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  • Erst Haaland weg, jetzt auch Lewandowski: Das ist ein Drama f├╝r die Bundesliga


Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung ├╝bernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Das ist echt ein Drama

  • Florian Harms
Von Florian Harms

Aktualisiert am 13.05.2022Lesedauer: 5 Min.
Robert Lewandowski kehrt M├╝nchen offenbar den R├╝cken.
Robert Lewandowski kehrt M├╝nchen offenbar den R├╝cken. (Quelle: imago-images-bilder)
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Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser,

liegt es daran, dass heute Freitag, der 13. ist? Wohl kaum, das Drama besch├Ąftigt uns ja schon seit Tagen. Okay, Drama ist ein starkes Wort. Aber manchmal braucht es starke Worte, um die Emotionen von Millionen Menschen zu beschreiben. Selbst in Zeiten des Krieges darf man ja mal auf etwas anderes blicken als auf die Schlachtfelder der Weltpolitik.

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Auf den kleinen Feldern, auf denen das Runde ins Eckige muss, spielt sich in diesen Tagen tats├Ąchlich ein Drama ab. Jedenfalls f├╝r jene Menschen, die im Fu├čball mindestens die wichtigste Nebensache der Welt sehen. Da gibt es jene wie meinen Kollegen Noah Platschko und mich, die ihr schw├Ąbisches Herz an den VfB Stuttgart geh├Ąngt haben und schon wieder vor den Relegationsspielen zittern m├╝ssen. Das hat schon beim letzten Mal ├╝bel geendet. Und es gibt jene, die bisher kein Spiel des FC Bayern und der Borussia aus Dortmund verpasst haben, weil die beiden Klubs all das bieten, was den Rasensport so faszinierend macht.

Die Zeiten deutscher Weltklassekicker sind ja leider schon l├Ąnger vorbei. Die Zeiten, in denen gleich mehrere deutsche Mannschaften die internationalen Wettbewerbe aufrollten, sind es erst recht. Gut, die M├╝nchner holten vor zwei Jahren wieder mal den Champions-League-Pott, aber das war im Corona-Ausnahmemodus, als viele Klubs schw├Ąchelten. Das z├Ąhlte nur halb. Ansonsten siegen im wichtigsten europ├Ąischen Vereinswettbewerb seit Jahren nur Spanier und Engl├Ąnder. Und in der Europa League? Genau, Spanier und Engl├Ąnder. Erwartbar ist das und auf Dauer recht frustrierend f├╝r Fans, die noch von Lars Rickens Siegtor-Lupfer 1997 schw├Ąrmen oder gar von Felix Magaths Zauberschuss im Europapokalfinale anno 1983.

Damit das Gekicke deutscher Teams wenigstens ein bisschen Glanz verstrahlt, braucht es Weltstars und die kamen in den vergangenen Jahren aus dem Ausland: Der Pole Robert Lewandowski bei den Bayern und der Norweger Erling Haaland bei den Borussen haben das Grau der Bundesliga-Welt Samstag f├╝r Samstag aufgehellt und Millionen Fans begl├╝ckt. Acht Jahre lang ist der Robert f├╝r die Lederhosen ├╝ber den Platz gest├╝rmt und hat in 363 Spielen sagenhafte 333 Tore reingeballert. So eine Quote schaffen sonst nur Messi oder Ronaldo. Auch Erling Haaland, der Wunderknabe aus Norwegen, r├Ąumt gegnerische Abwehrspieler wie Mikadost├Ąbchen aus dem Weg: 61 Tore in 65 Bundesligaspielen, grandios. Wenn die beiden Zauberst├╝rmer auflaufen, macht jedes Spiel Spa├č ÔÇô egal, ob im Stadion oder vor der Glotze. Egal, ob man Fan der Bayern und Borussen ist oder nicht.

Erling Haaland verl├Ąsst Dortmund.
Erling Haaland verl├Ąsst Dortmund. (Quelle: imago-images-bilder)

Doch nun ist der Zauber vorbei. Herr Haaland will lieber in Manchester weiterzaubern, mit den Dortmundern kann er n├Ąmlich nichts gewinnen. Au├čerdem verdient er oben auf der Insel wohl 23 Millionen Euro ÔÇô pro Jahr. Alles in allem geht es bei seinem Transfer sogar um mehr als 250 Millionen Euro, wie unser Sportchef Robert Hiersemann berichtet. Und dann kam gestern auch noch die Meldung, dass Herr Lewandowski seinen Vertrag in M├╝nchen ebenfalls nicht zu verl├Ąngern beabsichtigt. Schlimmer noch: Er will offenbar sofort weg, angeblich nach Barcelona. Dort wei├č man ziemlich gut, wie das mit dem Zaubern geht.

"Wir w├Ąren dumm, einen Spieler zu verkaufen, der 30 bis 40 Tore pro Saison erzielt", hat Oliver Kahn k├╝rzlich gesagt. Der war auch mal ein Zauberer auf dem Platz, nur halt mit den H├Ąnden. Heute h├Ąndelt er die Geschicke des FC Bayern. Tja, sieht so aus, als w├Ąren sie ziemlich dumm da unten in M├╝nchen. Sieht so aus, als w├Ąre auch der nach Gerd M├╝ller zweiterfolgreichste Torsch├╝tze der Bundesliga bald weg aus Deutschland. Und zur├╝ck bleibt das Grau.

Wie zu h├Âren ist, suchen die M├╝nchner nun f├╝r diverse Positionen ihrer Mannschaft Verst├Ąrkung. Namen kursieren. Hugo Ekitike hei├čt einer, Ryan Gravenberch ein anderer. Haben Sie nie geh├Ârt? Dann sind Sie nicht allein. "Glauben Sie mir, wir sind dabei, eine Mannschaft aufzubauen, die die Champions League gewinnen kann", sagt der Olli. Aber einen Zauberer wie Paul Pogba von Manchester United wird er kaum bezahlen k├Ânnen. Der verlangt angeblich 18 Millionen Euro. Pro Jahr. Ja, Zauberer sind s├╝ndhaft teuer heutzutage. Das kann man durchaus pervers finden.

Was ist also das Fazit an diesem Freitag, den 13.? Das kommt auf die Haltung an. Entweder man beklagt, dass hierzulande bald nur noch Mittelma├č gegen Mittelma├č kickt. Oder man glaubt dem Olli und hofft, dass er einen neuen Robert entdeckt, der noch keine perverse Summe kostet. Wenn dann auch noch die Borussia ein Talent wie einst Haaland und am besten auch noch die Leipziger einen k├╝nftigen Zauberer finden, dann w├Ąre es fast nicht mehr schlimm, dass der VfB wom├Âglich bald im Untergeschoss kickt.


Bild des Tages

Erstes Bild vom Schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxie
Das Schwarze Loch Sagittarius A*. (Quelle: EHT collaboration/dpa)

So sieht es also aus, das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstra├če, 27.000 Lichtjahre von uns entfernt. Genau genommen: die Umgebung des Lochs, denn das Loch selbst ist ja unsichtbar ÔÇô obwohl es die viermillionenfache Masse der Sonne besitzt. Erm├Âglicht wurde die Aufnahme durch den Zusammenschluss von acht Sternwarten auf vier Kontinenten. Jetzt w├╝sste man nat├╝rlich gern, ob dahinter irgendwo auch Leben ist.


Kampf um die Macht am Rhein

Weil Nordrhein-Westfalen das bev├Âlkerungsreichste Bundesland ist, gelten Landtagswahlen an Rhein und Ruhr als kleine Bundestagswahlen. Entsprechend gro├č ist der Aufwand, mit dem die Parteien vor der Abstimmung am Sonntag um Stimmen werben ÔÇô zumal das Ergebnis enger werden d├╝rfte als k├╝rzlich in Schleswig-Holstein.

Bei ihrem heutigen Wahlkampfabschluss bieten CDU, SPD und Gr├╝ne allesamt Prominenz auf: W├Ąhrend der amtierende CDU-Ministerpr├Ąsident Hendrik W├╝st vom Glanz des Nord-Wahlsiegers Daniel G├╝nther profitieren m├Âchte, schickt die SPD Kanzler Olaf Scholz zur Unterst├╝tzung f├╝r Thomas Kutschaty. Die Gr├╝nen stellen ihrer Spitzenkandidatin Mona Neubaur Vizekanzler Robert Habeck an die Seite. Optimistisch m├╝ssen sie sich kurz vorm Finale nat├╝rlich alle geben. Denn es wird wohl richtig eng.

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G7 im L├Ąndle

W├Ąhrend die G7-Au├čenminister heute weiter in Ostholstein tagen, begr├╝├čt Landwirtschaftsminister Cem ├ľzdemir in Stuttgart seine Amtskollegen der f├╝hrenden demokratischen Wirtschaftsm├Ąchte zum G7-Agrarministertreffen. Nat├╝rlich geht es auch dort um die Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine: Das Land z├Ąhlt zu den wichtigsten Weizenexporteuren, kann wegen der blockierten H├Ąfen im Schwarzen Meer aber nichts mehr ausf├╝hren. Deshalb wird dringend eine L├Âsung gesucht, wie sich 20 Millionen Tonnen Getreide auf dem Landweg verkaufen lassen. Das Korn wird in Afrika dringend gebraucht.

Was lesen?

Digitalminister Volker Wissing meint, das Hochladen von Essensfotos im Internet schade dem Klima. Hat er recht? Schauen Sie mal.


Was geschieht wirklich in der umk├Ąmpften Ostukraine? Unser Reporter Daniel M├╝tzel war dort. Hier ist sein Bericht.


Aufruhr im Ahrtal: Erstmals demonstrieren Flutopfer wegen schleppender Hilfen beim Wiederaufbau. Die Betroffenen f├╝rchten jedoch, dass Demokratiefeinde ihre Proteste kapern, berichtet unser Rechercheur Lars Wienand.


Was am├╝siert mich?

Jeder kann etwas f├╝r den Frieden tun.

(Quelle: Mario Lars)

Ich w├╝nsche Ihnen einen friedlichen Freitag. Kommen Sie unbeschadet hindurch!

Herzliche Gr├╝├če

Ihr

Florian Harms
Chefredakteur t-online
E-Mail: t-online-newsletter@stroeer.de

Mit Material von dpa.

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