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YouTuber Rezo: Partei antwortet mit Brief auf "Die Zerstörung der CDU"

"Zerstörung der CDU"  

CDU antwortet mit Brief auf YouTuber-Video

23.05.2019, 16:12 Uhr | dpa, AFP, t-online.de, TiK

 (Quelle: t-online.de)
"Zerstörung der CDU": CDU und SPD reagieren auf Rezo-Video

Das Video "Zerstörung der CDU" des YouTubers Rezo ist über fünf Millionen Mal angeklickt worden. Es hat die Union kurz vor den Europawahlen unter Druck gesetzt. Denn Rezo geht mit der CDU hart ins Gericht.

"Zerstörung der CDU": Das ist die Abrechnung von Rezo im Video, so reagieren CDU und SPD. (Quelle: t-online.de)


Das Video "Die Zerstörung der CDU" ist in wenigen Tagen fast fünf Millionen Mal geklickt worden. Jetzt antwortet die Partei mit einem Brief – und der CDU-Generalsekretär lädt YouTuber Rezo zum Gespräch ein.

Die CDU antwortet mit einem Brief auf das YouTube-Video "Die Zerstörung der CDU": Kurz vor der Europawahl am Sonntag steht die Partei unter Druck, denn der fast einstündige Clip wurde über fünf Millionen Mal angeklickt. Darin rechnet der 26-jährige YouTuber Rezo an einer Vielzahl von Beispielen mit der Politik von CDU und CSU in den vergangenen Jahren, aber auch mit SPD und AfD, ab.

"Verkürzt, um zu provozieren"

Jetzt nimmt die Partei mit einem Brief zu dem Video von Rezo Stellung, der auf der Parteiseite online ging. Überschrieben ist der Text mit "Wie wir die Sache sehen" und beginnt mit den Sätzen: "Viele Menschen haben in den vergangenen Tagen über Dein YouTube-Video gesprochen. Es spitzt Kritikpunkte zu und verkürzt, um zu provozieren. Das ist nichts Neues in der politischen Auseinandersetzung – zumal im Wahlkampf." 

Weiter schreibt die Partei: "Wir haben in der CDU gemeinsam überlegt, wie wir mit Deiner Kritik und der Form, in die Du sie packst, umgehen. Brauchen wir eine schnelle Reaktion? Müssen wir dem medialen Druck nachgeben?"

Amthor-Clip soll nicht mehr kommen

Vorher wurde von der CDU angekündigt, dass der 26-jährige Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor in einem eigenen Video auf Rezo antworten sollte, die Partei hatte das Video für Mittwochnachmittag versprochen. Der Clip wird nach Informationen von t-online.de jetzt gar nicht mehr erscheinen. 

Auch dazu erklärt sich die Partei in dem Brief: "Wir hatten uns für eine Antwort auf derselben Ebene entschieden – für ein Video. Wir haben ein klasse Produkt erarbeitet, in dem das steckt, was die Mitarbeiter der CDU wie die Wahlkämpfer im Europawahlkampf, Landtagswahlkampf in Bremen und im Kommunalwahlkampf in zehn Ländern derzeit jeden Tag geben: Herzblut, Einsatz und Kreativität."

Dann hat sich die Partei dagegen entschieden, nach einer Abwägung, wie sie schreiben: "Auf eine steile These folgt bei uns nicht die hastige Antwort, auf eine kühne Interpretation von Statistiken reagieren wir unsererseits nicht mit vereinfachenden Schlüssen. Antworten zu geben, die über den Tag hinaus tragen, das erfordert Zeit, das erfordert Maß und Mitte. Die Währung von YouTubern sind Klickraten. Die Währung einer Volkspartei wie der CDU ist Vertrauen."

Jedoch soll sich der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Mittag um 13.30 Uhr bei einem öffentlichen Statement äußern. 

In mehreren abgesetzten Tweets fordert Paul Ziemiak den YouTuber Rezo zudem zum Gespräch auf, "lass uns miteinander reden", und zeigt sich auch selbstkritisch: "In der Diskussion um Uploadfilter haben wir nicht den richtigen Ton angeschlagen, das können wir besser", er wolle sich mit Rezo treffen und verspricht: "Philipp Amthor kommt auch."

Bereits vorher hatte Ziemiak Schwächen seiner Partei beim Erreichen junger Menschen im Internet eingeräumt. "Wir müssen online präsenter sein. Wir müssen das Internet noch mehr nutzen, um komplexe Fragen verständlicher darzustellen", sagte Ziemiak den Zeitungen des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

"Daraus müssen wir lernen"

Ziemiak beklagte im RND mit Blick auf das Video ein Übermaß an Populismus, Beleidigungen und falschen Vereinfachungen in sozialen Medien. Der CDU-Generalsekretär räumte aber ein, auch bei der Vermittlung ihrer Position zur Reform des europäischen Leistungsschutzrechts zu wenig durchgedrungen zu sein.


"Die Debatte um die EU-Urheberrechtsreform hat gezeigt, wie schwer wir es oft haben, junge Menschen zu erreichen. Mich beschäftigt das sehr. Daraus müssen wir lernen", sagte Ziemiak. In diesem Streit hatte es ebenfalls auf einer Reihe von YouTube-Kanälen massive Kritik an der Bundesregierung gegeben, hier oft auch direkt an CDU und CSU.

Verwendete Quellen:

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