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Luftbefeuchter: Die besten Geräte gegen trockene Luft

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Gutes Raumklima  

Die besten Luftbefeuchter: Diese Geräte helfen bei trockener Luft

08.10.2021, 08:30 Uhr | t-online, MoS, JPH

Luftbefeuchter: Die besten Geräte gegen trockene Luft. Luftbefeuchter helfen gegen trockene Luft: Nicht alle Modelle stoßen dabei eine Dampfwolke aus. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/yocamon)

Luftbefeuchter helfen gegen trockene Luft: Nicht alle Modelle stoßen dabei eine Dampfwolke aus. (Quelle: yocamon/Thinkstock by Getty-Images)

Gerade im Herbst und Winter wird die Raumluft durch die Heizung oft sehr trocken. Mit einem Luftbefeuchter lässt sich die Luftfeuchtigkeit erhöhen und so ein natürliches Raumklima herstellen. Wir zeigen Ihnen die besten Geräte. 

Die optimale Luftfeuchtigkeit liegt in Räumen bei etwa 40 bis 60 Prozent. Während der Heizperiode können diese Werte oft nicht erreicht werden. Die trockene Luft in der Wohnung kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken: Atemwegserkrankungen, Augenreizungen oder gar Hautprobleme können die Folge sein. Auch Holzmöbel und viele Pflanzen vertragen zu trockene Luft schlecht. 

Luftbefeuchter schaffen Abhilfe und sorgen für die richtige Luftfeuchtigkeit. Die Geräte arbeiten dabei mit drei verschiedenen Techniken: Verdampfer, die das Wasser stark erhitzen, Verdunster, die das Wasser mittels Lamellen oder Filtermatten verteilen und Vernebler, die das Wasser mit Ultraschall zu winzigen Tröpfchen zerstäuben.

Wir stellen Ihnen nachfolgend geeignete Luftbefeuchter mit verschiedenen Techniken vor, die in erster Linie die Raumluft auf etwa 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit bringen und halten. Sogenannte Aromadiffusoren, die hauptsächlich einen angenehmen Duft im Raum verteilen, finden Sie dahingegen in diesem Artikel.

Luftbefeuchter – die besten Geräte

Die Schweizer Testmagazine "Saldo" und "Kassensturz", die mit der deutschen "Stiftung Warentest" kooperieren, haben im Jahr 2019 Luftbefeuchter untersucht. Geprüft wurde dabei die Befeuchtungsleistung, die Verkeimung, der Stromverbrauch sowie die Handhabung und Anleitung der Geräte. Hier sind die Testgewinner und weitere gute Modelle.

Der Testsieger: Philips HU4811/10 Luftbefeuchter

Der Philips HU4811/10 Luftbefeuchter bekam im Test des Magazins "Kassensturz" die Note "sehr gut". Bereits 2018 vergab auch das Verbrauchermagazin "Öko-Test" die Note "sehr gut". Der Verdunster feuchtet nicht nur die Luft im Raum an, sondern sorgt dank NanoCloud-Technologie auch dafür, dass weniger Bakterien ausgestoßen werden und die Luft nicht zu feucht wird. Der Filter im Inneren des Wassertanks ist auswaschbar und hält – je nach Häufigkeit der Anwendung – etwa drei bis zwölf Monate. Ideal, um die Wintermonate zu überstehen. Ersatzfilter können hier bestellt werden.

Der Nutzer kann zwischen zwei Geschwindigkeiten wählen: normaler Betrieb oder leiser Betrieb für die Nacht. Der Wassertank fasst 1,3 Liter und kann mit normalem Leitungswasser befüllt werden. Geeignet ist das Gerät für Zimmer bis zu 38 Quadratmeter.

Auch in unserem Praxistest zu Luftbefeuchtern hat ein vergleichbares Modell von Philips gut abgeschnitten und ist unser Preis-Leistungs-Sieger..

Mit Duftfunktion: Stadler Form Oskar und Oskar little Luftbefeuchter

Der Luftbefeuchter Oskar erreichte im Test von "Kassensturz" die Note "gut". Das Modell erzielte im Prüfpunkt "Keime im Gerät" die beste Note aller getesteten Luftbefeuchter. Das Verdunster-Modell verfügt über einen Filter aus Pflanzen und Textilfasern. Damit gelingt eine gute Befeuchtungsleistung. Für den Betrieb in der Nacht können die LEDs gedimmt werden, sodass das Licht im Raum nicht stört. Zusätzlich zur Luftbefeuchtung verfügt der Oskar little auch über eine Duftfunktion. Ätherische Öle reichern dann die Luft mit einem angenehmen Duft an.

Obwohl der Wassertank 2,5 Liter fasst, ist der Oskar little mit nur etwa 2,5 Kilogramm sehr leicht. Der Nutzer kann zwischen zwei Leistungsstufen wählen. Die Filter sind austauschbar und können nachbestellt werden. Geeignet ist das Gerät für Zimmer bis zu 30 Quadratmeter.

Der Stadler Form Luftbefeuchter Oskar ist das größere Modell. Er hat einen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 3,5 Litern und  kann in Räumen mit bis zu 50 Quadratmetern eingesetzt werden.

Für große Räume: Beurer LB 55 Luftbefeuchter

Der Beurer LB 55 Luftbefeuchter eignet sich für größere Räume von bis zu 50 Quadratmetern. Sein Wassertank fasst sechs Liter. Der Verdampfer verfügt über zwei Leistungsstufen, bei denen entweder 200 oder 400 Milliliter Wasser pro Stunde erhitzt und verdampft werden. Der Wassertank lässt sich zur einfachen Befüllung abnehmen.

Im Vergleich zu den beiden Verdunster-Luftbefeuchtern von Philips und Stadler, sind Verdampfer schneller bei der Erreichung der idealen Luftfeuchtigkeit. Ein Nachteil ist allerdings eine mögliche Überfeuchtung. Denn das Gerät besitzt keinen Sensor zur Überwachung der Luftfeuchtigkeit. Sie sollten daher mit einem Hygrometer selbst überprüfen, wie die Werte für den Raum sind.

Praktisch: Das Gerät wird mit passenden Kalkfiltern ausgeliefert. So kann man problemlos Leitungswasser verwenden. Da das Wasser auf 100 Grad Celsius erhitzt wird, werden beim Verdampfen keine Keime ausgestoßen.

Mit einem Luftwäscher zusätzlich die Luft reinigen

Mit einem Luftwäscher kombinieren Sie zwei Funktionen in einem Gerät und sorgen neben der Befeuchtung zusätzlich für saubere Luft. Der Venta LW15 erhöht die Luftfeuchtigkeit und reduziert die Belastung mit Pollen und Staub in der Luft. So ist das Gerät auch im Sommer hilfreich. Es gibt vom Hersteller Venta mehrere Modelle je nach Größe des Raums.

Die Funktionsweise ist immer gleich: Im Inneren befindet sich ein Plattenstapel, der sich im Wasserbad dreht. Über einen kleinen Ventilator wird die Luft angesaugt und an den Platten vorbeigeleitet. So werden kleine Partikel gebunden und gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit erhöht. Der Vorteil ist, dass Sie keinen Filter tauschen müssen.

Der LW15 ist für Räume bis 25 Quadratmeter geeignet und kann mit Leitungswasser verwendet werden. Um die Verkalkung zu minimieren und die Hygiene zu erhöhen, empfiehlt der Hersteller eine Hygienelösung in das Wasser zu geben. So kann der Befeuchter auch im Dauerbetrieb laufen.

Gut zu wissen: In unserem Test hat ein größeres Modell mit Luftfeuchtigkeitssensor als Testsieger abgeschnitten.

Fazit - dieser Luftbefeuchter ist besonders empfehlenswert

Der Testsieger von Philips und der Venta Luftwäscher gefallen uns als sehr gute Luftbefeuchter am besten. Bei Philips überzeugt die verwendete NanoCloud-Technologie, um Bakterien bei der Verdunstung zu reduzieren. Der Luftwäscher von Venta punktet zudem mit der Reinigung der Luft und ist somit vor allem für Allergiker eine gute Investition.

Der Luftbefeuchter von Stadler besitzt ein besonders schlichtes Design und stößt wenig Bakterien aus. Das Modell von Beurer ist der Preissieger und erhöht die Luftfeuchtigkeit als Verdampfer am schnellsten.

Wissenswertes zu Luftbefeuchtern

Welche Techniken nutzen Raumbefeuchter?

Um die vor allem in der Heizsaison sehr trockene Luft zu befeuchten, setzen die Hersteller auf drei bewährte Techniken: Verdunstung, Verdampfung und Ultraschall-Verneblung. Mit deren Hilfe und den entsprechenden Geräten lässt sich die Feuchtigkeit der Raumluft erhöhen.

Wie funktionieren Verdunster?

Luftbefeuchter, die mit Verdunstung arbeiten, zeichnen sich durch ihren sehr geringen Energieverbrauch aus. Sie verfügen über einen Einsatz mit einer speziellen Oberfläche, auf der Wasser verdunstet und mit Hilfe eines Ventilators im Raum verteilt wird.

Ein großer Vorteil der Verdunster besteht darin, dass sie nur wenig Strom benötigen und sehr leise arbeiten. Zugleich hält sich der Wartungs- und Pflegeaufwand in Grenzen. Der im Wasser stehende Verdunstungseinsatz und der Behälter können mit herkömmlichen Reinigern saubergemacht oder entkalkt werden. Daher besteht bei diesen Geräten keine Gefahr von Legionellenbildung.

Wie funktionieren Verdampfer?

Verdampfer-Luftbefeuchter erhitzen das Wasser im Gefäß so stark, dass es verdampft. Der große Vorteil dieser Technik besteht in der Hygiene. Denn durch das Erhitzen des Wassers werden Keime vor dem Verdunsten abgetötet. Somit bieten sich diese Luftbefeuchter vor allem für Menschen mit Atemwegsproblemen oder -erkrankungen an sowie für Kinder oder Babys. Ein weiterer Vorteil: In manche Verdampfer kann man auch ätherische Öle einfüllen.

Ein Nachteil der Verdampfer besteht jedoch im höchsten Energieverbrauch aller drei gängigen Luftbefeuchter-Arten. Je nach Gerät liegt die Leistungsaufnahme bei über 300 Watt. Ist das Gerät täglich mehrere Stunden in Betrieb, kann sich das deutlich bei den Stromkosten bemerkbar machen. Zudem hat das verdampfte Wasser auch einen minimalen Heizeffekt.

Wie funktionieren Ultraschallvernebler?

Bei einem Ultraschallvernebler wird das Wasser bei hoher Frequenz in Schwingung gebracht. Dadurch entsteht ein feiner Nebel, der sich im Raum verteilt. Ein großer Vorteil dieser Luftbefeuchter besteht im geringen Energieverbrauch. Außerdem ist diese Methode sehr effizient und sorgt für eine schnelle Verteilung der Wassermoleküle im Raum.

Nachteilig bei diesen Geräten ist jedoch die höhere Anfälligkeit für Keime und Kalk. Deshalb sollten Anwender dieser Luftbefeuchter die regelmäßige Gerätereinigung und -pflege ernstnehmen. Es empfiehlt sich, dabei destilliertes Wasser zu verwenden, um die Hygiene zu gewährleisten. Wenn Sie an Allergien oder an einer Atemwegserkrankung leiden, sind Ultraschallvernebler weniger gut geeignet.

Was ist der Unterschied zwischen einem Luftbefeuchter und einem Aromadiffusor?

Luftbefeuchter sollen die Raumluft vor allem während der Heizungsperiode auf etwa 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit bringen, um ein gesundes Raumklima zu schaffen. Aromadiffusoren hingegen werden in erster Linie dazu genutzt, einen angenehmen Duft im Raum zu verteilen. Sie sorgen damit eher für eine Wohlfühlatmosphäre. Manche Luftbefeuchter wie die Modelle von Venta und Stadler haben eine zusätzliche Aromafunktion.

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