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Reinhold Würth verzeichnet Verlust in Millionenhöhe nach Anti-AfD-Aufruf


Zeichen für Demokratie
Anti-AfD-Brief: Würth berichtet von Umsatzeinbußen

Von t-online, lec

Aktualisiert am 03.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Reinhold WürthVergrößern des BildesReinhold Würth, Vorsitzender des Unternehmensbeirats der Würth-Gruppe: Er hat seinen Mitarbeitern vom Wählen der AfD abgeraten. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa/dpa-bilder)
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Nach seiner klaren Positionierung gegen die AfD verzeichnete Würth Einbußen beim Umsatz. Darum sei es dem Unternehmer jedoch ohnehin nicht gegangen.

Vor etwa zwei Monaten wandte sich die Unternehmerlegende Reinhold Würth in Form eines Briefes an die Belegschaft seines Unternehmens Würth, in dem er davor warnte, die AfD zu wählen. Zwar erhielt der 89-Jährige für seine klare Positionierung gegen die AfD größtenteils Zustimmung, doch wie er nun in einem Interview mit dem "Handelsblatt" berichtet, hatte der Aufruf gegen die AfD auch negative Folgen.

So habe sein Unternehmen einige Kunden verloren. Dem "Handelsblatt" sagt er: "Wir haben dadurch rund 1,5 Millionen Euro Umsatz verloren." Würth geht jedoch auch davon aus, dass sein Unternehmen "aus Sympathie" umso mehr Aufträge erhalten habe. Doch um die wirtschaftlichen Implikationen seiner politischen Aussage "ginge es ohnehin nicht", lässt er das "Handelsblatt" wissen.

Ein klares Zeichen für die Demokratie

Stattdessen sei es Würth um ein klares Zeichen für die Demokratie gegangen. Über die Zukunft Deutschlands mache er sich nämlich "große Sorgen". "Viele Wähler der rechten Szene merken offenbar gar nicht, dass sie mit ihrem Tun tendenziell totalitäre Zustände wie in der DDR zurückholen – diesmal nur nicht von links, sondern von rechts", so der Unternehmer. Ferner gebe es bei der AfD Anzeichen, dass "die Werte des Grundgesetzes unterwandert werden".

Mit seinem Brief wolle Würth "einen kleinen Teil dazu beitragen, dass unsere Kinder und Enkel auf dem Boden unseres wunderbaren Grundgesetzes in Freiheit und Liberalität weiterleben können." Würth kündigt zudem an, auch in Zukunft weiter seine politischen Ansichten zu teilen.

Besonders das Thema Remigration habe ihn beschäftigt, auch weil der Erfolg seines Unternehmens und auch Deutschlands laut Würth ohne Zuwanderung niemals möglich gewesen wäre. Zwar sei Kritik an der Zuwanderung "bis zu einem gewissen Grad berechtigt", jedoch gelte es auch das "Menschenrecht politisch Verfolgter" zu respektieren. Überdies seien Erzählungen von einem vermeidlichen Bevölkerungsaustausch laut Würth "Quatsch".

Würth ist einer der reichsten Deutschen

Würth begann im Alter von 14 Jahren eine Lehre im damals kleinen Betrieb seines Vaters, ehe er diesen nach dessen Tod 1954 als 19-Jähriger übernahm. Heute ist er Vorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats. Der Milliardär zählt zu den reichsten Deutschen.

Für den Handelskonzern mit seinem Namen arbeiten aktuell nach eigenen Angaben mehr als 87.000 Menschen. Im Geschäftsjahr 2023 lag das Betriebsergebnis vor Steuern nach vorläufigen Zahlen mit 1,4 Milliarden Euro zwar unter dem Vorjahreswert von 1,6 Milliarden Euro. Es handele sich dabei aber immer noch um das zweitbeste Betriebsergebnis in der Geschichte des Unternehmens.

Verwendete Quellen
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