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Stiftung Warentest: Diese Matratzen überzeugen im Test

Stiftung Warentest  

Diese Matratzen überzeugen im Test

26.09.2019, 07:40 Uhr | t-online.de, MoS

Die eine gute Matratze, auf der jeder bequem liegt und wunderbar schläft – gibt es die? Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe (Oktober 2019) 18 Kaltschaummatratzen getestet, die laut Anbieter für alle Körpertypen geeignet sind. Wir stellen die Testsieger vor.

Egal ob groß, klein, kräftig oder dünn – ohne langes Probeliegen im Matratzenladen und langwierige Recherche einfach eine Universalmatratze kaufen und gut darauf schlafen; davon träumt so mancher des Nachts auf seiner unbequemen Matratze. Doch stimmen die Werbeversprechen der Hersteller wirklich? Gibt es eine Matratze, die jeder ohne Bedenken kaufen kann?

Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 18 Kaltschaummatrazen in der Größe 90 x 200 Zentimeter unter die Lupe genommen. Darunter sind einige baugleiche Modelle, die im Handel unter einem anderen Namen vertrieben werden.

Untersucht wurden Liegeeigenschaften, Haltbarkeit, Bezug, die Aspekte Gesundheit und Umwelt sowie Deklaration, Werbung und Handhabung der Matratzen.

Das Ergebnis ist durchwachsen, kein Produkt bekam eine Bestnote, allerdings wurde auch keine Kaltschaummatratze mit einer schlechten Note abgestraft. Insgesamt sechs Matratzen bekamen das test-Qualitätsurteil "gut", zwölf das test-Qualitätsurteil "befriedigend".

Sieger im Test sind zwei baugleiche Matratzen: die Dunlopillo Elements und die Emma One.

Die Testsieger bei den Kaltschaummatratzen

Beste im Test sind zwei baugleiche Matratzen. Die Dunlopillo Elements und die Emma One bekamen beide jeweils das test-Qualitätsurteil "Gut (1,7)", wobei die Emma One deutlich günstiger zu haben ist.

Der Testsieger: Emma One

Die harte Matratze Emma One überzeugt vor allem durch ihre Haltbarkeit, ihre guten Liegeeigenschaften und die Qualität des Bezugs. Dieser kann bei 40° Celsius in der Waschmaschine gewaschen werden. Die Tester loben ausdrücklich, dass auf dieser Matratze (und der baugleichen Matratze von Dunlopillo) auch große, kräftige Personen gut liegen.

  • Größe: 90 x 200 Zentimeter
  • 7-Zonen-Matratze
  • Bezug: 100 % Polyester
  • Bezug waschbar bei 40°C
  • Höhe: 18 Zentimeter
  • Gewicht: 11,9 Kilo
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Die mittelfeste Matratze: Casper Essental Mattress

Die beste mittelfeste Matratze im Test hat das test-Qualitätsurteil "Gut (2,2)" erhalten. Die Tester lobten die sehr gute Haltbarkeit des Modells. Die Liegeeigenschaften sind gut, der Bezug kann bei 60° C gewaschen werden, allerdings bilden sich bei der Nutzung der Matratze Knötchen auf dem Bezug (Pilling). Das kann empfindliche Menschen bei ihrem Schlafgenuss stören.

  • Größe: 90 x 200 Zentimeter
  • 5-Zonen-Matratze
  • Bezug: 98 % Polyester, 2 % Elastan
  • Bezug waschbar bei 60°C
  • Höhe: 18 Zentimeter
  • Gewicht: 12,6 Kilo
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Die weiche Matratze: Bett1.de Bodygard

Das beste Ergebnis bei den weichen Matratzen erzielte die Bodygard von Bett1.de. Die Kaltschaummatratze erhielt das test-Qualitätsurteil "Gut (2,3)". Sowohl bei den Liegeeigenschaften, der Haltbarkeit, Handhabung und den Gesundheits- und Umweltaspekten schnitt das Modell Bodyguard gut ab. Sie ist die einzige Matratze im Test mit neun Zonen. Neun Zonen sollen zu einer noch besseren Anpassung der Matratze an die Körperform führen, was jedoch wissenschaftlich nicht erwiesen ist.

  • Größe: 90 x 200 Zentimeter
  • 9-Zonen-Matratze
  • Bezug: 100 % Polyester
  • Bezug waschbar bei 60°C
  • Höhe: 17,5 Zentimeter
  • Gewicht: 12,3 Kilo
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Härtegrad: Was bedeutet Stärke bei Matratzen?

Der Härtegrad gibt an, wie fest eine Matratze ist und wird in Klassen von H1 (sehr weich) bis H5 (sehr fest) angegeben. Leider sind die Härtegrade nicht normiert, jeder Hersteller legt sie für seine Matratzen also selbst fest. Der Härtegrad H2 eines Herstellers kann also genauso fest sein, wie der Härtegrad H3 bei einem anderen Hersteller. Außerdem bezieht sich der Härtegrad auf den Mittelpunkt einer Matratze, weshalb sich bei einer Mehrzonenmatratze nicht genau sagen lässt, wie fest sie insgesamt ist. Da hilft nur ausprobieren.

Grundsätzlich sollte die Matratze etwas weicher sein, wenn die Person selbst ein Leichtgewicht ist, und härter für schwerere Körper. Die Matratze soll die Wirbelsäule stützen, denn das verhindert Rückenschmerzen. Wer viel auf der Seite schläft, für den eignet sich eine Matratze, bei der Becken und Schultern leicht einsinken. So kann die Wirbelsäule eine gerade Linie bilden. 

Ab etwa 15 Kilogramm Gewichtsunterschied brauchen Partner verschiedene Matratzen. In ein Bett mit 1,80 oder 2 Metern Breite legen Sie am besten grundsätzlich zwei einzelne Matratzen. So kann jeder die für sich geeignete Matratze wählen. 

Was sind die sieben Zonen einer Sieben-Zonen-Matratze?

Gute Matratzen sind in Liegezonen mit unterschiedlichem Stützbereich unterteilt. Es gibt Modelle mit drei, fünf, sieben und auch neun Zonen. Die Sieben-Zonen-Matratze ist am meisten verbreitet, dabei sind die Zonen wie folgt aufgeteilt:

  1. Kopf-Nacken-Zone (mittelfest)
  2. Schulter-Zone (weich)
  3. Lendenwirbel-Zone (fest)
  4. Becken-Zone (mittelweich)
  5. Bein-Zone (fest)
  6. Waden-Zone (weich)
  7. Fuß-Zone (mittelfest)

Die Zonen 5 bis 7 sind identisch mit den Zonen 1 bis 3, sodass man die Matratze auch drehen kann.

Rückenschläfer, Bauchschläfer oder Seitenschläfer?

Die meisten Menschen schlafen auf der Seite – gut zwei Drittel der Schlaftypen sind Seitenschläfer, dann folgen die Rückenschläfer; die Bauchschläfer bilden das Schlusslicht. Allerdings dreht sich der Mensch während des Schlafens mehrfach um, sodass es keine "reinen" Seiten-, Rücken- oder Bauchschläfer gibt. Besonders für Rücken- und Seitenschläfer gilt, dass der Schulter- und der Beckenbereich in die Matratze einsinken sollten, damit die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form gestützt wird. Bauchschläfer sollten auf jeden Fall eine mittelharte Matratze wählen, damit sie nicht zu tief einsinken, gleichzeitig die Muskeln aber auch entspannen können.

Matratzenarten und ihre Vorteile und Nachteile

Beim Kauf der Matratze hat man die Wahl zwischen Kaltschaummatratzen, Federkernmatratzen oder Latexmatratzen. Die folgende Tabelle zeigt, welche Matratzenart für welchen Typ geeignet ist. Dabei gilt: Je mehr der genannten Punkte auf Sie zutreffen, desto besser passt die Matratze zu Ihnen. 

MatratzenartGeeignet für ...Worauf Sie achten sollten
Federkernmatratze... Menschen, die beim Schlafen nicht gern tief in die Matratze einsinken, viel schwitzen, ein höheres Körpergewicht haben und eine preisgünstige Matratze suchen.
Vorteil: sehr gutes Schlafklima, sehr guter Feuchtigkeitstransport
Nachteil: neigt zur Kuhlenbildung
Die Matratze sollte verschiedene Liegezonen haben und beim Probeliegen nicht nachfedern. Außerdem sollten die Federkerne nicht drücken.
Taschenfederkernmatratze... Menschen, die leicht schwitzen, ein hohes Körpergewicht haben, häufig die Schlafposition wechseln und weder zu weich noch zu fest liegen möchten.
Vorteil: angenehmes Schlafklima, sehr gute Belüftung
Nachteil: hohes Eigengewicht, neigt zur Kuhlenbildung
Je mehr Federn pro Quadratmeter verarbeitet wurden, desto fester ist die Matratze und desto punktgenauer passt sie sich dem Körper an. Nicht geeignet für extrem verstellbare Lattenroste.
Kaltschaummatratze... Menschen, die zwischen 40 und 90 Kilo wiegen (Ausnahme: XXL-Modelle bis 180 Kilo), die im Bett häufig die Schlafposition wechseln, nicht gern zu tief  in die Matratze einsinken und bevorzugt mittelweich liegen.
Vorteil: gute Anpassungsfähigkeit, geringes Gewicht
Nachteil: schlechtere Belüftung
Meist gibt der Hersteller eine Gewichtsempfehlung für jeden Härtegrad an. Ein Bezug sollte mit einem klimaregulierenden Vlies versteppt sein. Gut geeignet für Motorlattenroste.
Latexmatratze... alle, die gern auf der Seite liegen und sich oft umdrehen. Auch Menschen, die in ihrem Bett gern etwas tiefer in die Matratze einsinken und zwischen 45 und 90 Kilo wiegen, sind mit Latex gut beraten.
Vorteil: lange haltbar, weist Feuchtigkeit ab (nicht geeignet für starke Schwitzer)
Nachteil: anfänglich leichter Gummigeruch, hoher Preis
Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Latexmatratze mehrere Liegezonen hat. Auch für elektrisch verstellbare Lattenroste geeignet.
Viscoschaummatratze... Menschen, die am liebsten auf der Seite schlafen, zwischen 50 und 130 Kilo wiegen und sich ein "schwereloses" Schlafen ohne fühlbare Auflage- oder Druckstellen wünschen. Wer nicht zum Schwitzen neigt und weder sehr hart noch sehr weich liegen möchte, kann ebenfalls zu diesem Matratzentyp greifen.
Vorteil: große Punktelastizität, lange Lebensdauer
Nachteil: wenig atmungsaktiv, hoher Preis
Dieser Matratzentyp besteht aus einem Kaltschaumkern mit Viscoschaumauflage. Je höher diese ist, desto besser ist der thermoelastische Effekt. Auch für stark verstellbaren Lattenroste geeignet.

Was ist eine Kaltschaummatratze?

Kaltschaum ist ein hochwertiger Polyurethan-Schaumstoff und wird oft auch HR-Schaumstoff genannt. HR ist die Abkürzung für "high resilient", also hoch elastisch. Kaltschaum ist sehr luftdurchlässig und atmungsaktiv, zudem hat er eine hohe Elastizität und ist sehr formbeständig. Das heißt, nach einer Belastung kehrt er bei einer Entlastung direkt in seine Ausgangsform zurück. Bei Matratzen wird Kaltschaum für den Kern benutzt, aber auch zur Abpolsterung von Federkernen.

Es gibt unterschiedliche Qualitäten von Kaltschaum, die abhängig sind von der Stauchhärte und vom Raumgewicht. Die Stauchhärte ist für den Härtegrad der Matratze mitverantwortlich. Ein hohes Raumgewicht gewährleistet Formbeständigkeit und Langlebigkeit einer Matratze.

Neben der geeigneten Matratze ist auch ein zu der Matratze passender Lattenrost wichtig. Grundsätzlich sind Lattenroste sehr langlebige Produkte. Umso wichtiger ist es, dass Sie für Ihr Bett den richtigen kaufen. Wir stellen Ihnen hier ausgewählte Lattenroste im Vergleich vor

Matratzentopper und Matratzenschoner

Schoner oder Auflagen, die über die Matratze gezogen werden, haben die Funktion eines Hygienefilters. Die Bezüge sind für so gut wie alle Modelle geeignet. Matratzenschoner schützen die Matratze vor Feuchtigkeit und Verunreinigungen. Topper dagegen sind Schaumstoffauflagen und nur für circa zehn Prozent aller Matratzen geeignet. Das liegt an der fehlenden Atmungsaktivität und Durchlüftung. 

Worauf beim Matratzenkauf zu achten ist

Bei Matratzen kommt es aufs Innenleben an. Und hier unterscheiden sich die verschiedenen Modelle deutlich. Die richtige Matratze ist in aller Regel abhängig von Ihrer Körpergröße, Ihrem Körperbau und Gewicht. Sie muss einerseits fest genug sein, um Ihren Körper zu stützen. Andererseits muss sie an den richtigen Stellen nachgeben. Darüber hinaus sollte sie wärmen, ohne starkes Schwitzen im Schlaf zu verursachen.

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