur Corona-Politik ableiten.

Der rot-rot-grĂŒne Berliner Senat und die Polizei mussten wegen der VerbotsverfĂŒgung breite Kritik einstecken. Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte zum Demonstrationsverbot auch gesagt, er wolle nicht hinnehmen, dass Berlin erneut zur BĂŒhne fĂŒr "Corona-Leugner, ReichsbĂŒrger und Rechtsextremisten" werde.

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