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Wegen Ukraine: SPD kritisiert Angela Merkel scharf

Einmischung in Wahlkampf?  

SPD kritisiert Angela Merkel scharf

15.04.2019, 15:52 Uhr | dpa

Merkel empfängt ukrainischen Präsidenten Poroschenko (Quelle: Reuters)
Berlin: Angela Merkel empfängt Petro Poroschenko

Die Kanzlerin würdigte die engen Beziehungen zur Ukraine und bekräftigte, dass Deutschland weiter fest an der Seite des Landes stehe. (Quelle: Reuters)

Berlin: Kurz vor der entscheidenden Stichwahl in der Ukraine hat Angela Merkel den Präsidenten Poroschenko empfangen. (Quelle: Reuters)


Angela Merkel hat den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Berlin empfangen. Die SPD, Merkels Koalitionspartner, findet das aus einem bestimmten Grund gar nicht gut.

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko deutlich kritisiert. "Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat", sagte Schmid dem "Spiegel".

"So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden." Merkel hätte aus Sicht von Schmid besser zugleich auch das Gespräch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen. So hatte es Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gemacht.

Erstmals Kritik von Koalitionspartner

Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen.

Angela Merkel und Petro Poroschenko: Die SPD hat das Treffen der Kanzlerin mit dem ukrainischen Präsidenten kritisiert. (Quelle: dpa/Michael Kappeler)Angela Merkel und Petro Poroschenko: Die SPD hat das Treffen der Kanzlerin mit dem ukrainischen Präsidenten kritisiert. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

Oppositionspolitiker hatten Merkels Poroschenko-Treffen schon zuvor kritisiert. Die Kanzlerin ließ das Argument, sie betreibe damit Wahlkampfhilfe für ihn, jedoch nicht gelten. Mit dem SPD-Außenpolitiker Schmid kritisiert nun auch erstmals ein Koalitionspartner das Vorgehen der Kanzlerin. 
 

 
Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April statt. Poroschenko liegt in Umfragen hinter Herausforderer Selenskyj. Er ist Politneuling und eigentlich als Komiker bekannt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Artikel von "Spiegel online"

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