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Umfrage: Zufriedenheit mit Ampel erreicht neuen Tiefpunkt


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Zufriedenheit mit Ampel auf neuem Tiefpunkt

Von afp, dpa
Aktualisiert am 06.10.2022Lesedauer: 3 Min.
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Christian Lindner, Olaf Scholz und Robert Habeck: Die Zustimmung zur Ampelregierung ist weiter gesunken. (Quelle: IMAGO/Chris Emil Janssen)
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Für eine Regierungskoalition würde es für die Bundesregierung nicht mehr reichen, wenn am kommenden Sonntag Wahlen wären. Die Union legt an Beliebtheit zu.

Die Ampelkoalition verliert weiter an Zustimmung. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die drei Parteien des Bündnisses laut dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"Deutschlandtrend" nur noch auf zusammen 43 Prozent der Stimmen. Die Union legt dagegen einen Prozentpunkt zu und ist mit 28 Prozent erneut stärkste Kraft. Die AfD verbesserte sich um zwei Punkte auf 15 Prozent und verzeichnete damit den höchsten Wert seit Dezember 2019.

In der Ampelkoalition bleibt der Wert für die SPD mit 17 Prozent unverändert auf niedrigem Niveau. Die Grünen büßten im Vergleich zum September drei Prozentpunkte ein und fielen auf 19 Prozent. Die FDP verlor einen Punkt auf sieben Prozent. Die oppositionelle Linke verharrte derweil bei fünf Prozent.

Nur 29 Prozent mit Bundesregierung zufrieden

Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung sinkt laut der Befragung noch einmal auf einen neuen Tiefpunkt seit dem Start der Ampelregierung im Dezember 2021. Anfang Oktober waren demnach 29 Prozent der Wahlberechtigten mit der Arbeit der Koalition sehr zufrieden oder zufrieden (minus zwei Punkte); 68 Prozent sind damit unverändert, weniger oder gar nicht zufrieden.

Betrachten die Wahlberechtigten die an der Regierung beteiligten Parteien getrennt, so schneiden die Grünen noch am besten ab. Jeder Dritte (34 Prozent) ist mit ihrer Arbeit sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden – das sind neun Prozentpunkte weniger als noch im August. Mit der Arbeit der SPD sind 27 Prozent zufrieden (minus sieben Punkte), bei der FDP sind es 20 Prozent (minus vier). Jeweils eine deutliche Mehrheit ist indes unzufrieden mit der Arbeit von Grünen (63 Prozent), SPD (68 Prozent) und FDP (74 Prozent).

Schlechte wirtschaftliche Aussichten

Auch die ökonomische Lage schätzt eine große Mehrheit der Befragten negativ ein. Vier von fünf (80 Prozent) bewerten die aktuelle wirtschaftliche Situation als weniger gut beziehungsweise schlecht: Das sind doppelt so viele wie vor der Bundestagswahl im September 2021. Damit sei die Bewertung der wirtschaftlichen Lage derzeit so schlecht wie seit 2009 nicht mehr. Nur 20 Prozent bezeichnen die Lage als sehr gut beziehungsweise gut.

Auch der Blick in die Zukunft ist demnach sorgenvoll. Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) glaubt, die wirtschaftliche Lage in Deutschland werde in einem Jahr schlechter als heute sein. Nur 12 Prozent glauben, dass sie dann besser sein wird. Insgesamt geben die Verhältnisse in Deutschland für 85 Prozent Anlass zur Beunruhigung (plus 34 Prozent zum April 2020), nur für 11 Prozent geben sie Anlass zur Zuversicht (minus 33 Prozent). Auch das ist ein Rekord: Seit Beginn der Messung 1997 war die Zuversicht noch nie so gering.

Optimistisch ist die Mehrheit der erwerbstätigen Menschen dagegen mit Blick auf die Sicherheit ihres Arbeitsplatzes: Aktuell machen sich 19 Prozent Sorgen um ihren Job, eine Mehrheit von 79 Prozent gibt an, wenige beziehungsweise gar keine Sorgen zu haben, den Arbeitsplatz zu verlieren. Die Sorgen um Preissteigerungen sind dafür hoch: Eine Mehrheit (57 Prozent) macht sich derzeit große beziehungsweise sehr große Sorgen, dass die Preise so stark steigen, dass sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können. 42 Prozent haben diesbezüglich wenige oder gar keine Sorgen.

Kritik am Entlastungspaket

Kritisch sehen die Menschen die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung. Drei Viertel sind mit der Entlastung der Bürger angesichts steigender Preise weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden. Sieben von zehn (71 Prozent) sagen das auch von der Entlastung der Wirtschaft wegen der hohen Energiepreise. Auch bei der Sicherung der Energieversorgung ist eine Mehrheit (70 Prozent) mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden; 27 Prozent sind damit zufrieden.

Das Institut Infratest dimap befragte für den "Deutschlandtrend" von Montag bis Mittwoch 1307 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP und dpa
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