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"Tag der Befreiung" - Ende zweiter Weltkrieg: Warum nicht jeder am 8.Mai feiert

Ende des Zweiten Weltkriegs  

Warum nicht jeder den 8. Mai als "Tag der Befreiung" sieht

Von Liesa Wölm

08.05.2019, 16:03 Uhr
"Tag der Befreiung" - Ende zweiter Weltkrieg: Warum nicht jeder am 8.Mai feiert. Demo zum "Tag der Befreiung": Am 8. Mai 1945 mussten die deutschen Streitkräfte ihre Waffen niederlegen. (Quelle: imago images/Alexander Pohl)

Demo zum "Tag der Befreiung": Am 8. Mai 1945 mussten die deutschen Streitkräfte ihre Waffen niederlegen. (Quelle: Alexander Pohl/imago images)

Der Zweite Weltkrieg endete im Jahr 1945. Dabei gilt der 8. Mai als entscheidender Tag, an dem die Deutschen kapitulierten, der sogenannte "Tag der Befreiung". Viele feiern hingegen an anderen Tagen. 

Der 8. Mai 1945 markiert die bedingungslose Kapitulation Deutschlands und damit das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.  Er ist als Gedenktag in die Geschichte eingegangen und wird als "Tag der Befreiung" bezeichnet – denn mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs endete auch die Herrschaft der Nationalsozialisten.

Vor 74 Jahren – allerdings schon am 7. Mai – unterzeichnete die Wehrmacht im französischen Reims bedingungslos den Kapitulationsvertrag. Datiert war die Kapitulation auf den 8. Mai. Auch weil die Nachricht einige Zeit brauchte, um zu allen noch kämpfenden Einheiten vorzudringen. Deshalb stellt dieser Tag, der 1945 auf einen Dienstag fiel, für viele das tatsächliche Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa dar. 

Doch das Datum ist für einige Deutsche umstritten: In Berlin und Essen etwa gilt der 9. Mai, damals ein Mittwoch, als eigentlicher Tag des Kriegsendes. In Krefeld galt der Sonntag und in Duisburg der Donnerstag als Tag X. Am 9. Mai gedenken auch die Russen dem Ende des Kriegs, weil die Wehrmacht am 8. Mai nochmals gegenüber der Sowjetunion kapitulieren musste. Weil die Zeit fortgeschritten war bei der Unterzeichnung, war es in Moskau bereits der 9. Mai. 

Kapitulationsbeschluss dauerte bis in die Nacht

Nicht ohne Grund streiten sich deshalb Historiker darum, wann der "Tag der Befreiung" gefeiert werden sollte. Am 7. Mai 1945 beschlossen die Alliierten, dass alle deutschen Streitkräfte bis zum 8. Mai, 23.01 Uhr ihre Kampfhandlungen niederlegen mussten. 

Die Festlegung eines gesetzlichen Feiertages konnte in der Bundesrepublik nicht durchgesetzt werden. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gilt der 8. Mai als offizieller Gedenktag. Zum 75. Jahrestag wird Berlin den 8. Mai 2020 einmalig als Feiertag festlegen.
 

 
Ob gesetzlicher Feiertag oder nicht: In Europa wird der 8. Mai womöglich immer für die bedingungslose Kapitulation Deutschlands und damit für das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa stehen. Und damit einhergehend mit der Befreiung vom Nationalsozialismus. 

Verwendete Quellen:

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