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Kriegsangst der Deutschen steigt seit dem Ukraine-Krieg an


Kriegsangst der Deutschen nimmt zu

Von t-online
Aktualisiert am 07.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Ukrainische Soldaten im Dezember in der Region Bachmut: Besonders im Osten der Ukraine werden erneut erbitterte Kämpfe erwartet.
Ukrainische Soldaten im Dezember in der Region Bachmut: Die erbitterten Kämpfe in der Ukraine halten an. (Quelle: Chris McGrath/Getty Images)
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Seit dem Ukraine-Krieg hat die Angst auch hierzulande zugenommen, so eine Umfrage. In anderen Ländern zeigen sich allerdings noch mehr Menschen besorgt.

In Deutschland ist die Angst vor Kriegen und anderen Konflikten innerhalb von zwölf Monaten deutlich gestiegen. Das geht aus Umfragen der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) hervor, aus welchen "Table.Media" zitiert. Sorgten sich im Herbst 2021, vor dem russischen Angriff auf die Ukraine, noch 47 Prozent der Befragten vor kriegerischen Konflikten, die Deutschland betreffen würden, lag der Wert dem Bericht zufolge ein Jahr später bei 69 Prozent.

Im Vergleich mit den drei anderen EU-Staaten Frankreich, Polen und Lettland, wo die Umfragen ebenso durchgeführt wurden, ist der deutsche Sprung um 22 Prozentpunkte der stärkste Anstieg.

In anderen Ländern ist Angst noch weiter verbreitet

Gleichzeitig ist die Angst der Deutschen vor Krieg allerdings insgesamt weniger stark verbreitet als in anderen Staaten. Der Aussage: "Ich befürchte, dass Kriege und andere Konflikte in Zukunft mein Land betreffen werden", stimmten in Deutschland im Herbst vergangenen Jahres 69 Prozent der Befragten zu – in Frankreich waren es 74, in Lettland 83 und in Polen 84 Prozent.

Auch die Sorge vor einer nuklearen Eskalation ist in Deutschland mit 55 Prozent der Befragten am niedrigsten. Sie liegt dem Bericht zufolge bei Anhängern der SPD, der Grünen, der CDU und der Linken zwischen 58 und 60 Prozent, bei der AfD sind es 48 Prozent und bei der FDP 45 Prozent der Befragten.

"Die Angst ist zurück"

Gefragt nach der Wahrscheinlichkeit eines direkten Krieges mit Russland sagten in Lettland 61 Prozent der Befragten, dass sie es für möglich hielten. In Polen sind es 58 Prozent, Frankreich 50, Deutschland 48 Prozent.

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"Die Angst ist zurück in der Bevölkerung", zitierte "Table.Media" den Studienleiter Christos Katsioulis von der Friedrich-Ebert-Stiftung. Nötig sei deshalb eine regelmäßige und transparente Kommunikation aus der Politik. "Wir müssen diese Ängste ernst nehmen, ohne uns davon lähmen zu lassen. Es ist nötig zu erklären, warum uns die derzeitige Situation Entscheidungen abverlangt, die wir bis dato als außenpolitische Tabubrüche eingestuft hätten", betonte Katsioulis.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 8.000 Menschen in Deutschland, Polen, Frankreich und Lettland befragt, davon 2.013 in Deutschland. Die Umfragen wurden im September und Oktober 2021 und im selben Zeitraum 2022 durchgeführt.

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