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"Partei braucht eigenen Kopf" | Simone Lange reicht Bewerbung um SPD-Vorsitz ein


"Partei braucht eigenen Kopf"
Simone Lange reicht Bewerbung um SPD-Vorsitz ein

Aktualisiert am 16.03.2018Lesedauer: 1 Min.
Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange macht ernst: Beim Parteitag im April will sie gegen Andrea Nahles um den Posten als SPD-Chefin antreten.Vergrößern des BildesFlensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange macht ernst: Beim Parteitag im April will sie gegen Andrea Nahles um den Posten als SPD-Chefin antreten. (Quelle: Christian Charisius/dpa-bilder)
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Flensburgs Oberbürgermeisterin macht ernst. Simone Lange hatte angekündigt, gegen Andrea Nahles um den Posten als SPD-Chefin zu kämpfen. Jetzt reicht sie ihre Bewerbung ein.

Die mit SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles um den SPD-Vorsitz konkurrierende Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange pocht auf eine Trennung von Partei- und Fraktionsvorsitz. "Die Partei braucht einen eigenen Kopf", sagte die 41-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Die Posten müssten getrennt sein, um die SPD effektiv zu erneuern. Lange will auf dem SPD-Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden gegen Nahles antreten. An diesem Freitag startet sie eine Deutschlandtour und reicht ihre Bewerbungsunterlagen offiziell im Berliner Willy-Brandt-Haus ein.

Nach dem Rücktritt von Martin Schulz als Parteichef hatte die SPD-Spitze sich für die Bundestags-Fraktionschefin Nahles als Nachfolgerin ausgesprochen. Um den Eindruck zu vermeiden, es würden Fakten geschaffen, übernahm zunächst der stellvertretende Parteivorsitzende Olaf Scholz kommissarisch den Posten.

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Lange: Weg von der Agenda 2010

An der Basis kritisierten dennoch viele, dass der Parteivorsitz damit von oben herab bestimmt werde und die Mitglieder nicht mitreden dürften. Nach der historischen Niederlage der SPD bei der Bundestagswahl ist der Ruf nach mehr Mitsprache und Erneuerung in der Partei lauter geworden.

Lange fordert unter anderem, die SPD müsse sich für die unter Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verabschiedete Agenda 2010, zu der die Einführung von Hartz IV gehörte, entschuldigen. Die Partei müsse für einen sozialen Fortschritt stehen, sagte sie der dpa.

Verwendete Quellen
  • dpa
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