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Georg Günther: Er will Angela Merkels Erbe im Heimat-Wahlkreis antreten


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Er will Merkels Erbe antreten

Von dpa
Aktualisiert am 16.05.2021Lesedauer: 3 Min.
Georg Günther: Er ist der Bundestagskandidat im Merkel-Wahlkreis.
Georg Günther: Er ist der Bundestagskandidat im Merkel-Wahlkreis. (Quelle: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa-bilder)
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Kanzlerin Angela Merkel wird in diesem Jahr ihre politischen Ämter aufgeben. Dazu gehört auch der Wahlkreis Vorpommern-Rügen. Ihr Nachfolger steht fest – aber wer ist das eigentlich?

Georg Günther steht in der Außenstelle des CDU-Kreisverbands Vorpommern-Rügen in Grimmen unter prominenter Beobachtung. Von Wahlplakaten an der Wand schaut Angela Merkel über seine Schulter. Ihren bisherigen Wahlkreis will Günther als Direktkandidat bei der Bundestagswahl für die CDU gewinnen. Steht Günther also künftig neben Merkel-Plakaten? "Ja, ich hoffe doch, wenn das erfolgreich ist", sagt der 33-Jährige.


Leben und Karriere der Angela Merkel

Kindheit und Jugend verbringt Angela Dorothea Kasner, so ihr Mädchenname, in der DDR. Sie kommt zwar in Hamburg zur Welt - am 17. Juli 1954. Die Eltern ziehen jedoch schon bald nach Brandenburg.
Der Vater, Horst Kasner (hier mit seiner Frau Herlind bei Merkels Vereidigung im Jahr 2005), tritt nur wenige Wochen nach der Geburt seiner Tochter eine Pfarrstelle im brandenburgischen Quitzow an.
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Merkel hatte bei allen acht Wahlen seit 1990 das Direktmandat in dem Wahlkreis gewonnen, zu dem ihr der damalige CDU-Landeschef Günther Krause verhalf. Weder in ihrer Brandenburger Heimat noch in ihrem Wohnort Berlin hatte sich für die Vize-Sprecherin der letzten DDR-Regierung seinerzeit ein Platz gefunden. So wich sie in den Norden aus. Vor längerer Zeit hatte sie angekündigt, 2021 nicht mehr anzutreten. Ende Februar war Günther zu ihrem Nachfolger im Wahlkreis 15 Vorpommern-Rügen/Vorpommern-Greifswald I gewählt worden.

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Kandidatur ist "Fluch und Segen"

Hier zu kandidieren, sei "Fluch und Segen zugleich", sagt er. Es sei eine Ehre, hier anzutreten. Die Kandidatur sei aber kein Selbstläufer. "Ich fange wirklich von Null an." Er müsse noch bekannter werden.

Günther kommt aus der Region. Er wurde in Greifswald geboren und zog als Kind in die nahe gelegene Gemeinde Süderholz, in der er immer noch wohnt. Bei der CDU sei er unter anderem gelandet, weil die Partei in seiner Region tief kommunalpolitisch verwurzelt sei und sich hier immer für Arbeitsplätze stark gemacht habe.

Günther war Kreisvorsitzender der Jungen Union und ist seit 2018 deren Landeschef. Dennoch kommt er nicht als konservativer Lautsprecher daher. Er würde sich nicht als "strikt konservativ" bezeichnen, sondern je nach Thema auch "ein Stück weit liberal".

Merkel rief Günther an

Merkel habe sich jahrelang verlässlich für Projekte vor Ort eingesetzt. Sie wisse, wen sie anzurufen habe und lese regelmäßig die Lokalzeitung. "Da, wo sie die Zeit hat, da nimmt sie sich die auch", so Günther. Ihn habe sie nach seiner Nominierung beglückwünscht und ihm Unterstützung angeboten.

Als "Kommunalpolitiker durch und durch", bezeichnet sich Günther. Bereits als Schülersprecher habe er sich etwa für die Modernisierung eines Sportplatzes, für besseres Schulessen oder die Sanierung einer Straße engagiert. Seit 2014 ist er Mitglied der Gemeindevertretung, wo er seit einigen Jahren auch den Finanzausschuss leitet.

"Ich kann gut zuhören", sagt Günther und sieht hier zusammen mit seinem Pragmatismus Parallelen zu Merkel. Typisch für ihn sei zudem, dass er nichts verspreche, was er nicht halten könne. CDU-Landeschef Michael Sack nennt Günther einen "fleißigen, klugen und inhaltlich sehr starken Nachwuchspolitiker" und hebt dessen "sachliche, offene Art und seine ausgeprägte Verlässlichkeit" hervor.

"Ich kämpfe hier wirklich für die Demokratie"

Günther will sich unter anderem für den Abbau von Bürokratie und die Digitalisierung in Verwaltung, Wirtschaft und Bildung einsetzen. Auch die Zusammenarbeit etwa zwischen Ländern und dem Bund müsse sich verbessern. Er verwies auf Erfahrungen mit dem Digitalpakt Schule oder der Corona-Pandemie. Für die Region wolle er sich etwa für Infrastrukturprojekte stark machen.

Mit Blick auf die AfD als Konkurrenz sagt Günther: "Ich bin wirklich erschrocken davon, wie die AfD sich mittlerweile auch hier in Vorpommern-Rügen organisiert hat und wohin sie abgedriftet ist." Mit ihrer Unterstützung für ein völkisch-nationales Mitglied als Direktkandidaten habe sich vor allem die AfD in Vorpommern-Rügen in die "rechtsextreme Ecke" begeben. AfD-Landeschef Leif-Erik Holm trete dem nicht deutlich genug entgegen. Da müsse er dagegenhalten: "Ich kämpfe hier wirklich für die Demokratie."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Eine Kolumne von Gerhard Spörl
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