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Steinmeier unterst├╝tzt Reformprozess in katholischer Kirche

Von dpa
Aktualisiert am 25.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Bundespr├Ąsident Frank-Walter Steinmeier wird von Georg B├Ątzing, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, in Stuttgart begr├╝├čt.
Bundespr├Ąsident Frank-Walter Steinmeier wird von Georg B├Ątzing, dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, in Stuttgart begr├╝├čt. (Quelle: Marijan Murat/dpa./dpa)
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Stuttgart (dpa) - Bundespr├Ąsident Frank-Walter Steinmeier hat sich zum Auftakt des Katholikentags in Stuttgart f├╝r Kirchenreformen ausgesprochen.

Sexueller Missbrauch, Vertuschung und schleppende Aufkl├Ąrung h├Ątten viel Vertrauen besch├Ądigt und zerst├Ârt, sagte Steinmeier am Mittwochabend zum Auftakt des Kirchenfestes. "Umso mehr m├Âchte ich jene ermutigen, die sich tatkr├Ąftig f├╝r die Erneuerung der katholischen Kirche in Deutschland einsetzen. Ich darf Ihnen sagen, dass nicht nur ich, sondern viele Menschen mit Neugier, mit Erwartung auf die Arbeit des Synodalen Wegs schauen."

Der Synodale Weg ist ein seit 2019 laufender Reformprozess in der katholischen Kirche in Deutschland. Dabei geht es um vier Themenbereiche: die katholische Sexualmoral, den Umgang mit Macht, die Stellung der Frau und die priesterliche Pflicht zur Ehelosigkeit (Z├Âlibat). Steinmeier sagte, von den Ergebnissen des Synodalen Wegs werde wesentlich mit abh├Ąngen, welche Rolle die Kirche k├╝nftig in der Gesellschaft spielen werde.

Der Bundespr├Ąsident verteidigte die Kirche gegen den Vorwurf, in der Corona-Pandemie zu zur├╝ckhaltend aufgetreten zu sein. Diese Kritik sei meist von denen gekommen, die mit der Kirche sowieso nicht viel am Hut h├Ątten "und die nicht sehen k├Ânnen oder wollen, wie viel Gutes und Tr├Âstendes im Stillen tats├Ąchlich geschehen ist".

Vorw├╝rfe gegen Bischof B├Ątzing

├ťberschattet wurde die Er├Âffnung des Katholikentags von Vorw├╝rfen gegen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg B├Ątzing. "Ich bin perplex und ├╝berrascht", sagte der Bischof des gastgebenden Bistums Rottenburg-Stuttgart, Gebhard F├╝rst, dazu. "Ich kenne den Umfang jetzt nicht genau, aber ich w├╝rde in meiner Di├Âzese so etwas niemals tun."

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Durch die "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" war am Dienstag bekanntgeworden, dass B├Ątzing in seinem Limburger Bistum einen Pfarrer trotz Vorw├╝rfen sexueller Bel├Ąstigung bef├Ârdert hatte. Der Priester soll demnach im Jahr 2000 eine evangelische Pfarrerin in Ausbildung verbal und k├Ârperlich sexuell bel├Ąstigt haben, sp├Ąter auch eine angehende Gemeindereferentin. Ein Bistumssprecher sagte dazu, B├Ątzing habe eine Ermahnung gegen den Priester ausgesprochen. Weil der Priester Reue gezeigt und sich entschuldigt habe, habe B├Ątzing ihn aber doch zum Bezirksdekan ernannt.

Die Pr├Ąsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, wies am Mittwoch darauf hin, dass es sich nach ihrer Kenntnis nicht um strafrechtlich relevante Vorg├Ąnge gehandelt habe. "Aber die Frage, warum Bischof B├Ątzing in dieser Situation den betreffenden Priester dann als Regionaldekan eingesetzt hat, das ist nat├╝rlich eine Frage, die wahrscheinlich nicht nur ich mir stelle, und insofern gehe ich schon davon aus, dass hier er zu einem Fehler m├Âglicherweise in der Vergangenheit auch Stellung nehmen muss."

B├Ątzing verteidigte die Bef├Ârderung des Pfarrers am Mittwoch. Der Vorfall liege schon viele Jahre zur├╝ck, und der Priester habe Reue gezeigt und sich entschuldigt, sagte der Bischof der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig betonte er: "Jede Art von Bel├Ąstigung, von ├ťbergriffigkeit, sowohl verbal als auch k├Ârperlich, ist ein No-Go. Und das akzeptiere ich in keinster Weise."

Der bis Sonntag laufende Katholikentag umfasst 1500 Veranstaltungen und findet erstmals seit vier Jahren wieder in Pr├Ąsenz statt, allerdings mit viel weniger Teilnehmern als zuletzt, etwa 25.000. Darunter sind allein 7000 Mitwirkende. Zum Katholikentag 2018 in M├╝nster waren 90.000 Menschen gekommen.

Wie soll sich die Kirche zum Ukraine-Krieg verhalten?

Angesichts dieses R├╝ckgangs mussten sich die Verantwortlichen fragen lassen, warum der ungleich kleinere Katholikentag in Stuttgart mit zehn Millionen Euro genauso viel koste wie der besucherstarke in M├╝nster und ob es noch gerechtfertigt sei, so viel ├Âffentliches Geld daf├╝r auszugeben. Der Kirchenrechtler Thomas Sch├╝ller kritisierte Katholikentage als "kostspielige Strohfeuer ohne Nachhaltigkeit".

Stetter-Karp r├Ąumte ein, die Anmeldezahlen h├Ątten nicht nur mit Corona zu tun, sondern auch damit, dass die katholische Kirche durch eine "krisenhafte Situation" gehe. "Es ist bestimmt kein Zufall, dass wir im Programm ├╝ber 30 Veranstaltungen zu den dr├Ąngenden Reformfragen in der katholischen Kirche haben."

Ein anderes ├╝berragendes Thema ist der Ukraine-Krieg. Gerade f├╝r Christen stelle der russische Angriff eine Herausforderung dar, sagte Stetter-Karp der Deutschen Presse-Agentur. Prinzipiell seien Christen in der Nachfolge von Jesus der Gewaltfreiheit und dem Frieden verpflichtet. "Gleichzeitig k├Ânnen wir seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges den Ukrainern nicht ihr Recht auf einen souver├Ąnen Staat, auf ihre Unversehrtheit und ein Leben in Freiheit absprechen. Das f├╝hrt in der Friedensethik zu massiven Verunsicherungen."

Auch Papst Franziskus nahm in einer Botschaft zum Katholikentag auf den Krieg in der Ukraine Bezug. "So sind wir in diesen Tagen mit unseren Gedanken bei den Menschen in der Ukraine, und wir beten f├╝r alle Menschen, deren Leben bedroht und beeintr├Ąchtigt ist", schrieb das Oberhaupt der katholischen Weltkirche. "Gerade auch in den Krisen unserer Zeit d├╝rfen wir Gott sei Dank erleben, wie gro├č diese Bereitschaft vieler ist, f├╝r andere auch Opfer zu bringen."

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