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Stiftung Warentest: Die besten Matratzen 2020 im Test

Stiftung Warentest  

Die besten Matratzen 2020 im Test

Von Monika Salz

01.04.2020, 10:58 Uhr
Stiftung Warentest: Die besten Matratzen 2020 im Test. Matratzen im Test: Welche Matratze kann die Tester überzeugen? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/vadimguzhva)

Matratzen im Test: Welche Matratze kann die Tester überzeugen? (Quelle: vadimguzhva/Thinkstock by Getty-Images)

Die eine gute Matratze, auf der jeder bequem liegt und wunderbar schläft – gibt es die? Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe (04/2020) erneut 14 Kaltschaum-Matratzen getestet, die laut Anbieter für alle Körpertypen geeignet sind. Wir stellen die Testsieger vor und erklären, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Egal ob groß, klein, kräftig oder dünn – kann man ohne langes Probeliegen im Matratzenladen und langwierige Recherche einfach eine Universalmatratze kaufen und gut darauf schlafen? – Davon träumt so mancher des Nachts im Bett auf seiner unbequemen Matratze. Doch stimmen die Werbeversprechen der Hersteller wirklich? Und gibt es eine Matratze, die jeder ohne Bedenken kaufen kann? Die Stiftung Warentest hat das untersucht.

Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 14 Kaltschaummatratzen in der Größe 90 x 200 Zentimeter unter die Lupe genommen. Untersucht wurden Liegeeigenschaften, Haltbarkeit, Bezug, die Aspekte Gesundheit und Umwelt sowie Deklaration, Werbung und Handhabung der Matratzen.

Das Ergebnis: Insgesamt fünf Matratzen kamen auf das "test"-Qualitätsurteil "Gut", die restlichen neun schnitten mit einem "Befriedigend" ab.

Die Testsieger bei den Kaltschaummatratzen

Beste im Test sind gleich zwei Matratzen. Die  Meradiso 7-Zonen Kaltschaumkernmatratze von Lidl  und die MFO VitaSan 7-Zonen-Kaltschaummatratze bekamen beide jeweils das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,1)". Die Meradiso-Matratze von Lidl ist allerdings deutlich günstiger zu haben.

Testsieger 1: Meradiso 7-Zonen-Kaltschaum-Matratze von Lidl

Mit knapp unter 100 Euro ist der Testsieger unschlagbar günstig. Die 7-Zonen-Matratze erreichte das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,19)". Sie zeichnet sich durch gute Liegeeigenschaften aus. Diese Matratze ist für alle Körperbautypen in Seiten- und Rückenlage empfehlenswert. Lediglich sogenannte H-Typen (große, schwere Personen mit viel Gewicht an Bauch und Schultern) liegen in Rückenlage ungünstig.

Sehr gute Noten erreichte diese Matratze in den Prüfpunkten Haltbarkeit sowie Gesundheit und Umwelt. Die Tester monierten höchstens, dass sich mit der Zeit Knötchen auf dem Stoffbezug bilden (Pilling). Dies führte zu einer leichten Abwertung der sonst sehr guten Eigenschaften des Bezugs.

Bereits in der Untersuchung von Taschenfederkernmatratzen vom März 2019 kürte die Stiftung Warentest eine Lidl-Matratze zum Testsieger. Die Hn8 7-Zonen Taschenfederkern-Matratze Dynamic TFK bekam die Note "Gut (2,3)". Neben ihren guten Liegeeigenschaften, konnte sie vor allem im Testpunkt Haltbarkeit überzeugen.

Testsieger 2: MFO VitaSan 7-Zonen-Kaltschaum-Matratze

Auch die VitaSan 7-Zonen-Kaltschaummatratze von MFO bekam das "test"-Qualitäturteil "Gut (2,1)". Sie ist zwar teurer als das Modell von Lidl, dafür aber auch für große, schwere Personen mit viel Gewicht an Bauch und Schultern geeignet. Auch erhielt sie sehr gute Noten im Prüfpunkt Gesundheit und Umwelt. Wie bei der Matratze von Lidl monierten die Tester auch hier, dass sich mit der Zeit Knötchen auf dem Stoffbezug bilden. Dies führte ebenfalls zu einer leichten Abwertung der sonst sehr guten Eigenschaften des Bezugs.

Gut getestete und noch erhältliche Matratzen aus dem Test von Oktober 2019

Zuletzt wurden im Okober 2019 Matratzen von der Stiftung Warentest untersucht. Von den 18 getesteten Modellen bekamen insgesamt sechs Matratzen das "test"-Qualitätsurteil "Gut", zwölf das "test"-Qualitätsurteil "Befriedigend".

Sieger im Test waren zwei baugleiche Matratzen: die Dunlopillo Elements und die Emma One.

Die Testsieger 2019 bei den Kaltschaummatratzen

Beste im Test waren zwei baugleiche Matratzen. Die Dunlopillo Elements und die Emma One bekamen beide jeweils das "test"-Qualitätsurteil "Gut (1,7)", wobei die Emma One deutlich günstiger zu haben ist.

Der Testsieger: Emma One

Die harte Matratze Emma One überzeugt vor allem durch ihre Haltbarkeit, ihre guten Liegeeigenschaften und die Qualität des Bezugs. Dieser kann bei 40 Grad Celsius in der Waschmaschine gewaschen werden. Die Tester loben ausdrücklich, dass auf dieser Matratze (und der baugleichen Matratze von Dunlopillo) auch große, kräftige Personen gut liegen.

Die mittelfeste Matratze: Casper Essential Mattress

Die beste mittelfeste Matratze im Test hat das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,2)" erhalten. Die Tester loben die sehr gute Haltbarkeit des Modells. Die Liegeeigenschaften sind gut, der Bezug kann bei 60 Grad Celsius gewaschen werden, allerdings bilden sich bei der Nutzung der Matratze Knötchen auf dem Bezug (Pilling). Das kann empfindliche Menschen bei ihrem Schlafgenuss stören.

Die weiche Matratze: Bett1.de Bodygard

Das beste Ergebnis bei den weichen Matratzen erzielte die Bodygard von Bett1.de. Die Kaltschaummatratze erhielt das "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,3)". Sowohl bei den Liegeeigenschaften, der Haltbarkeit, Handhabung und den Gesundheits- und Umweltaspekten schnitt das Modell Bodyguard gut ab. Sie ist die einzige Matratze im Test mit neun Zonen. Neun Zonen sollen zu einer noch besseren Anpassung der Matratze an die Körperform führen, was jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen ist.

Unser Fazit zu den Testergebnissen

Preisgünstig und gut ist die Meradiso-Matratze von Lidl und für alle geeignet, die nicht zu den sogenannten H-Typen gehören. Für große und schwere Menschen empfiehlt sich eher der Testsieger aus dem Herbst 2019, die Emma One.

Härtegrad: Was bedeutet Stärke bei Matratzen?

Der Härtegrad gibt an, wie fest eine Matratze ist, und wird in Klassen von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr fest) angegeben. Leider sind die Härtegrade nicht normiert, jeder Hersteller legt sie für seine Matratzen also selbst fest. Der Härtegrad H2 eines Herstellers kann also genauso fest sein, wie der Härtegrad H3 bei einem anderen Hersteller. Außerdem bezieht sich der Härtegrad auf den Mittelpunkt einer Matratze, weshalb sich bei einer Mehrzonenmatratze nicht genau sagen lässt, wie fest sie insgesamt ist. Da hilft nur ausprobieren.

Grundsätzlich sollte die Matratze etwas weicher sein, wenn die Person selbst ein Leichtgewicht ist, und härter für schwerere Körper. Die Matratze soll die Wirbelsäule stützen, denn das verhindert Rückenschmerzen. Wer viel auf der Seite schläft, für den eignet sich eine Matratze, bei der Becken und Schultern leicht einsinken. So kann die Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. 

Ab etwa 15 Kilogramm Gewichtsunterschied brauchen Partner verschiedene Matratzen. In ein Bett mit 1,80 oder 2 Meter Breite legen Sie am besten grundsätzlich zwei einzelne Matratzen. So kann jeder die für sich geeignete Matratze wählen. 

Was sind die sieben Zonen einer Sieben-Zonen-Matratze?

Gute Matratzen sind in Liegezonen mit unterschiedlichem Stützbereich unterteilt. Es gibt Modelle mit drei, fünf, sieben und auch neun Zonen. Die Sieben-Zonen-Matratze ist am meisten verbreitet, dabei sind die Zonen wie folgt aufgeteilt:

  1. Kopf-Nacken-Zone (mittelfest)
  2. Schulter-Zone (weich)
  3. Lendenwirbel-Zone (fest)
  4. Becken-Zone (mittelweich)
  5. Bein-Zone (fest)
  6. Waden-Zone (weich)
  7. Fuß-Zone (mittelfest)

Die Zonen 5 bis 7 sind identisch mit den Zonen 1 bis 3, sodass man die Matratze auch drehen kann.

Rückenschläfer, Bauchschläfer oder Seitenschläfer?

Die meisten Menschen schlafen auf der Seite – gut zwei Drittel der Schlaftypen sind Seitenschläfer, dann folgen die Rückenschläfer; die Bauchschläfer bilden das Schlusslicht. Allerdings dreht sich der Mensch während des Schlafens mehrfach um, sodass es keine "reinen" Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer gibt. Besonders für Rücken- und Seitenschläfer gilt, dass der Schulter- und der Beckenbereich in die Matratze einsinken sollten, damit die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form gestützt wird. Bauchschläfer sollten auf jeden Fall eine mittelharte Matratze wählen, damit sie nicht zu tief einsinken, gleichzeitig die Muskeln aber auch entspannen können.

Matratzenarten und ihre Vorteile und Nachteile

Beim Kauf der Matratze hat man die Wahl zwischen Kaltschaummatratzen, Federkernmatratzen oder Latexmatratzen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Matratzenart für welchen Typ geeignet ist. Dabei gilt: Je mehr der genannten Punkte auf Sie zutreffen, desto besser passt die Matratze zu Ihnen. 

MatratzenartGeeignet für ...Worauf Sie achten sollten
Federkernmatratze... Menschen, die beim Schlafen nicht gern tief in die Matratze einsinken, viel schwitzen, ein höheres Körpergewicht haben und eine preisgünstige Matratze suchen.
Vorteil: sehr gutes Schlafklima, sehr guter Feuchtigkeitstransport
Nachteil: neigt zur Kuhlenbildung
Die Matratze sollte verschiedene Liegezonen haben und beim Probeliegen nicht nachfedern. Außerdem sollten die Federkerne nicht drücken.
Taschenfederkernmatratze... Menschen, die leicht schwitzen, ein hohes Körpergewicht haben, häufig die Schlafposition wechseln und weder zu weich noch zu fest liegen möchten.
Vorteil: angenehmes Schlafklima, sehr gute Belüftung
Nachteil: hohes Eigengewicht, neigt zur Kuhlenbildung
Je mehr Federn pro Quadratmeter verarbeitet wurden, desto fester ist die Matratze und desto punktgenauer passt sie sich dem Körper an. Nicht geeignet für extrem verstellbare Lattenroste.
Kaltschaummatratze... Menschen, die zwischen 40 und 90 Kilo wiegen (Ausnahme: XXL-Modelle bis 180 Kilo), die im Bett häufig die Schlafposition wechseln, nicht gern zu tief in die Matratze einsinken und bevorzugt mittelweich liegen.
Vorteil: gute Anpassungsfähigkeit, geringes Gewicht
Nachteil: schlechtere Belüftung
Meist gibt der Hersteller eine Gewichtsempfehlung für jeden Härtegrad an. Ein Bezug sollte mit einem klimaregulierenden Vlies versteppt sein. Gut geeignet für Motorlattenroste.
Latexmatratze... alle, die gern auf der Seite liegen und sich oft umdrehen. Auch Menschen, die in ihrem Bett gern etwas tiefer in die Matratze einsinken und zwischen 45 und 90 Kilo wiegen, sind mit Latex gut beraten.
Vorteil: lange haltbar, weist Feuchtigkeit ab (nicht geeignet für starke Schwitzer)
Nachteil: anfänglich leichter Gummigeruch, hoher Preis
Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Latexmatratze mehrere Liegezonen hat. Auch für elektrisch verstellbare Lattenroste geeignet.
Viscoschaummatratze... Menschen, die am liebsten auf der Seite schlafen, zwischen 50 und 130 Kilo wiegen und sich ein "schwereloses" Schlafen ohne fühlbare Auflage- oder Druckstellen wünschen. Wer nicht zum Schwitzen neigt und weder sehr hart noch sehr weich liegen möchte, kann ebenfalls zu diesem Matratzentyp greifen.
Vorteil: große Punktelastizität, lange Lebensdauer
Nachteil: wenig atmungsaktiv, hoher Preis
Dieser Matratzentyp besteht aus einem Kaltschaumkern mit Viscoschaumauflage. Je höher diese ist, desto besser ist der thermoelastische Effekt. Auch für stark verstellbaren Lattenroste geeignet.

Was ist eine Kaltschaum-Matratze?

Kaltschaum ist ein hochwertiger Polyurethan-Schaumstoff und wird oft auch HR-Schaumstoff genannt. HR ist die Abkürzung für "high resilient", also hoch elastisch. Kaltschaum ist sehr luftdurchlässig und atmungsaktiv, zudem hat er eine hohe Elastizität und ist sehr formbeständig. Das heißt, nach einer Belastung kehrt er bei einer Entlastung direkt in seine Ausgangsform zurück. Bei Matratzen wird Kaltschaum für den Kern benutzt, aber auch zur Abpolsterung von Federkernen.

Es gibt unterschiedliche Qualitäten von Kaltschaum, die abhängig sind von der Stauchhärte und vom Raumgewicht. Die Stauchhärte ist für den Härtegrad der Matratze mitverantwortlich. Ein hohes Raumgewicht gewährleistet Formbeständigkeit und Langlebigkeit einer Matratze.

Neben der geeigneten Matratze ist auch ein zu der Matratze passender Lattenrost wichtig. Grundsätzlich sind Lattenroste sehr langlebige Produkte. Umso wichtiger ist es, dass Sie für Ihr Bett den richtigen kaufen. Wir stellen Ihnen hier ausgewählte Lattenroste im Vergleich vor

Matratzentopper und Matratzenschoner

Schoner oder Auflagen, die über die Matratze gezogen werden, haben die Funktion eines Hygienefilters. Die Bezüge sind für so gut wie alle Modelle geeignet. Matratzenschoner schützen die Matratze vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen. Topper dagegen sind Schaumstoffauflagen und nur für circa zehn Prozent aller Matratzen geeignet. Das liegt an der fehlenden Atmungsaktivität und Durchlüftung. 

Worauf beim Matratzenkauf zu achten ist

Bei Matratzen kommt es aufs Innenleben an. Und hier unterscheiden sich die verschiedenen Modelle deutlich. Die richtige Matratze ist in aller Regel abhängig von Ihrer Körpergröße, Ihrem Körperbau und Gewicht. Sie muss einerseits fest genug sein, um Ihren Körper zu stützen. Andererseits muss sie an den richtigen Stellen nachgeben. Darüber hinaus sollte sie wärmen, ohne starkes Schwitzen im Schlaf zu verursachen.

Verwendete Quellen:
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