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Christian Lindner gegen Kubicki: FDP-Wahlkampf ohne Koalitionsaussage

Lindner über Koalitions-Optionen  

"Ich schließe nichts aus"

03.04.2017, 10:11 Uhr | dpa

Christian Lindner gegen Kubicki: FDP-Wahlkampf ohne Koalitionsaussage. Wolfgang Kubicki und Christian Lindner wollen sich bei der Bundestagswahl alle Optionen offen lassen. (Quelle: dpa)

Wolfgang Kubicki und Christian Lindner wollen sich bei der Bundestagswahl alle Optionen offen lassen. (Quelle: dpa)

In der FDP-Führung gehen die Einschätzungen über die Anknüpfungspunkte mit Union und SPD auseinander - auch wenn man einig ist, sich bei der Bundestagswahl ein Bündnis mit beiden prinzipiell offenzuhalten. Anders als der Vorsitzende Christian Lindner sieht sein Stellvertreter Wolfgang Kubicki den Abstand der FDP zu beiden Parteien gleichgroß. 

"Der Weg der Union zu uns ist nicht kürzer als der der Sozialdemokratie. Besonders weit von uns entfernt sind Horst Seehofer und die CSU", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Hingegen bekräftigte Lindner im ARD-"Bericht aus Berlin", dass aus seiner Sicht die Schnittmenge der FDP mit der Union derzeit größer ist. Bei aller Kritik an der CDU-Vorsitzenden, Kanzlerin Angela Merkel, stehe sie "der FDP näher als SPD und Grüne".

Anknüpfungspunkte mit der SPD

Kubicki sieht Anknüpfungspunkte mit der SPD in gesellschaftlichen Fragen. "SPD und FDP wollen ein Zuwanderungsgesetz, um den ungeregelten Zustrom nach Deutschland einzudämmen und zu regulieren. Auch bei der Inneren Sicherheit und in der Rechtspolitik sehe ich Gemeinsamkeiten. Es gibt auch Ansatzpunkte in der Wirtschaftspolitik", sagte er. "Wer allerdings glaubt, jetzt gehe es nur noch darum, Wohltaten zu verteilen, der ist schief gewickelt."

Für ein Bündnis von SPD und FDP wären aber voraussichtlich noch die Grünen als weiterer Partner nötig - nach den derzeitigen Umfragen hätten sie jedoch auch zu dritt keine Mehrheit.

Lindner: "Ich schließe nichts aus"

Generell erteilt Lindner einem solchen Bündnis ebenfalls keine Absage: "Ich schließe nichts aus, wenn sich die SPD statt rückwärtsgewandt zu reden auf Vorwärts besinnt - aber im Moment bewegt sie sich ja von uns weg", hatte er im "Tagesspiegel am Sonntag" gesagt.

Einig sind sich beide, eine Koalitionsaussage für die Bundestagswahl im September zu vermeiden.

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