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Saugroboter-Test: Erstmals überzeugen Staubsauger-Roboter mit Wischfunktion bei Stiftung Warentest

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Stiftung Warentest  

Saugroboter im Test: Erstmals können Roboter mit Wischfunktion überzeugen

Von Nora Kramer und Katja Schmidt

14.12.2021, 16:09 Uhr
Saugroboter-Test: Erstmals überzeugen Staubsauger-Roboter mit Wischfunktion bei Stiftung Warentest. Die Stiftung Warentest hat zwölf Saugroboter mit und ohne Wischfunktion unter die Lupe genommen.  (Quelle: Hersteller/Roborock)

Die Stiftung Warentest hat zwölf Saugroboter mit und ohne Wischfunktion unter die Lupe genommen. (Quelle: Roborock/Hersteller)

Eine saubere Wohnung ohne viel Aufwand: Das versprechen Saugroboter mit und ohne Wischfunktion. Die Stiftung Warentest hat untersucht, ob die Geräte dieses Versprechen erfüllen können. Wir stellen die Ergebnisse und Sieger des Saugroboter-Tests vor.

Teppich, Fliesen oder Dielen von Staub befreien, ohne einen Finger zu rühren? Mit einem Saugroboter ist das möglich. Die besten Modelle orientieren sich selbstständig im Raum und saugen automatisch, und zwar sowohl auf Hartböden als auch auf Teppichen.

Die Stiftung Warentest hat für die "test"-Ausgabe 11/2021 zwölf Modelle getestet. Erfreulich: Zum ersten Mal können zwei Saugroboter mit Wischfunktion überzeugen, allerdings sind insgesamt nur drei Geräte "gut". Wir zeigen, welche Saugroboter im Test überzeugen konnten.

Stiftung Warentest: So wurde getestet

Für ihren Test hat die Stiftung Warentest insgesamt zwölf Saugroboter unter die Lupe genommen, darunter acht Modelle mit Wischfunktion und vier reine Staubsauger-Roboter. Geprüft wurden neben der Saugleistung und der Reinigung beim Wischen vor allem die Praxistauglichkeit und die Handhabung. Daneben spielten die Umwelteigenschaften, die Sicherheit und das Datensendeverhalten der zugehörigen Apps eine Rolle für die Gesamtnote.

Die Ergebnisse des Saugroboter-Tests im Überblick

Die Testergebnisse sind durchwachsen: Nur drei Staubsaugerroboter sind am Ende "gut". Allerdings können erstmals Geräte mit Wischfunktion überzeugen: Zwei Modelle schneiden mit guten Noten ab – Testsieger wird der S6 MaxV von Roborock mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,3)". Auf Rang zwei landet knapp dahinter der Rowenta X-Plorer Series 95 RR7987 mit der Gesamtnote "gut (2,4)".

Ebenfalls "gut (2,4)" schneidet als bester reiner Staubsauger-Roboter Roomba i3+ von iRobot ab. Der AEG RX9-2-4ANM erreicht als zweitbester dieser Kategorie zwar insgesamt nur ein "Befriedigend (3,2)", ist aber der einzige Saugroboter im Test, dessen Saugleistung auf Teppich überzeugen kann.

Die anderen sechs Staubsaugerroboter mit Wischfunktion, darunter etwa ein Deebot-Modell von Ecovacs und ein Tesvor-Gerät, sind lediglich "befriedigend" oder "ausreichend". Die weiteren getesteten reinen Saugroboter von Medion und Eufy schaffen ebenfalls nur ein "Ausreichend".

Der Testsieger: Saugroboter mit Wischfunktion von Roborock

Das Testergebnis: Mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (2,3)" landet der Roborock S6 MaxV auf dem ersten Platz im Saugroboter-Test von Stiftung Warentest. Er überzeugt mit seiner Saugleistung und "guten (2,1)" Wischfunktion und gefällt auch mit seiner Praxistauglichkeit.

Produktdetails: Der Saug- und Wischroboter von Roborock bietet eine starke Saugleistung von maximal 2.500 Watt und selbstständiges Reinigen von Hartböden und Teppichen. Mithilfe von Sensoren und KI-gestützter Dualkamera plant er Reinigungswege und umfährt oder überwindet Hindernisse bis 20 Millimeter Höhe. Mit 67 Dezibel (A) ist die Lautstärke dabei in Ordnung.

Dank dem 460 Milliliter großen Staubbehälter und dem 300 Milliliter fassenden Wassertank schafft er Flächen bis zu 200 Quadratmeter und hat einen Aktionsradius von 240 Quadratmetern. Auch durch die lange Akkulaufzeit von bis zu 180 Minuten schafft der Saugroboter große Räume zu reinigen. Zum Aufladen fährt er automatisch an die Ladestation und setzt danach den Putzvorgang fort.

Die Bedienung des Saugroboters kann per App oder Sprachsteuerung erfolgen. Hiermit planen Sie beispielsweise Reinigungswege oder legen Putzzeiten fest. Über die App können Sie auch auf die Kamera zugreifen, wenn Sie nicht zu Hause sind, und so kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Für Datenschutz ist gesorgt: Alle Aufnahmen werden laut Hersteller umgehend gelöscht.

Der Zweitplatzierte: Saug- und Wischroboter von Rowenta

Das Testergebnis: Auf dem zweiten Rang im Test landet der Saugroboter mit Wischfunktion des Herstellers Rowenta mit der Gesamtnote "gut (2,4)". Er schneidet beim Saugen sogar besser ab als der Testsieger, liegt beim Wischen jedoch knapp hinter ihm.

Produktdetails: Der Roboter von Rowenta kann mit einer starken Saugleistung punkten. Da die drei zentralen Bürsten durch zwei Seitenbürsten ergänzt werden, kommt er besonders gut in Ecken und Kanten. Von Vorteil bei Tierhaaren und Co. sind die speziellen Animal-Bürsten und -Wischer. Dank Infrarotsensoren erkennt auch dieses Modell Hindernisse.

Der Staubbehälter ist mit 0,4 Liter Fassungsvermögen etwas kleiner als beim Testsieger. Dieser Saug- und Wischroboter reinigt zudem etwas kleinere Räumlichkeiten von maximal 220 Quadratmeter Fläche. Der Akku hält maximal 120 Minuten durch und ist in drei Stunden wieder voll aufgeladen. Dafür kehrt das Gerät selbstständig an die Ladestation zurück. Von Vorteil ist die Schnellladefunktion.

Ein weiteres Plus ist die vergleichsweise geringe Lautstärke von 60 Dezibel (A). Auch beim Modell von Rowenta erfolgt die Steuerung per App oder mit einem Sprachassistenten. Auf dem Smartphone können Sie etwa auf  Kartographie und das Multi-Room-Management zugreifen oder Sperrzonen festlegen, in denen der Roboter nicht saugen und wischen soll.

Der beste reine Sauger: Saugroboter von iRobot

Das Testergebnis: Der Roomba i3+ von iRobot erreicht ebenfalls die Gesamtnote "gut (2,4)" und ist damit der beste reine Staubsaugerroboter. Seine Saugleistung liegt gleichauf mit der des Testsiegers und er ist das einzige Modell mit "guter" Handhabung im Test.

Produktdetails: Wer zu Hause viel Teppich statt Hartböden hat, kann auf eine Wischfunktion verzichten und etwa zum Saugroboter Roomba i3+ von iRobot greifen. Mithilfe von Sensoren mit Erkennungsfunktion navigiert er durch die Räume und und saugt dabei automatisch Schmutz vom Boden. Er erkennt dabei Hindernisse und Stufen.

Auch hartnäckige Verschmutzungen sind für den Staubsauger aufgrund der hohen Saugleistung und der Bürsten kein Problem. Sie sind aus Gummi und werden auch mit Tierhaaren fertig. Der Staubbehälter des Roomba fasst 0,4 Liter und muss nicht manuell geleert werden. Er hat nämlich anders als die anderen Modelle praktischerweise eine Absaugstation: Er leert seinen Auffangbehälter bis zu 60 Tage lang automatisch. 

Der Akku des Saugroboters hält laut Hersteller bis zu 75 Minuten durch und ist in drei Stunden wieder voll geladen. Ist der Akku fast leer, fährt der Roboter zur Ladestation und setzt die Reinigung nach dem Laden an dem Punkt fort, an dem er aufgehört hat. Die Bedienung des iRobot Roomba kann wie bei den anderen Geräten per App oder Sprachsteuerung erfolgen.

Überzeugt als einziger auf Teppich: Saugroboter von AEG

Das Testergebnis: Die Stiftung Warentest vergeben für den zweitplatzierten reinen Saugroboter von AEG zwar nur das "test"-Qualitätsurteil "befriedigend (3,2)". Er ist jedoch der einzige Staubsauger im Test, der für das Saugen auf Teppichböden die Teilnote "gut (2,5)" erhält.

Produktdetails: Der Saugroboter von AEG unterscheidet sich schon durch seine dreieckige Form von anderen Modellen. Er arbeitet mit Kamera- und Laser-Technologie, um zu navigieren und Räume ideal abzubilden und zu reinigen. Er erkennt so auch Hindernisse – Schwellen bis 22 Millimeter Höhe stellen für ihn kein Problem dar. Die hohe Saugleistung sorgt für eine gründliche Reinigung von Hartböden und Teppichen.

Der Roboter verfügt über eine breite Bürste, die auch Tierhaare entfernt, und eine Seitenbürste, mit der er besonders gut in Ecken gelangt. Praktisch ist außerdem der große Staubbehälter mit 0,7 Liter Volumen. Zusammen mit dem Akku, der eine Laufzeit von maximal 70 Minuten hat, werden so auch größere Flächen ohne Unterbrechung gesaugt.

Ist der Akku leer, fährt auch dieses Gerät zur Ladestation und führt dann den Putzvorgang selbstständig fort. Ein großes Plus ist die kurze Ladezeit von nur 1,5 Stunden. Wie bei den anderen Geräten kann die Steuerung mit einer intuitiven App erfolgen. Darüber können zum Beispiel Reinigungspläne erstellt oder der Systemstatus eingesehen werden. 

Fazit zum Saugroboter-Test

Neun der zwölf getesteten Saugroboter können die Stiftung Warentest nicht vollkommen überzeugen, aber zum ersten Mal schneiden Saug- und Wischroboter mit guten Noten ab. Besonders empfehlenswert ist der Testsieger von Roborock, der auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wer bei seinem Saugroboter auf eine Wischfunktion verzichten kann ist mit dem iRobot Roomba i3+ gut beraten.

Häufig gestellte Fragen rund um Saugroboter

Worauf muss ich beim Kauf eines Saugroboters achten?

  • Höhe: Damit der Saugroboter auch Bereiche wie unter dem Sofa erreicht, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Gerät nicht zu hoch ist. Eine Gerätehöhe von fünf bis sieben Zentimetern ist optimal, zehn Zentimeter sollten nicht überschritten werden.
  • Akkulaufzeit: Die vom Hersteller angegebene Betriebsdauer sollte mindestens 90 Minuten betragen. Geht dem Roboter während der Arbeit die Energie aus, fährt er selbstständig zur Ladestation zurück, um aufzutanken. Anschließend fährt er an die zuletzt gesaugte Stelle zurück.
  • Ladezeit: Manche Saugroboter brauchen über vier Stunden, um den Akku wieder vollständig aufzuladen. Diese Zeit müssen Sie einplanen, wenn Sie eine große Wohnung haben.
  • Staubbehälter: Die Größen schwanken zwischen 0,3 und 0,7 Litern. Je größer Ihre Wohnung, desto größer sollte auch der Behälter für den Staub sein.
  • Türschwellen: Messen Sie die Höhe der Türschwellen und achten Sie darauf, ob der Saugroboter sie überwinden kann.
  • Absturzsensoren: Nur sehr günstige Saugroboter haben keine Absturzsensoren, die verhindern, dass er die Treppe herunterfällt. Sie können selbstverständlich darauf verzichten, wenn Sie keine Treppe haben.
  • App-Steuerung: Die meisten Geräte lassen sich per App steuern. Mit deren Hilfe können Sie in der Regel Saugpläne für die regelmäßige Reinigung erstellen. Der Roboter startet dann automatisch am Wunschtag zur vorgegebenen Uhrzeit und sendet nach Abschluss seiner Arbeit eine Statusmeldung an Ihr Smartphone. Auch einzelne Räume können mit der App zum Teil angesteuert und gesaugt werden.
  • Lautstärke: Da der Saugroboter seine Arbeit verrichten soll, während Sie nicht zu Hause sind, spielt die Lautstärke eine untergeordnete Rolle.

Was muss ich vor der Verwendung eines Saugroboters beachten?

Bevor Sie den Saugroboter in Ihrem Zimmer seine Arbeit tun lassen, gilt es, einige Dinge zu beachten. Damit die kleinen Helfer auch wirklich jede Stelle erreichen, müssen Sie natürlich dafür sorgen, dass der Weg dorthin frei ist. Ob Spielzeug, Kleidung oder andere Kleinigkeiten – schaffen Sie alles außer Reichweite, was am Boden liegt und das Gerät in seiner Orientierung beeinflussen könnte. Auch Kabel und Kordeln sollten so gut es geht entfernt werden, damit sich der Roboter nicht darin verfängt. Bei den ersten Fahrten ist es sinnvoll, vor Ort zu sein und das Gerät bei der Arbeit zu beobachten, um mögliche Störquellen für die Zukunft zu entfernen. 

Da viele Modelle eine schlechtere Saugfähigkeit an Ecken und Kanten aufweisen, können Sie dafür sorgen, möglichst große freie Flächen zu bilden und leicht bewegliches Mobiliar auf die Seite zu räumen, um diesem Problem vorzubeugen.

Wenn Sie den Roboter vor bestimmten Stellen fernhalten wollen, können Sie mittels Magnetbändern oder Lichtschranken die Grenzen abstecken. Noch flexibler sind Apps, über die viele der aktuellen Geräte inzwischen gesteuert werden können.

Welcher Saugroboter ist für Tierhaare geeignet?

Für Besitzer von Hunden und Katzen oder anderen Haustieren ist ein Saugroboter mit direkter Absaugfunktion die richtige Wahl: Er saugt wie ein herkömmlicher Staubsauger die Haare ein. Viele Saugroboter haben eine rotierende Bürste, in der die Haare gesammelt werden. Sie muss entsprechend regelmäßig gereinigt werden.

Tipp: Lassen Sie den Saugroboter nicht alleine fahren, wenn sich Tiere in der Wohnung oder im Haus befinden. Die Tiere könnten sich ängstigen.

Warum fahren manche Saugroboter so chaotisch?

Günstige Geräte fahren die Räume kreuz und quer ab. Das erscheint merkwürdig, ist aber mathematisch durchdacht und nennt sich Chaosprinzip: Die wechselnden Fahrmuster sollen dafür sorgen, dass der Saugroboter mit der Zeit alle Teile des Raumes abfährt. In der Praxis kommt es jedoch vor, dass Stellen mehrfach oder gar nicht gesaugt werden. Saugroboter mit Lasernavigation erstellen eine Karte und fahren die Räume strukturiert in Bahnen ab. Dadurch sind sie in der Regel schneller fertig. 

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