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Blutdruckmessgeräte im Test: Diese Blutdruckmesser empfiehlt die Stiftung Warentest


Für Oberarm und Handgelenke  

Blutdruckmessgeräte im Test: Die Sieger der Stiftung Warentest

26.04.2021, 14:15 Uhr | t-online, AW, nk

Blutdruckmessgeräte im Test: Diese Blutdruckmesser empfiehlt die Stiftung Warentest. Blutdruckmessgeräte im Test: Diese Modelle konnten überzeugen. (Quelle: Getty Images/Nico De Pasquale Photography)

Blutdruckmessgeräte im Test: Diese Modelle konnten überzeugen. (Quelle: Nico De Pasquale Photography/Getty Images)

Bluthochdruck gilt als ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um die eigenen Werte im Blick zu haben, empfiehlt es sich, den Blutdruck regelmäßig selbst zu messen. Stiftung Warentest hat in ihrer test-Ausgabe 09/2020 17 Blutdruckmessgeräte zur Selbstmessung getestet. Wir stellen Ihnen die Testsieger vor.

Neben Rauchen oder Zuckerkrankheiten gilt zu hoher Blutdruck als Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um Bluthochdruck vorzubeugen, sind Kontrolle und frühzeitige Erkennung die beste Lösung. Für die Kontrolle zu Hause werden verschiedene Geräte zur Pulsmessung angeboten. Ein guter Blutdruckmesser zeichnet sich neben einer hohen Messgenauigkeit ebenfalls durch eine einfache Bedienung aus. In ihrer test-Ausgabe 09/2020 hat die Stiftung Warentest 17 Blutdruckmessgeräte unter die Lupe genommen. Wir stellen die empfehlenswerten Modelle vor: 

Blutdruckmessgeräte im Test: So wurde getestet

Die Stiftung Warentest testete in ihrer Ausgabe 09/2020 erneut Blutdruckmessgeräte zur Selbstmessung. Dabei stand die Messgenauigkeit und Wiederholgenauigkeit im Fokus. Es wurden 17 Blutdruckmessgeräte getestet, darunter auch die Vorjahressieger. Getestet wurden unter anderem die Blutdruckmessung, die Handhabung und die Störanfälligkeit.

Blutdruckmessgeräte im Test: Die Ergebnisse

Von 17 geprüften Geräten sind sieben Blutdruckmessgeräte gut und empfehlenswert. Dabei handelt es sich um sechs Messgeräte für den Oberarm, aber nur eins für das Handgelenk: Das Omron RS7 Intelli IT

Der Testsieger ist das Blutdruckmessgerät Boso Medicus X für den Oberarm, gefolgt vom Medisana BU 535. Günstigstes Modell und somit Preissieger unter den guten Messgeräten ist das Blutdruckmessgerät Sanitas SBM 22.

Sechs der getesteten Geräte messen nicht genau genug und erreichen damit nur ein "ausreichend" in der Messgenauigkeit. Oberarmgeräte schneiden insgesamt besser ab als Modelle für das Handgelenk, weil sie genauer messen. Dagegen sind Handgelenkgeräte handlicher und einfacher zu bedienen. Wir stellen Ihnen nachfolgend die besten getesteten Blutdruckmessgeräte im Detail vor: 

Testsieger für den Oberarm: Boso Medicus X

Das Testergebnis: Das Blutdruckmessgerät Boso Medicus X erhielt im Test der Stiftung Warentest das test-Gesamtqualitätsurteil "gut (2,3)" und ist damit Testsieger. Im Test punktete das Gerät besonders durch seine leichte Bedienbarkeit, die durch das große Bedienelement und die leicht ablesbare LCD-Anzeige unterstützt wird. 

Produktdetails: Dieser Blutdruckmesser wird mit einer Standard-Manschette (22 bis 32 Zentimeter) für den Oberarm geliefert, ist aber auch mit einer XL Manschette (32 bis 48 Zentimeter) kombinierbar. Die Bewertungsskala des Boso Medicus X orientiert sich an den Werten der WHO, die mit Balken in vier verschiedenen Farben am Display-Rand dargestellt ist.

Besonders praktisch: Jede Messung wird automatisch gespeichert. So können Sie für bis zu 30 Messungen den Verlauf Ihrer Messwerte nachvollziehen und Ihre Gesundheit im Blick behalten.

Testsieger der Handgelenkgeräte: Omron R7 Intelli IT

Das Testergebnis: Der Omron RS7 Intelli IT erhielt im Test der Stiftung Warentest das test-Qualitätsurteil "gut (2,4)". Es ist damit das einzig gute Handgelenkgerät und punktet mit Besonderheiten wie lautloses Messen oder die Kopplungsmöglichkeit mit einem Smartphone, um ein Blutdrucktagebuch führen zu können.

Produktdetails: Das Omron-Gerät verfügt über eine praktische App-Funktion. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Messwerte bieten einen automatischen Überblick und lassen sich bei Arztterminen einfach abrufen. Diese zusätzliche Funktion schlägt sich allerdings auch im Preis wieder, sodass das Omron RS7 Intelli IT im oberen Preissegment anzusiedeln ist.

Dieses Modell misst unabhängig von Gewicht und Größe genau. Dabei unterstützt die Sitzkontrolle der Manschette beim richtigen Anlegen. Für die regelmäßige Kontrolle Ihrer Gesundheit kann das Blutdruckmessgerät von Omron sogar zweimal 100 Werte abspeichern – damit können Sie es auch prima mit ihrem Partner teilen.

Sieger in Blutdruckmessung: Medisana BU 535 Voice

Das Testergebnis: Auch das Blutdruckmessgerät BU 535 von Medisana erhielt im Test der Stiftung Warentest das test-Qualitätsurteil "gut (2,4)". Es überzeugte außerdem in der Blutdruckmessung: Mit der Teilnote "gut (2,5)" erreichte es die beste Teilnote unter den getesteten Modellen in diesem Bereich.

Produktdetails: Dank des großen Displays können die Werte auf dem Blutdruckmesser ganz leicht abgelesen werden. Dazu gehören Informationen zu Systole, Diastole, Puls, Datum und Uhrzeit sowie eine Arrhythmie-Anzeige. Die ermittelten Werte werden durch die Ampel-Farbskala nach dem Bewertungssystem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsprechend eingestuft.

Das Besondere: Bei dem BU 535 Voice können Sie eine Sprachausgabe in sechs verschiedenen Sprachen wählen: Neben Deutsch und Englisch gibt es Niederländisch, Französisch, Italienisch und Türkisch. Außerdem speichert dieses Blutdruckmessgerät jeweils 120 Messergebnisse für zwei Benutzer oder Benutzerinnen.

Der Preissieger: Sanitas SBM 22

Das Testergebnis: Das Oberarm-Blutdruckmessgerät SBM von Sanitas konnte im Test der Stiftung Warentest das test-Qualitätsurteil "gut (2,5)" erreichen. Besonders positiv fiel seine Wiederholgenauigkeit in der Blutdruckmessung auf: Hier erzielte das Modell eine sehr gute Bewertung.

Produktdetails: Die Manschette ist für einen Oberarm-Umfang von 22 bis 33 Zentimetern geeignet. Da für die korrekte Messung wichtig ist, dass die Oberarmmanschette richtig sitzt, besitzt diese eine Manschettensitzkontrolle: Ob die Manschette zu eng oder zu locker sitzt, wird Ihnen auf dem Display angezeigt.

Nach der Messung werden Ihre Werte direkt durch eine farbige Skala eingestuft, um eine anschauliche Übersicht zu gewährleisten. Auch eine zusätzliche Arrhythmie-Funktion unterstützt Sie dabei, mögliche Herzrhythmusstörungen frühzeitig zu erkennen. Besonders praktisch: Durch eine integrierte Alarmfunktion werden Sie regelmäßig an die Blutdruckkontrolle erinnert.

Unser Fazit

Stiftung Warentest zieht nach ihrem Test von 17 Blutdruckmessgeräten folgendes Fazit: Sieben Messgeräte sind gut und empfehlenswert. Testsieger ist das Oberarm-Blutdruckmessgerät Boso Medicus X, welches durch seine leichte Bedienbarkeit und die Blutdruckmessung überzeugt.

Testsieger unter den Handgelenk-Blutdruckmessern ist das Omron RS7 Intelli IT. Es ist das einzige Modell der Blutdruckmessgeräte fürs Handgelenk, welches mit einer guten Gesamtnote überzeugen konnte. Es punktet unter anderem mit einer zusätzlichen App-Funktion für Ihr Smartphone.

FAQ – Die häufigsten Fragen zu Blutdruckmessgeräten

Welche Symptome deuten auf Bluthochdruck hin? Und welche Funktionen bringen Blutdruckmessgeräte mit? Sind Blutdruckmesser für das Handgelenk oder den Oberarm besser? Wollen Sie sich ein Blutdruckmessgerät kaufen, gibt es vieles, das vorab beantwortet sein muss. Wir gehen für Sie den häufigsten Fragen nach und beantworten sie.

Was sind die besten Blutdruckmessgeräte?

Blutdruckmesser werden entweder mit einer Manschette am Oberarm oder am Handgelenk angelegt. Oberarmgeräte messen meist genauer, sind aber im Eigengebrauch bisweilen etwas unhandlich. Geräte fürs Handgelenk sind hier die praktische Alternative. Gemeinsam haben beide Modelle, dass sie auf Knopfdruck arbeiten und die Werte digital anzeigen. 

Was zeigen Blutdruckmessgeräte an?

  • Pulsmessung: Den Puls können Sie am Handgelenk, aber auch am Oberarm messen. Um auf die korrekten Werte zu kommen, sollten Sie vorher einige Minuten ruhig sitzen. 
  • Herzrhythmusstörung erkennen: Es gibt Geräte, die eine Herzrhythmusstörung (Arrhythmie) erkennen. Liegt eine solche Unregelmäßigkeit vor, wird diese am Gerät mittels eines Signals angegeben (zum Beispiel durch eine Anzeige auf dem Display).
  • Datum- und Uhrzeit: Bei einigen Geräten speichern Sie Ihre Werte direkt am entsprechenden Tag inklusive Uhrzeit ab. Hierdurch sparen Sie sich das mühevolle Eintragen der Messwerte in ein Heft. Die Speicherfunktionen der Geräte variieren. Gute Modelle speichern die Daten bis zu 180 Tage ab.
  • WHO-Ampelsystem: Das gemessene Ergebnis wird neben Ziffern auch in einer Farbskala dargestellt. Ein Blutdruck im normalen Bereich ist grün, zu hoher Blutdruck rot. Dabei orientieren sich die Geräte an den von der WHO definierten Grenzwerten. 

Bluthochdruck-Werte: Was ist zu hoch?

Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn der obere (systolische) Wert bei 140 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) oder mehr und der untere (diastolische) Wert bei 90 mmHg oder mehr liegt. Auch wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, handelt es sich um Bluthochdruck. Wichtig ist auch das Verhältnis der beiden Werte. Ein sehr großer Unterschied zwischen Systole und Diastole ist ein Risikofaktor für weitere Herzerkrankungen.

Bluthochdruck: Einteilung der Blutdruck-Werte

Blutdruck EinteilungSystole (erster Wert)Diastole (zweiter Wert)
Normal120-129 mmHg80-84 mmHg
Normal-Hoch130-139 mmHg85-89 mmHg
Hypertonie Grad 1
leichter Bluthochdruck
140-159 mmHg90-99 mmHg
Hypertonie Grad 2
mittelschwerer Bluthochdruck
160-179 mmHg100-109 mmHg
Hypertonie Grad 3
schwerer Bluthochdruck
über 180 mmHgüber 110 mmHg

Wie zuverlässig sind Blutdruckmessgeräte?

Die Zuverlässigkeit von Blutdruckmessgeräten hängt zum Teil von ihrer Anwendung ab. Daneben gilt, dass die Messmethode von teureren und hochwertigeren Geräten oft genauer ist als die von günstigeren Modellen.

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, raten wir Ihnen daher, beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Allgemein gilt jedoch, dass die zuverlässigste Messung vom Arzt kommt. Ein Blutdruckmesser für Zuhause ersetzt nicht den Gang zum Arzt.

Wie misst man den Blutdruck richtig?

Der Blutdruck kann am Arm oder am Handgelenk gemessen werden. Wichtig ist dabei die Position der Blutdruckmanschette: Sie muss sich beim Messen immer auf Herzhöhe befinden. Hält man den Arm oder das Handgelenk über der Herzhöhe, wird der Druck zu niedrig angezeigt.

Hält man die Manschette unter der Herzhöhe, wird der Druck zu hoch gemessen. Nutzen Sie ein hochwertiges Gerät, um korrekte Messergebnisse zu erhalten. Die Deutsche Hochdruckliga vergibt beispielsweise entsprechende Prüfsiegel für Blutdruckmessgeräte.

Welche Symptome treten beim Bluthochdruck auf?

Bluthochdruck ist eines der großen Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, macht sich aber oft lange nicht bemerkbar. Das liegt auch daran, dass es keine eindeutigen Symptome für Bluthochdruck gibt. Viele Betroffene fühlen sich wohl und merken nichts davon. 

Symptome für Bluthochdruck können sein:

  • Kopfschmerzen (vor allem nachts und morgens)
  • Schwindel und Ohrensausen
  • Herzrasen
  • Druck-/Engegefühl in der Herzgegend
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Nasenbluten
  • Sehstörungen
  • Nervosität, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit/Erbrechen
  • gerötetes Gesicht
  • Erektionsstörungen

All diese Symptome kommen auch bei vielen anderen Krankheiten vor. Um die Gefahr früh genug zu erkennen, sollten Sie regelmäßig Ihren Blutdruck messen und die sechs Warnsignale für Bluthochdruck kennen. Sprechen Sie in jedem Fall mit einem Arzt, wenn Ihr Messgerät öfter höhere Werte anzeigt.

Die größte Messgenauigkeit beim Messen des Blutdrucks erzielt übrigens laut Stiftung Warentest immer noch der Arzt mit Stethoskop und Oberarmmanschette. Also scheuen Sie sich nicht und vereinbaren bei Bedarf einen Arzttermin.

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