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Saugroboter im Test: Bosch, iRobot oder Dyson? Diese Modelle überzeugen

Stiftung Warentest  

Saugroboter im Test: Gründlich saugen nur die teuren Modelle

Von Nora Kramer

18.11.2020, 19:37 Uhr
Saugroboter im Test: Bosch, iRobot oder Dyson? Diese Modelle überzeugen. Saugroboter im Test: Das sind die besten Modelle für ein sauberes Zuhause.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/esp2k)

Saugroboter im Test: Das sind die besten Modelle für ein sauberes Zuhause. (Quelle: esp2k/Thinkstock by Getty-Images)

Die Stiftung Warentest hat in ihrer neuesten "test"-Ausgabe von Dezember 2020 Saugroboter getestet. Wir stellen die Ergebnisse vor und geben Tipps zum Kauf eines neuen Saugroboters.

Teppich, Fliesen oder Dielen von Staub befreien, obwohl Sie nicht zu Hause sind? Mit einem Saugroboter ist das möglich. Die besten Modelle orientieren sich selbstständig im Raum und saugen automatisch Schmutz sowohl auf glatten Böden als auch auf Teppichen auf. Die Stiftung Warentest hat zwölf Modelle getestet. Welche Saugroboter überzeugt haben und worauf es beim Kauf ankommt, erklären wir hier.

Saugroboter für die Basisreinigung: So wurde getestet

In ihrer aktuellen Heftausgabe 12/2020 hat die Stiftung Warentest zwölf Saugroboter ohne Wischfunktion zwischen 157 und 1000 Euro getestet. Zehn der Modelle werden durch Apps unterstützt. Im Test haben Experten die Geräte nach verschiedenen Kriterien geprüft: Hartboden saugen (30 Prozent), Teppichboden saugen (10 Prozent), Navigation (25 Prozent), Handhabung (15 Prozent) sowie Umwelteigenschaften (15 Prozent). Neues Kriterium war dieses Mal ein sogenannter Härtetest mit langen Haaren (5 Prozent), der viele Modelle vor große Herausforderungen stellte. Auch das Datensendeverhalten der Apps wurde untersucht, wobei der analysierte Datenverkehr aller Saugroboter mindestens als "kritisch" eingestuft wurde.

Stiftung Warentest: Das sind die besten Saugroboter

"Gründlich saugen nur teure, überraschende Kosten verursachen viele", resümiert die Stiftung Warentest in ihrer aktuellsten Untersuchung von Saugrobotern. Nur drei der zwölf getesteten Geräte erreichen das test-Qualitätsurteil "Gut", sieben schneiden mit "Befriedigend" ab und zwei Modelle erhalten nur die Note "Ausreichend". 

Testsieger ist der Saugroboter Roxxter Serie 6 von Bosch. Mit dem Qualitätsurteil "Gut (2,3)" überzeugt er nicht nur auf Hartboden, sondern punktet auf beim Teppichreinigen sogar mit einem "sehr gut (1,5)". Der Bosch-Saugroboter ist das zweitteuerste Modell im Test und erfüllt die Erwartungen in punkto Flächenabdeckung beim Saugen und bei der Bedienung per App. 

Auf den zweiten Platz schafft es der iRobot Roomba i7158 mit der Note "Gut (2,4)" aus dem mittleren Preissegment und knapp dahinter der Botvac Connected D7 von Neato mit der Gesamtnote "Gut (2,5)". Er ist der Preis-Leistungs-Sieger, was die Saugleistung auf Hartboden angeht. Auf den vierten Platz landet als teuerstes Modell im Test der Dyson 360 Heurist mit dem Qualitätsurteil "Befriedigend (2,6)". Günstigere Modelle wie der Eufy RoboVac 30C ("Befriedigend (2,8)") für knapp 270 Euro punkten besonders beim Saugen von Teppichboden und dem Aufnehmen von Fasern.

Der Testsieger: Bosch Roxxter Serie 6

Der Roxxter Serie 6 von Bosch überzeugt als Testsieger durch seine gute Saugleistung und Bedienung mit dem Testurteil "Gut (2,3)". Er weist auf Hartboden eine gute, auf Teppich als einziger sogar eine sehr gute Saugleistung auf. Das Aufnehmen von Mineralstaub, gröberem Schmutz und Fasern ist für ihn kein Problem. Durch die harte Bürste lassen sich Staub und Fasern zuverlässig aus Teppichen entfernen.

Der Saugroboter bietet mit die beste Flächenabdeckung, fährt den Raum also sehr großzügig mit seinem Saugmund ab. Auch überwindet er Hindernisse gut, erreicht beim Aufnehmen von Schmutz an Ecken und Kanten allerdings nur ein "Befriedigend". Den Härtetest mit 20 Zentimeter langen Haaren besteht der Staubsauger mit einem "Befriedigend (2,6)". Positiv fällt auch seine sehr geringe Staubbelastung der Raumluft und ein niedriger Stromverbrauch auf.

Das Modell bietet eine Steuerung per App, die sehr gut zu handhaben ist. Per Ladestation kann der Akku außerdem innerhalb von nur 95 Minuten voll geladen werden, allerdings schafft der Staubsauger mit einer Akkuladung nur 36 Minuten Reinigungsdauer. Das ist im Vergleich zu den anderen getesteten Modellen der niedrigste Wert. Auch ist der Saugroboter das schwerste Modell (3,9 Kilogramm), aber durch seine Henkel ist er gut zu tragen. Kritisiert wurde die Lautstärke beim Saugen auf Hartboden. Hier erreicht das Gerät nur ein "ausreichend".

Beste Reinigung auf Hartboden: iRobot Roomba i7158

Der Hersteller iRobot ist bekannt für seine Saug-, Wisch- und Mähroboter und hat bei den Saugrobotern viele verschiedene Modelle im Angebot. Direkt hinter den Testsieger schafft es das Modell Roomba i7158 mit der Gesamtnote "Gut (2,4)" auf den zweiten Platz.

Während er für die Reinigung von Hartböden die Teilnote "gut (2,1)" erlangen kann und damit das beste Modell in dieser Kategorie ist, erreicht er auf Teppichböden nur ein "befriedigend (2,7)". Mineralstaub und Fasern nimmt er zwar gut bzw. sehr gut auf, enttäuscht aber bei der Aufnahme von Schmutz an Ecken und Kanten. Den Haartest besteht der Saugroboter von iRobot mit einem "befriedigend (2,7)".

Das Gerät punktet mit der besten Handhabung: Am Saugroboter sowie per App können die gewünschten Einstellungen einfach vorgenommen werden.

Auch in den Umwelteigenschaften schneidet er mit "gut" ab. Kleines Manko: Die Reinigung der Staubbox gestaltet sich als kompliziert und auch die Folgekosten für Verbrauchsteile liegen bei ungefähr 130 Euro pro Jahr. Bei diesem Staubsauger ist nach 60 Minuten Arbeitszeit erst einmal Schluss: Der iRobot Roomba fährt selbstständig zu seiner Ladestation und ist nach 93 Minuten Ladezeit wieder voll einsatzbereit.

Das Navigationsgenie: Neato Botvac Connected D7

Der Neato Botvac Connected D7 landet mit einem ähnlichen Gesamtergebnis ("Gut (2,4)") knapp hinter dem iRobot-Modell auf dem dritten Platz. Er weist als etwas günstigeres Modell vergleichbare Eigenschaften auf: Seine Saugleistung auf Hartboden erreicht die Teilnote "gut (2,5)", auf Teppich ein "befriedigend (3,1)". Den Härtetest mit Haaren besteht der Staubsauger mit einem "gut (2,2)" und erzielt damit das beste Ergebnis.

Auch in der Kategorie Navigation schnitt der Saugroboter unter allen getesteten Modellen mit am besten ab: Er überwindet gut Hindernisse, bewältigt Höhenunterschiede und fährt den Raum sehr flächendeckend ab. Ein Pluspunkt ist seine breite Bürste, die allerdings nicht verhindern kann, dass das Modell bei der Reinigung von Ecken und Kanten auf Teppichboden schwächelt und nur ein "ausreichend" erhält. Wie der Testsieger belastet dieses Modell die Zimmerluft bei der Reinigung kaum mit Staub.

Auch dieser Saugroboter kann per App gesteuert werden. Die Reinigung bzw. der Wechsel des Filters wird mit einem "ausreichend" bewertet, ebenso wie das Geräusch auf Hartboden. Die Folgekosten für Verbrauchsteile können bis zu 185 Euro betragen, womit er langfristig am teuersten ist.

Längstes Roboter-Leben: Dyson 360 Heurist

Auf den vierten Platz schafft es der Dyson 360 Heurist mit einem test-Qualitätsurteil von "Befriedigend (2,6)". Er überzeugt mit einer guten Saugleistung auf Teppichböden (2,2) und nimmt mit seiner breiten Bürste Mineralstaub gut und Fasern besonders gut auf. Seine Saugleistung auf Hartboden ist allerdings nur "befriedigend", da er gröberen Schmutz teilweise nicht aufsammelt.

Dieser Saugroboter punktet mit einer der besten Flächenabdeckungen aller geprüften Modelle und erreicht in der Navigation die Teilnote "gut (1,8)". Die Aufwirbelung von Staub ist bei diesem Staubsauger sehr gering, jedoch weist auch dieses Gerät auf Hartboden eine höhere Lautstärke auf. Auch ist der Stromverbrauch am höchsten, womit es in der Kategorie Umwelteigenschaften nur ein "Ausreichend (3,7)" erhält.

Obwohl der Dyson 360 Heurist mit Abstand das teuerste Modell im Test ist, punktet dieser Saugroboter mit einer hohen Langlebigkeit: Nach Herstellerangaben braucht das Modell keine Verbrauchs- oder Ersatzteile, da die bereits mitgelieferten Teile ein Roboter-Leben lang halten. Auf eine Reinigung für einen langfristigen Erhalt sollte dennoch nicht verzichtet werden. Auch punktet der Dyson mit der höchsten Akkulebensdauer von fünf Jahren.

Fazit zum Saugroboter-Test: Teure Modelle saugen am besten

Viele der zwölf getesteten Saugroboter konnten in punkto Gründlichkeit, Unauffälligkeit und Selbstständigkeit nicht überzeugen. Insbesondere die Roboter im günstigeren Preissegment lieferten bei der Reinigung von Hart- und Teppichböden keine guten Ergebnisse.

Qualität hat also seinen Preis: Als einziger Saugroboter erreichte der Bosch Roxxter Serie 6 sowohl auf Hart- als auch auf Teppichboden eine gute Gesamtnote. Nur zwei weitere Modelle im aktuellen Test, der iRobot Roomba i7158 und der Botvac Connected D7 von Neato, konnten außerdem das Testurteil "Gut" erzielen.

Häufig gestellte Fragen rund um Saugroboter

Worauf muss ich beim Kauf eines Saugroboters achten?

  • Höhe: Damit der Saugroboter auch Bereiche wie unter dem Sofa erreicht, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Gerät nicht zu hoch ist. Eine Gerätehöhe von fünf bis sieben Zentimetern ist optimal, zehn Zentimeter sollten nicht überschritten werden.
  • Akkulaufzeit: Die vom Hersteller angegebene Betriebsdauer sollte mindestens 90 Minuten betragen. Geht dem Roboter während der Arbeit die Energie aus, fährt er selbstständig zur Ladestation zurück, um aufzutanken. Anschließend fährt er an die zuletzt gesaugte Stelle zurück.
  • Ladezeit: Manche Saugroboter brauchen über vier Stunden, um den Akku wieder vollständig aufzuladen. Diese Zeit müssen Sie einplanen, wenn Sie eine große Wohnung haben.
  • Staubbehälter: Die Größen schwanken zwischen 0,3 und 0,7 Litern. Je größer Ihre Wohnung, desto größer sollte auch der Behälter für den Staub sein.
  • Türschwellen: Messen Sie die Höhe der Türschwellen und achten Sie darauf, ob der Saugroboter sie überwinden kann.
  • Absturzsensoren: Nur sehr günstige Saugroboter haben keine Absturzsensoren, die verhindern, dass er die Treppe herunterfällt. Sie können selbstverständlich darauf verzichten, wenn Sie keine Treppe haben.
  • App-Steuerung: Die meisten Geräte lassen sich per App steuern. Mit deren Hilfe können Sie in der Regel Saugpläne für die regelmäßige Reinigung erstellen. Der Roboter startet dann automatisch am Wunschtag zur vorgegebenen Uhrzeit und sendet nach Abschluss seiner Arbeit eine Statusmeldung an Ihr Smartphone. Auch einzelne Räume können mit der App zum Teil angesteuert und gesaugt werden.
  • Lautstärke: Da der Saugroboter seine Arbeit verrichten soll, während Sie nicht zu Hause sind, spielt die Lautstärke eine untergeordnete Rolle.

Was muss ich vor der Verwendung eines Saugroboters beachten?

Bevor Sie den Saugroboter in Ihrem Zimmer seine Arbeit tun lassen, gilt es, einige Dinge zu beachten. Damit die kleinen Helfer auch wirklich jede Stelle erreichen, müssen Sie natürlich dafür sorgen, dass der Weg dorthin frei ist. Ob Spielzeug, Kleidung oder andere Kleinigkeiten – schaffen Sie alles außer Reichweite, was am Boden liegt und das Gerät in seiner Orientierung beeinflussen könnte. Auch Kabel und Kordeln sollten so gut es geht entfernt werden, damit sich der Roboter nicht darin verfängt. Bei den ersten Fahrten ist es sinnvoll, vor Ort zu sein und das Gerät bei der Arbeit zu beobachten, um mögliche Störquellen für die Zukunft zu entfernen. 

Da viele Modelle eine schlechtere Saugfähigkeit an Ecken und Kanten aufweisen, können Sie dafür sorgen, möglichst große freie Flächen zu bilden und leicht bewegliches Mobiliar auf die Seite zu räumen, um diesem Problem vorzubeugen.

Wenn Sie den Roboter vor bestimmten Stellen fernhalten wollen, können Sie mittels Magnetbändern oder Lichtschranken die Grenzen abstecken. Noch flexibler sind Apps, über die viele der aktuellen Geräte inzwischen gesteuert werden können.

Welcher Saugroboter ist für Tierhaare geeignet?

Für Besitzer von Hunden und Katzen oder anderen Haustieren ist ein Saugroboter mit direkter Absaugfunktion die richtige Wahl: Er saugt wie ein herkömmlicher Staubsauger die Haare ein. Viele Saugroboter haben eine rotierende Bürste, in der die Haare gesammelt werden. Sie muss entsprechend regelmäßig gereinigt werden.

Tipp: Lassen Sie den Saugroboter nicht alleine fahren, wenn sich Tiere in der Wohnung oder im Haus befinden. Die Tiere könnten sich ängstigen.

Warum fahren manche Saugroboter so chaotisch?

Günstige Geräte fahren die Räume kreuz und quer ab. Das erscheint merkwürdig, ist aber mathematisch durchdacht und nennt sich Chaosprinzip: Die wechselnden Fahrmuster sollen dafür sorgen, dass der Saugroboter mit der Zeit alle Teile des Raumes abfährt. In der Praxis kommt es jedoch vor, dass Stellen mehrfach oder gar nicht gesaugt werden. Saugroboter mit Lasernavigation erstellen eine Karte und fahren die Räume strukturiert in Bahnen ab. Dadurch sind sie in der Regel schneller fertig. 

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