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CDU gibt Ergebnis der Mitgliederbefragung bekannt

Von dpa
Aktualisiert am 17.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Friedrich Merz, Norbert R├Âttgen, Helge Braun: Die drei Politiker kandidieren um den Parteivorsitz.
Friedrich Merz, Norbert R├Âttgen, Helge Braun: Die drei Politiker kandidieren um den Parteivorsitz. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
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├ťber drei Bewerber konnten die CDU-Mitglieder abstimmen, an diesem Freitag wird das Ergebnis bekannt gegeben. Wahrscheinlich ist, dass es zu einer Stichwahl kommen muss.

Update: Das Ergebnis ist nun bekannt. Mehr dazu lesen Sie hier.


Laschet-Nachfolge: Das sind nun die Hoffnungstr├Ąger

Nadine Sch├Ân: Die saarl├Ąndische CDU-Politikerin w├Ąre fast aus dem Bundestag geflogen, doch weil Peter Altmaier und Annegret Kramp-Karrenbauer auf ihre Mandate verzichteten, rutscht sie nach. Die 38-J├Ąhrige gilt als versierte Digitalpolitikerin ihrer Partei und als k├╝nftiges Aush├Ąngeschild.
Die Bremer CDU-Politikerin Wiebke Winter: Die 25-J├Ąhrige sitzt bereits im Parteivorstand und macht sich mit der "Klimaunion" f├╝r die Einhaltung des 1,5 Grad-Zieles stark. Insider sagen: Jemand wie sie k├Ânnte W├Ąhler von den Gr├╝nen zur├╝ck zu den Konservativen holen.
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CDU-Generalsekret├Ąr Paul Ziemiak gibt an diesem Freitag das Ergebnis der Mitgliederbefragung ├╝ber den Nachfolger von Parteichef Armin Laschet bekannt. Bei der Pr├Ąsentation in der Parteizentrale in Berlin wollten auch die drei Kandidaten Friedrich Merz, Norbert R├Âttgen und Helge Braun dabei sein.

Als Bewerber mit den besten Chancen gilt parteiintern nach wie vor Merz. Die Parteimitglieder k├Ânnen erstmals in der Geschichte der CDU eine Vorentscheidung ├╝ber den Parteivorsitz treffen.

Fast zwei Drittel nahmen teil

An der Befragung hatten sich nach CDU-Angaben vom Donnerstag knapp zwei Drittel der rund 400.000 Mitglieder beteiligt. Nach Informationen aus der CDU nahmen genau 248.360 Mitglieder teil ÔÇô 64,3 Prozent aller Parteibuchbesitzer. Auf Twitter schrieb die CDU, 132.617 Mitglieder h├Ątten ein Onlinevotum abgegeben (53,4 Prozent), 115.743 Mitglieder stimmten per Brief ab (46,6 Prozent).

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Die Partei bedankte sich auf Twitter: "Fast eine Viertelmillion haben bei der #Mitgliederbefragung mitgemacht, knapp zwei Drittel aller @CDU-Mitglieder. Danke f├╝r diese starke Beteiligung!"

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Sollte keiner der Bewerber im ersten Durchgang mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten, wird eine Stichwahl n├Âtig. Diese w├╝rde am 29. Dezember beginnen und bis zum 12. Januar dauern. Das Ergebnis einer m├Âglichen zweiten Runde soll nach den Pl├Ąnen der CDU am 14. Januar bekannt gegeben werden. Offiziell muss der neue Vorsitzende von den 1.001 Delegierten eines digitalen Parteitags am 21./22. Januar gew├Ąhlt werden. Anschlie├čend muss die Wahl per Briefwahl best├Ątigt werden.

So l├Ąuft das Wahlverfahren

Die drei Bewerber gelten als Vertreter unterschiedlicher Richtungen in der CDU. Ex-Unionsfraktionschef Merz gilt nach wie vor als Liebling der Konservativen und des Wirtschaftsfl├╝gels. Seine Anh├Ąnger erhoffen sich von ihm eine R├╝ckbesinnung auf ein klares konservatives Profil, das bei der damaligen Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel vermisst worden war. Der Au├čenpolitiker R├Âttgen gilt seinen Anh├Ąngern als modern und politisch eher in der Mitte verortet. Ebenfalls zu den Vertretern der politischen Mitte z├Ąhlt der fr├╝here Kanzleramtschef Helge Braun ÔÇô dem von internen Kritikern angelastet wird, er stehe f├╝r eine Fortsetzung der Politik Merkels.

Helge Braun, Norbert R├Âttgen und Friedrich Merz (v.l.) bei einer ihrer Vorstellungsrunden.
Helge Braun, Norbert R├Âttgen und Friedrich Merz (v.l.) bei einer ihrer Vorstellungsrunden. (Quelle: Michael Kappeler/dpa)

R├Âttgen und Merz hatten bereits Anfang des Jahres f├╝r den Vorsitz kandidiert ÔÇô und damals auf einem Parteitag gegen Laschet verloren. F├╝r Merz ist es sogar der dritte Anlauf auf den Parteivorsitz, nachdem er nach dem R├╝ckzug von Merkel vom Vorsitzendenamt im Dezember 2018 gegen Annegret Kramp-Karrenbauer verloren hatte.

Partei- und Fraktionsvorsitz in einer Hand?

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) w├╝rde sein Amt gerne ├╝ber den April hinaus aus├╝ben ÔÇô bis dahin ist er vorerst gew├Ąhlt. Ob dies gelingt, h├Ąngt auch davon ab, wer neuer Parteivorsitzender wird. R├Âttgen und Braun haben deutlich gemacht, dass sie den Fraktionsvorsitz nicht anstreben. Anders k├Ânnte es aussehen, wenn Merz gewinnt. Zwar hat auch er noch nicht offiziell einen Anspruch auf den Chefposten in der Fraktion erhoben ÔÇô es gilt aber als nicht unwahrscheinlich, dass er dies tun wird.

Merz sagte dazu der Funke Mediengruppe (Donnerstag): "Dass der Vorsitz der CDU und die F├╝hrung der Unionsfraktion in einer Hand liegen sollten, ist ein prinzipieller Satz, der gilt." Auf Nachfrage, ob sich Brinkhaus eine neue Aufgabe suchen k├Ânne, wenn er zum Parteichef gew├Ąhlt werde, erg├Ąnzte Merz: "Ich denke ├╝ber dieses Thema im Augenblick wirklich nicht nach. Diese Frage steht gegenw├Ąrtig nicht auf der Tagesordnung." Zugleich betonte er: "Ralph Brinkhaus und ich kommen gut klar."

Die Hauptaufgaben des neuen CDU-Vorsitzenden

Auf den neuen CDU-Vorsitzenden kommen zahlreiche Aufgaben zu. So ist zu erwarten, dass er das Adenauerhaus, die Parteizentrale, neu aufstellen wird. Damit d├╝rfte parteiintern die Grundlage f├╝r die Arbeit in der Opposition gelegt werden.

Neben der personellen Neuaufstellung der kompletten Parteispitze bei dem Online-Parteitag im Januar d├╝rfte zu den wichtigsten Aufgaben des neuen Parteichefs die inhaltliche Profilierung der CDU z├Ąhlen. Auch intern wurde im Zusammenhang mit dem Wahlkampf bem├Ąngelt, dass die Partei nach den 16 Jahren von Merkel im Kanzleramt inhaltlich ausgezehrt wirkte.

Was wird aus dem Verh├Ąltnis zur CSU?

Laschet hatte sich im Fr├╝hjahr einen zehnt├Ągigen Machtkampf mit CSU-Chef Markus S├Âder um die Kanzlerkandidatur der Union geliefert, den er f├╝r sich entschied. W├Ąhrend des Wahlkampfs gab es daraufhin immer wieder Sticheleien S├Âders gegen Laschet. Das Verh├Ąltnis der beiden Unionsschwestern gilt seither als belastet. F├╝r den k├╝nftigen CDU-Vorsitzenden wird es darum gehen, wieder einen normalen, partnerschaftlichen Umgang mit S├Âder aufzubauen.

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Dieser sagte der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag): "Wir sind alle froh, dass der Prozess der Neufindung abgeschlossen wird mit einem neuen CDU-Vorsitzenden. Nach diesem schwierigen Jahr m├╝ssen wir in der Union alles tun, um wieder st├Ąrker zusammenzuwachsen. Der neue CDU-Vorsitzende und ich als CSU-Vorsitzender wissen, dass der Zusammenhalt verbessert werden kann."

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  • Annika Leister
Von Annika Leister
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