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Wahlrecht: Barley will mehr Frauen in den Bundestag bekommen

Mehr Frauen in den Bundestag  

Barley fordert Quotenregelung für das Wahlrecht

11.11.2018, 13:51 Uhr | dpa

Wahlrecht: Barley will mehr Frauen in den Bundestag bekommen. Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin, spricht beim SPD-Debattencamp: Die Ministerin bemängelt den niedrigen Frauenanteil im Bundestag. Ein Vorschlag von ihr: Auf den Kandidatenlisten der Parteien abwechselnd Männer und Frauen aufisten. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)

Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin, spricht beim SPD-Debattencamp: Die Ministerin bemängelt den niedrigen Frauenanteil im Bundestag. Ein Vorschlag von ihr: Auf den Kandidatenlisten der Parteien abwechselnd Männer und Frauen aufisten. (Quelle: Jörg Carstensen/dpa)

Die Bundesjustizministerin drängt auf eine Reform des Wahlrechts, um den Frauenanteil im Bundestag zu vergrößern. Sie hofft auf Unterstützerinnen aus anderen Parteien. 

Zur Erhöhung des Frauenanteils im Bundestag drängt Bundesjustizministerin Katarina Barley auf eine Änderung des Wahlrechts in Deutschland. In Frankreich stünden zum Beispiel auf den Kandidatenlisten der Parteien abwechselnd Männer und Frauen, sagte die SPD-Politikerin der "Bild am Sonntag". Eine andere Möglichkeit wären größere Wahlkreise mit zwei direkt gewählten Abgeordneten unterschiedlichen Geschlechts.

Von der Regierungsbank aus schaue sie auf die Fraktionen von AfD, FDP und CDU/CSU, sagte Barley. "Da sitzt ganz oft ein Meer von grauen Anzügen. Der Frauenanteil dort beträgt zwischen 10 bis knapp über 20 Prozent. Das ist krass. Ändern wird sich das wohl nur durch ein neues Wahlrecht."

Unterstützung für den Vorschlag sucht sie nicht nur links

Die SPD-Politikerin forderte CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer auf, in Verhandlungen über eine Wahlrechtsreform einzutreten: "Das Wichtigste ist, dass sich Frauen dafür zusammenschließen. Das wird mit Grünen und Linken gehen." Aber auch Kramp-Karrenbauer habe ein Paritätsgesetz ins Gespräch gebracht. "Da nehme ich sie beim Wort."


Als doppelt irritierend bezeichnete der erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, den Vorstoß. "Denn auch noble Ziele darf man nicht mit verfassungswidrigen Vorschlägen verfolgen. Das gilt erst recht für eine Bundesjustizministerin."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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