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SPD-Chefin Manuela Schwesig: "Ich habe keine Angst vor Neuwahlen"

SPD-Chefin Manuela Schwesig  

"Ich habe keine Angst vor Neuwahlen"

27.06.2019, 09:19 Uhr | dpa

SPD will mit Doppelspitze aus der Krise finden

Erstmals in der deutschen Parteiengeschichte können sich Teams um den Parteivorsitz bewerben. (Quelle: Reuters)

Neue Wege für neue Vorsitzende: Die kommissarische SPD-Spitze hatte vor Kurzem dazu aufgerufen, sich als Team um den Vorsitz der Sozialdemokraten zu bewerben. (Quelle: Reuters)


Die SPD befindet sich im Umfragetief, die Parteivorsitzende Manuela Schwesig sieht die Sozialdemokraten trotzdem gut aufgestellt für einen Wahlgang. Und will auch den Anspruch auf die Kanzlerschaft gewahrt sehen.

Die kommissarische SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig sieht ihre Partei gerüstet für den Fall einer Neuwahl. "Ich habe keine Angst vor Neuwahlen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Auch wenn die SPD in einer schwierigen Lage ist: Wir können eine Wahl jederzeit gut bestreiten – personell wie inhaltlich."

In Umfragen liegen die Sozialdemokraten derzeit bundesweit unter 15 Prozent. Schwesig betonte gleichwohl: "Die SPD sollte den Anspruch, den Kanzler zu stellen, niemals aufgeben. Auch jetzt nicht." Die neue Parteiführung werde sich mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob die SPD in der Regierung bleibe. "Es wird darauf ankommen, ob man eine positive Prognose hat für die weitere Regierungsarbeit."

"Müssen das Frau und Mann sein"

Schwesig rechtfertigte die Entscheidung der SPD, den Weg für eine Doppelspitze freizumachen. "Wenn zwei Parteivorsitzende zusammenhalten, sich ergänzen und einander vertrauen, dann kann eine Doppelspitze ein Gewinn sein", sagte die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, die selbst nicht für den Parteivorsitz kandidieren will.



Der frühere SPD-Chef Franz Müntefering wies darauf hin, dass die Partei in der Vergangenheit immer mal wieder eine Doppelspitze gehabt habe. "Es waren aber immer nur Männer, die Macht und Verantwortung geteilt haben", sagte der 79-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Heute ist klar: Wenn es eine Doppelspitze gibt, dann müssen das Frau und Mann sein. Das ist zeitgemäß. Es ist ein wirklicher Fortschritt."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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