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Blutdruckmessgeräte im Vergleich – Welche Modelle sind empfehlenswert?

Zu hoher Blutdruck?  

Die Gesundheit im Blick: Drei empfehlenswerte Blutdruckmessgeräte im Vergleich

07.05.2020, 19:54 Uhr | t-online.de

Bluthochdruck gilt als ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um die eigenen Werte im Blick zu haben, empfiehlt es sich, den Blutdruck regelmäßig selbst zu messen. Wir stellen Blutdruckmessgeräte vor, die in verschiedenen Tests gut abgeschnitten haben und sagen, worauf Sie achten müssen.

Neben Rauchen oder Zuckerkrankheiten gilt zu hoher Blutdruck als Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um Bluthochdruck vorzubeugen, sind Kontrolle und frühzeitige Erkennung die beste Lösung.

Für die Kontrolle zu Hause werden verschiedene Geräte zur Pulsmessung angeboten. Ein guter Blutdruckmesser zeichnet sich neben einer hohen Messgenauigkeit ebenfalls durch eine einfache Bedienung aus.

Bluthochdruck-Werte: Was ist zu hoch?

Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn der obere (systolische) Wert bei 140 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) oder mehr und der untere (diastolische) Wert bei 90 mmHg oder mehr liegt. Auch wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, handelt es sich um Bluthochdruck. Wichtig ist auch das Verhältnis der beiden Werte. Ein sehr großer Unterschied zwischen Systole und Diastole ist ein Risikofaktor für weitere Herzerkrankungen.

Bluthochdruck: Einteilung der Blutdruck-Werte

Blutdruck EinteilungSystole (erster Wert)Diastole (zweiter Wert)
Normal120-129 mmHg80-84 mmHg
Normal-Hoch130-139 mmHg85-89 mmHg
Hypertonie Grad 1
leichter Bluthochdruck
140-159 mmHg90-99 mmHg
Hypertonie Grad 2
mittelschwerer Bluthochdruck
160-179 mmHg100-109 mmHg
Hypertonie Grad 3
schwerer Bluthochdruck
über 180 mmHgüber 110 mmHg

Drei Blutdruckmessgeräte im Test

Wir stellen Ihnen nachfolgend einige der besten Blutdruckmessgeräte vor, die in verschiedenen Tests sehr gut abgeschnitten haben.

Der Stiftung Warentest Testsieger: Braun ExactFit 5 Blutdruckmessgerät

Die Stiftung Warentest hat zuletzt im November 2018 Blutdruckmessgeräte in einem Test geprüft. Lediglich das Oberarmgerät "ExactFit 5" von Braun erhielt hierbei die Note "Gut (2,5)". Im Test punktete das Gerät besonders durch seine leichte Bedienbarkeit, die durch das große Bedienelement und die leicht ablesbare LCD-Anzeige unterstützt wird. Ebenso hilfreich ist außerdem die Blutdruckanzeige, die die Messdaten gemäß den WHO-Richtlinien farbcodiert übermittelt.

Das Messgerät ist unabhängig von der Oberarmgröße einsetzbar. Hierfür wird es mit zwei unterschiedlichen Manschettengrößen angeboten (S/M und L/XL) und ist auf diese Weise für mehrere Personen nutzbar.

Für eine genaue Verfolgung und Auswertung Ihrer Herzgesundheit ermittelt das Blutdruckmessgerät den Durchschnitt aller Messwerte der letzten sieben Tage. Darüber hinaus ist die Nutzung durch zwei Personen möglich. So bietet das Gerät genug Platz für 60 Messungen pro Anwender. Besonders praktisch: Neben den Daten werden ebenfalls Datum und Uhrzeit angegeben. Auf diese Weise behalten Sie Ihre Messdaten genau im Auge. 

Wir meinen: Ein gutes Gerät, das durch seine unterschiedlichen Manschettengrößen von mehreren Nutzern benutzt werden kann. Schön finden wir, dass die Oberarmmessung bereits beim Aufpumpen geschieht, sodass kein weiteres Nachpumpen erforderlich ist. Daneben finden wir die farbcodierte Datenanzeige sehr praktisch, durch die Daten und mögliche Unregelmäßigkeiten gut verständlich wiedergegeben werden. 

Für die Nutzung werden bei diesem Gerät vier AA-Batterien benötigt.

Zuverlässig und günstig: Omron RS2 Handgelenk-Blutdruckmessgerät

Suchen Sie noch nach einem guten Blutdruckmessgerät für den kleinen Geldbeutel, werden Sie beim Omron RS2 fündig. Das von der Stiftung Warentest in der Ausgabe 05/2016 als Testsieger gekürte Gerät deckt alle Grundfunktionen eines soliden Messgerätes ab und ist bereits für unter 40 Euro zu erhalten.

Damit Sie unverfälschte Messdaten erhalten, ist es bei Blutdruckmessern für daheim unter anderem wichtig, dass die Manschetten richtig angelegt sind. Hier kann Omrom R2 punkten: Im Blutdruckmessgeräte-Test wurde das Gerät vor allem für seine sehr geringe Störanfälligkeit gelobt, sodass Sie hier auch bei Ungenauigkeiten in der Handhabung gute Ergebnisse erreichen. 

Obwohl das Gerät weniger Funktionen und nur 30 Speicherplätze anbietet, wurde sowohl die Handhabung als auch die Blutdruckmessung mit dem Testurteil "gut" benotet. Für die gute Note spricht beispielsweise die Messmethode des Handgelenkgeräts. Diese führt die Messungen bereits beim Aufpumpen durch – ein Nachpumpen entfällt dadurch gänzlich.

Wir meinen: Das Handgelenkgerät RS2 vom Hersteller Omrom ist für jeden geeignet, der auf der Suche nach einem guten Gerät zu einem fairen Preis ist. Besonders zuverlässig ist die genaue Übertragung der Blutdruckdaten, die auch bei falscher Handhabung gute Ergebnisse liefert. Daneben misst auch dieses Gerät bereits beim Aufpumpen den Blutdruck, sodass ein weiteres Pumpen entfällt.

Der Preis-Leistung-Sieger: Medisana BU 516 Oberarm-Blutdruckmessgerät

Das Blutdruckmessgerät von Medisana ging bereits im Test von "Haus & Garten" (02/2019) als Preis-Leistungs-Sieger mit der Endnote "Gut (1,8)" hervor. 

Dieses Modell misst den Blutdruck schnell und präzise am Oberarm – ob zu hause oder unterwegs. Besonders die leichte Handhabung wird bei diesem Modell gelobt. Diese zeichnet sich durch ein großes Display und ein farbiges Ampelsystem (Ampelkontrolle) aus, das die Messergebnisse wiedergibt. So ermöglicht die angegebene Farbskala eine schnelle Einordnung der Blutdruckwerte.

Besonders hervorzuheben ist die zusätzliche Arrhythmie-Anzeige auf dem Display, die neben Werten wie Systole, Diastole, Puls, Datum und Uhrzeit angezeigt wird. 

Auch ist der interne Speicher überzeugt – Sie können jeweils 90 Messergebnisse für zwei Benutzer speichern.

Wir meinen: Mit seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis stellt das BU 516 Blutdruckmessgerät von Medisana ein gutes Gesundheitsgerät für den Heimgebrauch dar. Im Lieferumfang enthalten ist neben dem Blutdruckmessgerät und der Manschette vier Batterien sowie ein Aufbewahrungsbeutel. Sie können also sofort starten mit der Messung.

FAQ – Die häufigsten Fragen zu Blutdruckmessgeräten

Welche Symptome deuten auf Bluthochdruck hin? Und welche Funktionen bringen Blutdruckmessgeräte mit? Sind Blutdruckmesser für das Handgelenk oder den Oberarm besser? – Wollen Sie sich ein Blutdruckmessgerät kaufen, gibt es vieles, das vorab beantwortet sein muss. Wir gehen für Sie den häufigsten Fragen nach und beantworten sie.

Was sind die besten Blutdruckmessgeräte?

Blutdruckmesser werden entweder mit einer Manschette am Oberarm oder am Handgelenk angelegt. Oberarmgeräte messen meist genauer, sind aber im Eigengebrauch bisweilen etwas unhandlich. Geräte fürs Handgelenk sind hier die praktische Alternative. Gemeinsam haben beide Modelle, dass sie auf Knopfdruck arbeiten und die Werte digital anzeigen. 

Was zeigen Blutdruckmessgeräte an?

Pulsmessung: Den Puls können Sie am Handgelenk, aber auch am Oberarm messen. Um auf die korrekten Werte zu kommen, sollten Sie vorher einige Minuten ruhig sitzen. 

Herzrhythmusstörung erkennen: Es gibt Geräte, die eine Herzrhythmusstörung (Arrhythmie) erkennen. Liegt eine solche Unregelmäßigkeit vor, wird diese am Gerät mittels eines Signals angegeben (zum Beispiel durch eine Anzeige auf dem Display).

Datum- und Uhrzeit: Bei einigen Geräten speichern Sie Ihre Werte direkt am entsprechenden Tag inklusive Uhrzeit ab. Hierdurch sparen Sie sich das mühevolle Eintragen der Messwerte in ein Heft. Die Speicherfunktionen der Geräte variieren. Gute Modelle speichern die Daten bis zu 180 Tage ab. 

WHO-Ampelsystem: Das gemessene Ergebnis wird neben Ziffern auch in einer Farbskala dargestellt. Ein Blutdruck im normalen Bereich ist grün, zu hoher Blutdruck rot. Dabei orientieren sich die Geräte an den von der WHO definierten Grenzwerten. 

Wie zuverlässig sind Blutdruckmessgeräte?

Die Zuverlässigkeit von Blutdruckmessgeräten hängt zum Teil von ihrer Anwendung ab. Daneben gilt, dass die Messmethode von teureren und hochwertigeren Geräten oft genauer ist als die von günstigeren Modellen.

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, raten wir Ihnen daher, beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Allgemein gilt jedoch, dass die zuverlässigste Messung vom Arzt kommt. Ein Blutdruckmesser für zuhause ersetzt nicht den Gang zum Arzt.

Wie misst man den Blutdruck richtig?

Der Blutdruck kann am Arm oder am Handgelenk gemessen werden. Wichtig ist dabei die Position der Blutdruckmanschette: Sie muss sich beim Messen immer auf Herzhöhe befinden. Hält man den Arm oder das Handgelenk über der Herzhöhe, wird der Druck zu niedrig angezeigt.

Hält man die Manschette unter der Herzhöhe, wird der Druck zu hoch gemessen. Nutzen Sie ein hochwertiges Gerät, um korrekte Messergebnisse zu erhalten. Die Deutsche Hochdruckliga vergibt beispielsweise entsprechende Prüfsiegel für Blutdruckmessgeräte.

Welche Symptome treten beim Bluthochdruck auf?

Bluthochdruck ist eines der großen Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, macht sich aber oft lange nicht bemerkbar. Das liegt auch daran, dass es keine eindeutigen Symptome für Bluthochdruck gibt. Viele Betroffene fühlen sich wohl und merken nichts davon. 

Symptome für Bluthochdruck können sein:

  • Kopfschmerzen (vor allem nachts und morgens)
  • Schwindel und Ohrensausen
  • Herzrasen
  • Druck-/Engegefühl in der Herzgegend
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Nasenbluten
  • Sehstörungen
  • Nervosität, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit/Erbrechen
  • gerötetes Gesicht
  • Erektionsstörungen

All diese Symptome kommen auch bei vielen anderen Krankheiten vor. Um die Gefahr früh genug zu erkennen, sollten Sie regelmäßig Ihren Blutdruck messen und die sechs Warnsignale für Bluthochdruck kennen. Sprechen Sie in jedem Fall mit einem Arzt, wenn Ihr Messgerät öfter höhere Werte anzeigt.

Die größte Messgenauigkeit beim Messen des Blutdrucks erzielt übrigens laut Stiftung Warentest immer noch der Arzt mit Stethoskop und Oberarmmanschette. Also scheuen Sie sich nicht und vereinbaren bei Bedarf einen Arzttermin.

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