Sie sind hier: Home > Panorama > Unglücke >

Wirbelsturm "Lekima" fegt über China – mindestens 32 Tote

Schwere Regenfälle  

Wirbelsturm "Lekima" fegt über China – mindestens 32 Tote

11.08.2019, 13:45 Uhr | dpa

 (Quelle: t-online.de)
Taifun in China: Über eine Million Menschen evakuiert

Taifun Lekima hat die Ostküste von China erreicht und sorgt für Verwüstung. Der Sturm ist mit bis zu 187 Kilometern pro Stunde bei der Stadt Wenling auf Land getroffen. (Quelle: t-online.de)

Taifun "Lekima": Der Wirbelsturm sorgt in China für viel Verwüstung und Tote. (Quelle: t-online.de)


Nachdem der Sturm "Lekima" in Japan und Taiwan gewütet hat, sorgte er nun auch in China für Chaos. Über 30 Menschen kamen zu Tode, weitere werden vermisst. Shanghai ist im Ausnahmezustand. 

Durch den Taifun "Lekima" sind in China mindestens 32 Menschen ums Leben gekommen. 16 weitere Menschen wurden vermisst, wie chinesische Staatsmedien berichten. Die meisten Toten gab es demnach im Kreis Yongjia (Provinz Zhejiang). Dort war es im Dorf Yantan wegen der starken Regenfälle zu einem Erdrutsch gekommen, der einen Fluss anstaute, wodurch ein künstlicher See entstand. Als dieser brach, entluden sich die Wassermassen und rissen Menschen hinfort.

Mit heftigem Regen, hohen Wellen und Sturmböen hatte "Lekima" am Samstag in der ostchinesischen Stadt Wenling das Festland erreicht. Der Wirbelsturm, für den die Behörden zunächst die höchste Warnstufe ausgegeben hatten, zog danach weiter nach Norden. Mehr als eine Million Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Staatsmedien zeigten Bilder von überfluteten Straßen sowie von umgestürzten Strommasten und Bäumen.

Disneyland bleibt geschlossen

"Lekima" sorgte auch in den Millionenstädten Hangzhou und Shanghai für schwere Regenfälle. Betroffen waren zudem die Provinzen Anhui, Fujian und Jiangsu. Behörden warnten, dass es zu Erdrutschen oder Überschwemmungen kommen könnte.

In Shanghai wurden zahlreiche Sehenswürdigkeiten, Museen und Parks geschlossen. Erstmals musste auch das 2016 eröffnete Disneyland in Shanghai wegen schlechten Wetters geschlossen bleiben. Auch die Magnetschwebebahn, die eigentlich zum Shanghaier Flughafen Pudong fährt, stellte den Betrieb ein. Viele Schnellzugverbindungen im Osten Chinas wurden eingestellt. Hunderte Flüge fielen aus.

Neunter Taifun in der Region in diesem Jahr

Zuvor hatte der Taifun am Freitag in Japan und Taiwan gewütet. Er brachte viel Regen nach Nordtaiwan, in der Folge waren nach Behördenangaben mehr als 3.000 Haushalte ohne Strom. Mehr als 500 Flüge wurden gestrichen. Ein 64-jähriger Mann kam beim Baumfällen ums Leben. Mehr als 2.500 Menschen in hochwassergefährdeten Gebieten wurden in Sicherheit gebracht.

In Japan waren mehr als 60 Flüge und etwa 150 Fährverbindungen in der Region der Ryukyu-Inseln gestrichen worden. Mindestens vier Menschen in der Präfektur Okinawa wurden verletzt, wie lokale Medien berichteten.
 

 
"Lekima" ist der neunte Taifun in der Region in diesem Jahr. Die kräftigen Wirbelstürme treten immer wieder in den Sommermonaten auf und beeinträchtigen zahlreiche Staaten in Südostasien.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal