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Stiftung Warentest: Schimmelentferner im Test

Stiftung Warentest  

Schimmelentferner Testsieger: Hausmittel tun es auch

13.05.2019, 10:30 Uhr | msh

Stiftung Warentest: Schimmelentferner im Test. Stiftung Warentest: Anti-Schimmelmittel (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Laut Stiftung Warentest eignen sich Hausmittel gut gegen Schimmel. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schimmelflecken gefährden die Gesundheit. Die Stiftung Warentest hat zuletzt im Jahre 2013 insgesamt 20 Mittel gegen Schimmel untersucht. Das Ergebnis: Alle Schimmelentferner töten Pilze, doch einige Sprays und Lösungen sind dabei wahre Chemiekeulen. Die bessere Wahl sind Produkte mit weniger Nebenwirkungen, darunter auch drei Hausmittel.

Wenn sich Schimmel in der Wohnung ausbreitet, kann das verschiedene Gründe haben. Neben Wärmebrücken, die durch falsche Dämmung entstehen können, kann falsches Lüften der Räume das Wachstum von Schimmelpilzen fördern. Auch ein permanent feuchtes Raumklima in Küche und Bad ist mitunter Ursache. Baumängel oder ein Wasserschaden können ebenso am Entstehen von Schimmel schuld sein.

Ist der Schimmelbefall großflächig, sollte in jedem Fall ein Fachmann zur Ursachensuche und Schimmelbeseitigung hinzugezogen werden. Vor allem bei befallener Tapete muss geklärt werden, ob der Schimmel auch unter der Tapete in die Wand reicht.

Bei kleineren und lokalen Schimmelflecken kann dem Problem mit Schimmelentferner zu Leibe gerückt werden.

Im Test: 20 Anti-Schimmel-Mittel

Die Tester der Stiftung Warentest nahmen sich 20 Mittel gegen Schimmel vor. Darunter die drei Hausmittel Brennspiritus (Ethanol), Isopropylalkohol und Wasserstoffperoxid, verschiedene Marken-Schimmelentferner sowie Anti-Schimmel-Farben und Zusätze für Wandfarben.

Erste Wahl, wenn keine Chemikalien zurückbleiben sollen: die drei allesamt für "gut" befundenen Hausmittel. Man bekommt sie in Drogerien und Apotheken für wenig Geld. Brennspiritus ist dabei mit etwa zwei Euro pro Liter am günstigsten.

Alkoholhaltige Hausmittel: Testsieger

Die preisgünstigen Hausmittel Brennspiritus und Isopropylalkohol wirken bei Schimmelbefall direkt und sofort, haben die Tester der Stiftung Warentest festgestellt. Die darin enthaltenen Alkohole verflüchtigen sich nach der Anwendung. Doch Vorsicht: bei Alkohol besteht Brandgefahr, wichtig ist deshalb gutes Lüften des Raums.

Die Anwendung ist einfach: Brennspiritus am besten mit Wasser im Verhältnis 3:1 verdünnen. Pinseln Sie die Lösung auf die von Schimmel befallene Fläche und lassen Sie sie trocknen. Danach die Fläche erneut behandeln.

Wasserstoffperoxid wirkt oxidierend und verwandelt sich in Wasser und Sauerstoff. Die im Test verwendete dreiprozentige Lösung zeigte sich als gut wirksam gegen Schimmelbefall. Eine konzentriertere Lösung wäre zwar noch wirksamer gegen die Pilze, kann aber bei Hautkontakt reizend wirken.

Um einen optimalen Effekt zu erzielen, sollte das Mittel mindestens zweimal auf die befallenen Stellen aufgetragen werden, so die Tester.

Achtung: Tragen Sie bei der Anwendung in jedem Fall Handschuhe und Schutzbrille.

Anti-Schimmel-Sprays: Testsieger

Bei den gekauften Markenprodukten schnitten die Sprays der Hersteller FLT, Hellweg, Toom, Max Bahr (nicht mehr am Markt vertreten) und der Mem Schimmelentferner am besten ab. Sie erhielten jeweils das Qualitätsurteil "Gut". Acht bis neun Euro für einen halben Liter muss man dafür zahlen.

Die Mittel enthalten Benzalkoniumchlorid oder Didecylmethylammoniumchlorid, welche die Pilze töten. Im Test zeigte sich auch eine vorbeugende Wirkung gegen Schimmel.

Aus gesundheitlicher Perspektive betrachten die Tester die Mittel als "befriedigend". Schädliche Nebenwirkungen wie Hautreizungen und Umweltbelastungen halten sich dabei in Grenzen.

  • Bei starkem Befall 
  • Entfernt kraftvoll und nachhaltig Schimmelpilzansätze, Stockflecken, Bakterien etc. 
  • Soforteffekt sichtbar 
  • Mit Aktiv-Chlor und Bleichwirkung 
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Gut wirkende Schimmelsprays ohne Biozide gibt es auch von Schimmel X (enthält Wasserstoffperoxid, aber kein Chlor) und von Leinos (enthält Ethanol). Sie kosten zwischen neun und elf Euro.

  • mit Wasserstoffperoxid
  • ohne Chlor
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Vorsicht vor Sprays mit Natriumhypochlorid!

Hypochlorithaltige Mittel - erkennbar am typischen Chlorgeruch - wirken laut Stiftung Warentest wie chemische Keulen. Sie treffen nicht nur den Schimmel, sondern zusätzlich die Atemwege der Anwender. Je größer die behandelten Flächen, desto stärker ist dabei die Luftbelastung.

Die Stiftung Warentest hat aus diesem Grund alle getesteten Mittel mit Natriumhypochlorit abgewertet, sie erhielten das Testurteil "Ausreichend".

Punktabzug für falsche Versprechen

Die Mittel Ago Quart Schimmelstop und Ago Schimmelentferner bekamen im Teilurteil Verwendungsbereich das Testurteil "Mangelhaft".

Der Grund: Der Anbieter Argo bewirbt seinen Schimmelentferner mit "extrem langer" Wirksamkeit. Der Quart Schimmelstop verhindere "15 bis 18 Monate" Schimmelbewuchs. Tatsächlich waren auf den Prüfflächen aber schon nach drei Wochen wieder Pilze sichtbar.

Wandfarbe mit Vorbeuge-Effekt: Testsieger

Damit sich Schimmelflecken nicht erneut ausbreiten, sollten die Wände trocken und warm gehalten werden. Wo dies nicht möglich sei, etwa bei Baumängeln wie Wärmebrücken, können Anti-Schimmel-Farben oder Farbzusätze helfen, rät Stiftung Warentest.

Auch diese Produkte haben die Tester unter die Lupe genommen. Sieben von acht Produkte zu Schimmelvorbeugung schnitten "Gut" ab. Darunter die vorbeugenden Farben von Alpina, Farbturm und Schöner Wohnen sowie die Anti-Schimmel-Konzentrate von Decotric und Baufan.

  • Wandfarbe/Spezialfarbe
  • Vorbeugender Schutz vor Schimmel
  • 2,5 Liter
  • waschbeständig
  • atmungsaktiv
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Wichtig: Hinweise beachten!

Die Stiftung Warentest rät: Lesen Sie bei gekauften Schimmelsprays oder - lösungen aus dem Baumarkt oder Supermarkt die Gebrauchsanleitung aufmerksam durch. Beachten Sie auch die Hinweise zum Arbeitsschutz mit Schimmelentfernern auf den Verpackungen.

Das komplette Testergebnis zu Anti-Schimmel-Mitteln finden Sie hier

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