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Stiftung Warentest: Kaffeevollautomaten im Test – 7 von 11 Maschinen sind "Gut", eine fällt durch

Stiftung Warentest  

Kaffeevollautomaten im Test: 7 von 11 Maschinen sind "Gut", ein Markenprodukt fällt durch

Von Monika Salz, Katja Schmidt

19.11.2020, 14:49 Uhr
Stiftung Warentest: Kaffeevollautomaten im Test – 7 von 11 Maschinen sind "Gut", eine fällt durch. Stiftung Warentest: Das sind die besten Kaffeevollautomaten aus dem aktuellen Test. (Quelle: Hersteller/De'Longhi)

Stiftung Warentest: Das sind die besten Kaffeevollautomaten aus dem aktuellen Test. (Quelle: De'Longhi/Hersteller)

Die Stiftung Warentest hat Kaffeevollautomaten untersucht: Während sieben Modelle verschiedener Preisklassen im Test überzeugen, fällt ein Markengerät aufgrund von Schadstoffen durch. Wir stellen die Testergebnisse vor und zeigen die besten Geräte für perfekten Kaffeegenuss.

Kaffee – für viele Menschen unverzichtbar für einen guten Start in den Tag. Wer viel Kaffee trinkt und dabei viel Auswahl haben möchte, sollte einen Kaffeevollautomaten in Erwägung ziehen: Er bereitet verschiedene Spezialitäten auf Knopfdruck zu. Die Stiftung Warentest hat sich elf Modelle genauer angesehen: Während die meisten Vollautomaten im Test mit guten Noten überzeugen, fallen vier Geräte aufgrund von Schadstoffen negativ auf. Ein Markenprodukt fällt sogar durch.

Stiftung Warentest: Was wurde getestet?

Insgesamt elf Kaffeevollautomaten wurden von der Stiftung Warentest geprüft, davon sieben mit Milchschaumautomatik, einer mit Düse für manuelles Aufschäumen und drei ohne Milchfunktion. Zum einen nahmen die Tester eine sensorische Beurteilung vor, die 35 Prozent der Gesamtnote ausmachte. Des Weiteren wurden alle Geräte einer technischen Prüfung unterzogen (25 Prozent) und auch die Handhabung (20 Prozent), Sicherheit (5 Prozent) und Umwelteigenschaften (10 Prozent) wurden geprüft. Die Untersuchung auf Schadstoffe nach häufiger Nutzung der Kaffeevollautomaten floss zu 5 Prozent in die Gesamtnote ein.

Die Testergebnisse im Überblick

Die Ergebnisse des aktuellen Tests fallen gemischt aus: Von den elf getesteten Kaffeevollautomaten bekommen zwar immerhin sieben die Gesamtnote "Gut". Drei Geräte erreichen jedoch nur ein "Befriedigend" und ein Modell fällt sogar mit "Mangelhaft" durch. Bei diesen vier Verlierer-Modellen sind im Test kritische Mengen von Nickel oder Aluminium nachgewiesen worden. Beim relativ günstigen Vollautomaten von Krups liegt der Nickelgehalt deutlich über den Vorgaben des Europarats und der Trinkwasserverordnung. Bei den befriedigenden Geräten liegt der Schadstoffgehalt jeweils innerhalb der Grenzwerte.

Klarer Testsieger ist mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (1,8)" die Jura E6, ein Modell mit Milchaufschäumer. Rang zwei teilen sich die untersuchten Vollautomaten von De'Longhi, Miele und Philips. Die drei Modelle ohne Milchaufschäumer von Tchibo, Beko und Grundig schneiden im Test alle gut ab und bieten sich als preiswerte Alternativen an. Testsieger ist hier der Tchibo Esperto Caffè.

Der Testsieger 2020: Jura E6

Der Testsieger von Jura ist laut Stiftung Warentest sensorisch spitze. Für seinen Espresso und Milchschaum erhält der Kaffeevollautomat E6 daher auch die beste Note im Test ("Sehr Gut (1,4)"). Insgesamt erreicht die Kaffeemaschine mit der Note "Gut (1,8)" das beste "test"-Qualitätsurteil – damit ist sie die beste jemals getestete Maschine, denn auch in den Vorjahren war kein Modell besser.

Die Maschine kann elf verschiedene Getränke von Espresso über Latte macchiato bis zum klassischen Kaffee zubereiten. Die Tester loben die einfache Bedienung dank Direkttasten für acht Getränke, zwei speicherbaren Nutzerprofilen und der selbsterklärenden Menüführung. Außerdem lassen sich die Kaffeestärke und der Mahlgrad sehr gut einstellen – die Temperatur des Brühvorgangs allerdings nicht.

Dafür überzeugt die schnelle Startbereitschaft der Maschine. Auch der große Wassertank mit 1,9 Litern und der Bohnenbehälter für 280 Gramm Kaffeebohnen gefallen. Nur ein scheinbares Manko: Die Brühgruppe der Jura-Maschine kann zum Reinigen nicht entnommen werden. Das automatische Reinigungsprogramm überzeugt aber: Der Innenraum des Kaffeevollautomaten bleibt im Test sauber.

Gut zu wissen: Auch 2019 wurde ein Kaffeevollautomat der Marke Jura Testsieger. Die ENA 8 erreichte die Gesamtnote "Gut (1,9)" und ist weiterhin erhältlich.

Der vielseitige Zweitplatzierte: De'Longhi Dinamica ECAM 356.57

Mit besonders vielen Einstellmöglichkeiten kann der Kaffeevollautomat Dinamica von De'Longhi im Test überzeugen. Die Prüfer loben, dass die Maschine insgesamt 16 Getränke zubereiten kann (vier über Direktwahltasten, zwölf über das Menü) und ganze elf Nutzerprofile für individuellen Kaffeegenuss angelegt werden können.

Darüber hinaus kann die Temperatur sehr gut angepasst und die Menge und Konsistenz des Milchschaums eingestellt werden. Zudem kann zwischen 13 Mahlgraden gewählt und die Kaffeestärke eingestellt werden. So gelingen Espresso, Latte macchiato, Cappuccino und weitere Heißgetränke gut.

Auch dieser Kaffeevollautomat ist im Test schnell startklar. Der Wassertank fasst 1,8 Liter, in den Bohnenbehälter passen 300 Gramm Kaffeebohnen. Praktisch ist zudem der große Milchbehälter. Da die Brühgruppe der De'Longhi-Maschine entnommen werden kann, lässt sich der Vollautomat außerdem leicht reinigen. 

Mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,1)" liegt der Kafffeevollautomat von De'Longhi gemeinsam mit den getesteten Modellen von Miele und Philips auf Rang zwei.

Der Leise auf Platz zwei: Miele CM 5310

Auch der Vollautomat von Miele landet mit der Gesamtnote „Gut (2,1)“ auf dem zweiten Platz. Bei ihm loben die Tester vor allem das leise Mahlwerk und die einfache Handhabung dank der sehr guten Gebrauchsanleitung. Vier Kaffeespezialitäten können über Direktwahltasten, sieben weitere übers Menü ausgewählt werden.

Der Milchschaum und auch Espresso oder Latte macchiato gelingen mit dem Vollautomaten von Miele auf Knopfdruck. Das hochwertige Mahlwerk ist laut Hersteller aromaschonend. Der Mahlgrad kann nach Wunsch eingestellt werden.

Praktisch ist die Kannenfunktion, wenn man statt einer Tasse größere Mengen Kaffee zubereiten möchte. Der Wassertank fasst dafür bis zu 1,3 Liter Wasser. In den Bohnenbehälter passen 200 Gramm Bohnen und auch ein Fach für Kaffeepulver ist vorhanden. Allerdings hat der Bohnenschacht eine recht kleine Öffnung, sodass laut den Prüfern Kaffeebohnen leicht daneben landen können.

Das schnelle und effektive Entkalkungsprogramm wird von der Stiftung Warentest dagegen positiv hervorgehoben. Für die einfache Reinigung sind auch die herausnehmbare Brühgruppe, spülmaschinenfeste Teile und die automatischen Reinigungsprogramme ideal.

Der Preis-Leistungs-Sieger auf Rang zwei: Philips EP3246/70

Der Kaffeevollautomat von Philips liegt mit der Gesamtnote "Gut (2,1) ebenfalls auf Platz zwei im Test. Er ist etwas günstiger und verbraucht weniger Strom als die Modelle von De'Longhi und Miele und ist deshalb der Preis-Leistungs-Tipp von Stiftung Warentest.

Dafür muss man allerdings kleinere Abstriche machen: So ist etwa das Menü etwas komplizierter. Dank sechs Direktwahltasten können Latte macchiato und Espresso trotzdem einfach zubereitet werden. Ein weiteres Manko: Der Milchaufschäumer funktioniert nicht separat, sondern kann nur verwendet werden, wenn gleichzeitig Kaffee aufgebrüht wird.

Von Vorteil sind dafür das Mahlwerk aus Keramik, das Fassungsvermögen von 1,8 Litern und der Behälter mit Platz für 280 Gramm Kaffeebohnen. Praktisch außerdem: Die Brühgruppe ist herausnehmbar, zudem sind Teile des Kaffeevollautomaten spülmaschinenfest. So wird die Reinigung der Maschine zum Kinderspiel. 

Der Testsieger ohne Milchaufschäumer: Tchibo Esperto Caffè

Unter den drei jetzt untersuchten Vollautomaten ohne Milchaufschäumer schnitt der Tchibo Esperto Caffè (Artikelnummer 392080) mit der Gesamtnote "Gut (2,2)" am besten ab. Vor allem bei der sensorischen Beurteilung und in der technischen Prüfung liegt er vor den Konkurrenzprodukten. Zudem ist er der günstigste Kaffeevollautomat im Test.

Unsere Empfehlung von 2019: Severin Kaffeevollautomat ohne Milchaufschäumer KV 8090

Der Kaffeevollautomat von Severin war nicht im aktuellen Test, sondern wurde bereits 2019 mit der Gesamtnote "Gut (2,0)" Testsieger der Stiftung Warentest. Da er noch erhältlich ist und bei gleichem Testverfahren sogar besser abschnitt als das Modell von Tchibo, stellen wir Ihnen diesen Kaffeevollautomaten hier zusätzlich vor.

Er ist im Vergleich zu den anderen hier ausführlich gezeigten Vollautomaten deutlich günstiger. Dafür muss auf Milchschaum verzichtet werden. Das Gerät punktet aber mit schnell und gut gebrühtem Kaffee und Espresso, kann jedoch im Gegensatz zu den anderen hier vorgestellten Modellen immer nur eine Tasse zubereiten. 

Dank des hochwertigen Mahlwerks kann der Mahlgrad stufenlos eingestellt werden. Mit einem Wassertank mit 1,1 Liter Fassungsvermögen und einem Bohnenbehälter für 160 Gramm Kaffeebohnen ist der Kaffeevollautomat recht kompakt und passt so auch in kleinere Küchen.

Die Bedienung erfolgt über ein Touch-Display, zum Teil ist die Menüführung laut Stiftung Warentest jedoch etwas kompliziert. Die Reinigung ist jedoch dank der herausnehmbaren Brühgruppe leicht. Auch ein Reinigungsprogramm ist vorhanden.

Fazit des Kaffeevollautomaten-Tests

Klarer Sieger im Test der Kaffeevollautomaten von Stiftung Warentest ist das Modell Jura E6. Es ist daher auch unsere Empfehlung. Ansonsten gibt es bei den gut getesteten Kaffeevollautomaten wenig Ausreißer nach oben oder unten, am Ende sind die gewünschten Funktionen entscheidend. Preislich liegen allerdings Hunderte Euro zwischen den teuersten Markenmodellen und den günstigen Maschinen ohne Milchschaumautomatik. 

Wichtige Fragen rund um Kaffeevollautomaten

Wie wird ein Kaffeevollautomat richtig gepflegt?

Kaffeevollautomaten sollten regelmäßig – am besten täglich – gepflegt werden. Nur so bleiben sie hygie­nisch in Ordnung. Außerdem wird so Macken vorgebeugt. Zur täglichen Pflege gehört laut Stiftung Warentest unter anderem, das Milch­system nach jedem Cappuccino oder Latte macchiato zu spülen, da es ansonsten verkeimt.

Nach Möglichkeit sollte die Brühgruppe ab und an heraus­genommen und per Hand gereinigt werden. Bei einigen Geräten ist sie fest ver­baut – bei ihnen soll ein Reinigungs­programm das Verkeimen verhindern.

Zur Pflege eines Kaffeevollautomaten gehört neben der regelmäßigen gründlichen Reinigung das gelegentliche Entkalken. Wann genau sie entkalkt werden wollen, zeigen alle Auto­maten selbst an. Um eventuelle Schad­stoffe zu vermindern, sollte die Maschine nach dem Entkalken mehr­mals durch­gespült werden.

Worin unterscheiden sich Kaffeevollautomaten von anderen Kaffeemaschinen?

Im Gegensatz zu Filterkaffeemaschinen bereitet ein Kaffeevollautomat verschiedene Kaffeespezialitäten auf Knopfdruck zu. Dabei wird er im Gegensatz zu Kapselautomaten nicht mit teuren Kaffeekapseln, die viel Müll produzieren, gefüllt, sondern mit Kaffeebohnen. Vollautomaten eignen sich vor allem für Vieltrinker, die mehrere Tassen Kaffee zubereiten und verschiedene Varianten von Espresso und Cappuccino bis Latte macchiato genießen wollen.

Welche Auswirkungen hat der Mahlgrad auf den Geschmack des Kaffees?

Bei Kaffeevollautomaten kann man den Mahlgrad des Kaffees in der Regel selbst bestimmen. Abhängig vom Mahlwerk kann er in mehreren Stufen oder sogar stufenlos eingestellt werden. Grob gemahlene Kaffeebohnen führen zu einer helleren Crema, Espresso wird damit allerdings weniger intensiv. Soll der Kaffee kräftiger sein, ist ein feinerer Mahlgrad zu empfehlen. Das gilt vor allem für Cappuccino und Latte macchiato, bei denen ansonsten die Milch leicht den Geschmack dominiert.

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