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Lufthansa dementiert Schuld an Angela Merkels G20-Panne

Defekter Flieger  

Lufthansa dementiert Schuld an Merkels G20-Panne

27.12.2018, 14:02 Uhr | Lufthansa dementiert Schuld an Merkels G20-Panne, dpa, AFP

Schaden an Regierungsflugzeug verzögert Merkels G20-Reise (Screenshot: Reuters)
Merkel verpasst G20-Auftakt wegen Flugzeugpanne

Das Regierungsflugzeug "Konrad Adenauer" mit Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz an Bord musste am Donnerstag auf dem Flughafen Köln-Bonn landen.

Regierungsflieger-Panne. Angela Merkel musste mit einem Linienflug zum G20-Gipfel in Buenos Aires weiterfliegen. (Quelle: Reuters)


Eine fehlerhafte Lötstelle soll Auslöser der peinlichen Panne des Merkel-Flugs zum G20-Gipfel gewesen sein. Die Lufthansa und das Verteidigungsministerium dementierten die Vorwürfe.

Die Panne am Regierungsflugzeug von Kanzlerin Angela Merkel Ende November ist einem "Spiegel"-Bericht zufolge auf einen Fehler des Wartungsunternehmens Lufthansa Technik zurückzuführen. Dies ergebe sich aus einem vertraulichen Untersuchungsbericht der Bundeswehr, berichtete das Nachrichtenmagazin am Donnerstag. Lufthansa Technik wie auch das Verteidigungsministerium wiesen den Vorwurf zurück.

Falsche Notfall-Checkliste?

Dem "Spiegel"-Bericht zufolge versäumte es die Lufthansa-Tochter, die Flugbereitschaft der Bundeswehr über ein neu eingebautes digitales Kommunikationssystem zu informieren. Als das System während des Fluges zum G20-Gipfel ausgefallen sei, habe sich die Crew der Regierungsmaschine auf eine falsche Notfall-Checkliste verlassen. Es sei ihr deshalb nicht gelungen, das Funksystem wieder hochzufahren.

Ohne reguläre Funkverbindung konnte die Maschine den Flug nach Argentinien nicht fortsetzen. Die Langstreckenmaschine musste wieder umkehren und mit vollen Tanks in Köln landen – kein ungefährliches Manöver, denn durch das hohe Gewicht der Maschine heizen sich die Bremsen stark auf. Statt mit der Flugbereitschaft flogen die Kanzlerin und Finanzminister Olaf Scholz am nächsten Tag mit einer Linienmaschine zum G20-Gipfel nach Buenos Aires.

Lufthansa Technik: "Sämtliche Vorgaben eingehalten"

Das Verteidigungsministerium widersprach dem Bericht. "Maßgeblich für den Zwischenfall war ein Ausfall eines Bauteils, in der Folge auch der Funkgeräte. Dies liegt nicht an Lufthansa Technik", sagte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch Lufthansa wies die Vorwürfe zurück. Technik-Konzernsprecher Jens Krüger sagte: "Die Lufthansa Technik hat zu jedem Zeitpunkt sämtliche luftrechtlichen Vorgaben eingehalten. Das gilt auch für den Umgang mit den Dokumentationspflichten." Zu Einzelheiten äußerte er sich nicht.

Lufthansa Technik, eine Tochter der Fluglinie, soll den A340 der Flugbereitschaft 2009 umgebaut haben und den Jet seitdem regelmäßig warten. Zur Flugbereitschaft gehören nach Angaben der Luftwaffe 14 Flugzeuge der Hersteller Airbus und Bombardier. Die Maschinen sollen unter anderem Regierungsmitglieder auf Kurz-, Mittel- und Langstrecken befördern.

Verwendete Quellen:

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