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SEK-Einsatz: Mordverdächtiger streamt eigene Festnahme

SEK-Einsatz  

Mordverdächtiger streamt eigene Festnahme

15.01.2019, 17:49 Uhr | dpa

 (Quelle: Merkur)
Mutmaßlicher Mörder filmt sich selbst - und sein Verderben

Ein Mann aus Schwerte hat seine Festnahme durch das SEK der Polizei per Facebook Live Video gefilmt und ins Netz gestellt. Er wird verdächtigt, eine Frau ermordet zu haben. (Quelle: Merkur)

Mordverdacht: Ein Mann in Schwerte hat seine eigene Festnahme durch ein SEK per Facebook live ins Netz gestellt. (Quelle: Merkur)


Ein mutmaßlicher Mörder ist in Schwerte vom SEK verhaftet worden – und streamte währenddessen bei Facebook. Der Mann soll eine Seniorin umgebracht und anschließend ihre Wohnung in Brand gesetzt haben. 

Ein Mordverdächtiger im Ruhrgebiet ist während einer eigenen Live-Übertragung bei Facebook von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) überrascht und festgenommen worden. Der 49-Jährige steht im Tatverdacht, eine 72-Jährige getötet und danach Feuer in ihrem Haus gelegt zu haben. Bei seiner Festnahme am Sonntag in seiner Wohnung platzte das Spezialeinsatzkommando der Polizei in eine langatmige Video-Übertragung, wie der ermittelnde Staatsanwalt am Dienstag auf Nachfrage bestätigte. Das Online-Portal "Mein Schwerte" und die "Bild"-Zeitung hatten zuvor berichtet.

Nach anfänglichem Klingeln und mehrfachem Knallen zeigt das Video, wie mehrere Polizisten die Wohnung stürmen und den inzwischen vor Schreck am Boden Kauernden festsetzen. Dann wird das Bild schwarz. Zur Frage, ob die Polizei von der Übertragung wusste und sie sich zunutze machen konnte, wollte der Staatsanwalt keine Stellung nehmen. "Zu Einsatzvorbereitungen des SEKs kann ich keine Angaben machen", sagte er.

Ermittlungen dauern an

Inzwischen sitzt der 49-Jährige wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Er soll mit massiver Gewalt gegen die Frau vorgegangen sein und dann ein Feuer gelegt haben. Feuerwehrleute waren am Donnerstag vergangener Woche auf die mit Brandwunden übersäte Leiche gestoßen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

In dem mehr als 100 Minuten langen Video filmt sich der Mann zuvor in seiner Wohnung – mehr oder weniger beim Nichtstun: Er hat Kerzen aufgestellt, sitzt am Tisch, sieht fern und trinkt Kaffee, steht hin und wieder zum Rauchen am Fenster auf oder richtet die Kamera neu aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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