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Gesundheits-Check: Blutdruckmessgeräte im Test

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Für ein gesünderes Leben: Drei Blutdruckmessgeräte im Test

30.09.2019, 14:25 Uhr | t-online.de

Bluthochdruck gilt als ein wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um die eigenen Werte im Blick zu haben, empfiehlt es sich, den Blutdruck regelmäßig selbst zu messen. Wir stellen Blutdruckmesser vor, die in verschiedenen Tests gut abgeschnitten haben und sagen, worauf Sie achten müssen.

Neben Rauchen oder Zuckerkrankheiten gilt zu hoher Blutdruck als Faktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um Bluthochdruck vorzubeugen, sind Kontrolle und frühzeitige Erkennung die beste Lösung.

Für die Kontrolle zuhause werden verschiedene Geräte zur Pulsmessung angeboten. Ein guter Blutdruckmesser zeichnet sich neben einer hohen Messgenauigkeit ebenfalls durch eine einfache Bedienung aus.

Bluthochdruck-Werte: Was ist zu hoch?

Bluthochdruck (Hypertonie) liegt vor, wenn der obere (systolische) Wert bei 140 mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) oder mehr und der untere (diastolische) Wert bei 90 mmHg oder mehr liegt. Auch wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, handelt es sich um Bluthochdruck. Wichtig ist auch das Verhältnis der beiden Werte. Ein sehr großer Unterschied zwischen Systole und Diastole ist ein Risikofaktor für weitere Herzerkrankungen.

Bluthochdruck: Einteilung der Blutdruck-Werte

Blutdruck EinteilungSystole (erster Wert)Diastole (zweiter Wert)
Normal120-129 mmHg80-84 mmHg
Normal-Hoch130-139 mmHg85-89 mmHg
Hypertonie Grad 1
leichter Bluthochdruck
140-159 mmHg90-99 mmHg
Hypertonie Grad 2
mittelschwerer Bluthochdruck
160-179 mmHg100-109 mmHg
Hypertonie Grad 3
schwerer Bluthochdruck
über 180 mmHgüber 110 mmHg

Drei Blutdruckmessgeräte im Test

Wir stellen Ihnen im Nachgehenden einige der besten Blutdruckmessgeräte vor, die in verschiedenen Tests geprüft wurden.

Der Testsieger 2018: Braun ExactFit 5 Blutdruckmessgerät

Die Stiftung Warentest hat im November 2018 Blutdruckmessgeräte in einem Test geprüft. Lediglich das Oberarmgerät "ExactFit 5" von Braun erhielt hierbei die Note "gut" (2,5). Im Test punktete das Gerät besonders durch seine leichte Bedienbarkeit, die durch das große Bedienelement und die leicht ablesbare LCD-Anzeige unterstützt wird. Ebenso hilfreich ist außerdem die Blutdruckanzeige, die die Messdaten gemäß den WHO-Richtlinien farbcodiert übermittelt.

Das Messgerät ist unabhängig von der Oberarmgröße einsetzbar. Hierfür wird es mit zwei unterschiedlichen Manschettengrößen angeboten (S/M und L/XL) und ist auf diese Weise für mehrere Personen nutzbar.

Für eine genaue Verfolgung und Auswertung Ihrer Herzgesundheit ermittelt das Blutdruckmessgerät den Durchschnitt aller Messwerte der letzten sieben Tage. Darüber hinaus ist die Nutzung von zwei Personen möglich. So bietet das Gerät genug Platz für 60 Messungen pro Anwender. Besonders praktisch: Neben den Daten werden ebenfalls Datum und Uhrzeit angegeben. Auf diese Weise behalten Sie Ihre Messdaten genau im Auge. 

Wir meinen: Ein gutes Gerät, das durch seine unterschiedlichen Manschettengrößen von mehreren Nutzern benutzt werden kann. Schön finden wir, dass die Oberarmmessung bereits beim Aufpumpen geschieht, sodass kein weiteres Nachpumpen erforderlich ist. Daneben finden wir die farbcodierte Datenanzeige sehr praktisch, durch die Daten und mögliche Unregelmäßigkeiten gut verständlich wiedergegeben werden. 

Für die Nutzung werden bei diesem Gerät vier AA-Batterien benötigt.

  • Messung am Oberarm
  • Speicherkapazität: 60 Messungen
  • WHO-Farbcodierung: ja
  • Anzahl Benutzer: 2
  • 2 Manschetten (S/M, L/XL)
  • Testsieger bei Stiftung Warentest (test Ausgabe 11/2018)
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Das zuverlässige Modell: Omron RS2 Blutdruckmessgerät

Suchen Sie noch nach einem guten Blutdruckmessgerät für den kleinen Geldbeutel, werden Sie beim Omron RS2 fündig. Das von der Stiftung Warentest in der Ausgabe 05/2016 als Testsieger gekürte System deckt alle Grundfunktionen eines soliden Messgerätes ab und ist bereits für unter 40 Euro zu erhalten.

Damit Sie unverfälschte Messdaten erhalten, ist es bei Blutdruckmessern für daheim unter anderem wichtig, dass die Manschetten richtig angelegt sind. Hier kann Omrom R2 punkten: Im Blutdruckmessgeräte-Test wurde das Gerät vor allem für seine sehr geringe Störanfälligkeit gelobt, sodass Sie hier auch bei Ungenauigkeiten in der Handhabung gute Ergebnisse erreichen. 

Obwohl das Gerät weniger Funktionen und nur 30 Speicherplätze anbietet, wurde sowohl die Handhabung als auch die Blutdruckmessung mit dem Testurteil "gut" benotet. Für die guten Noten spricht beispielsweise die Messmethode des Handgelenkgeräts. Diese führt die Messungen bereits beim Aufpumpen durch – ein Nachpumpen entfällt dadurch gänzlich.

Wir meinen: Das Handgelenkgerät RS2 vom Hersteller Omrom ist für jeden geeignet, der auf der Suche nach einem guten Gerät zu einem fairen Preis ist. Bsonders zuverlässig ist die genaue Übertragung der Blutdruckdaten, die auch bei falscher Handhabung gute Ergebnisse liefert. Daneben misst auch dieses Gerät bereits beim Aufpumpen den Blutdruck, sodass ein weiteres Pumpen entfällt.

Für den Betrieb benötigt das RS2 sechs AAA-Batterien.

  • Messung am Handgelenk
  • Speicherkapazität: 30 Messungen
  • WHO-Farbcodierung: nein
  • Anzahl Benutzer: 1
  • Manschette: 13,5 - 21,5 cm
  • Testsieger Stiftung Warentest (test Ausgabe 05/2016)
  • Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga
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Der Preis-Leistung-Sieger: Sanitas SBM 21 Blutdruckmessgerät

Im Test von "blutdruckmessgeraetetest.de" wird beim Oberarm-Messgerät von Sanitas SBM 21 unter anderem die leichte Handhabung gelobt. Diese zeichnet sich durch ein großes Display und ein farbiges Ampelsystem (Ampelkontrolle) aus, das die Messergebnisse wiedergibt. So ermöglicht die angegebene Farbskala eine schnelle Einordnung der Blutdruckwerte.

Negativ fällt allerdings der Schlauchanschluss im Test auf, der zum Teil Fehler aufweist. Hierfür liegt der Preis des Messgerätes allerdings bei unter 20 Euro und ist damit ein guter Preis-Leistungs-Sieger. Daneben bietet das Gerät für vier Personen jeweils 30 Plätze für die Datenspeicherung. 

Das Gerät mit Manschette ist für einen Oberarmumfang zwischen 22 und 36 Zentimetern ausgelegt.

Wir meinen: Mit seinem guten Preis-Leistungs-Verhältnis stellt das SBM 21 von Sanitas ein gutes Zweitgerät dar. Schön finden wir bei diesem Messgerät die Gastfunktion mit ihren Speicherplätzen, durch die bis zu vier Nutzer das Gerät bedienen. Hierdurch lohnt sich das Gerät besonders gut für größere Haushalte. Gelungen ist daneben ebenfalls die Datenanzeige, die durch das Ampelsystem verständlich ablesbar ist.

Für die Inbetriebnahme dieses Gerätes benötigen Sie vier AA-Batterien.

  • Messung am Oberarm
  • Speicherkapazität: 30 Messungen
  • WHO-Farbcodierung: ja
  • Anzahl Benutzer: 4
  • Manschette: 22 - 36 cm
  • Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga
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Wir geben Antworten auf die häufigsten Fragen zu Blutdruckmessgeräten

Welche Symptome deuten auf Bluthochdruck hin? Und welche Funktionen bringen Blutdruckmessgeräte mit? Sind Blutdruckmesser für das Handgelenk oder den Oberarm besser? – Wollen Sie sich ein Blutdruckmessgerät kaufen, gibt es vieles, das vorab beantwortet sein muss. Wir gehen für Sie den häufigsten Fragen nach und beantworten sie.

Was sind die besten Blutdruckmessgeräte?

Blutdruckmesser werden entweder mit einer Manschette am Oberarm oder am Handgelenk angelegt. Oberarmgeräte messen meist genauer, sind aber im Eigengebrauch bisweilen etwas unhandlich. Geräte fürs Handgelenk sind hier die praktische Alternative. Gemeinsam haben beide Modelle, dass sie auf Knopfdruck arbeiten und die Werte digital anzeigen. 

Was zeigen Blutdruckmessgeräte an?

Pulsmessung: Den Puls können Sie am Handgelenk, aber auch am Oberarm messen. Um auf die korrekten Werte zu kommen, sollten Sie vorher einige Minuten ruhig sitzen. 

Herzrhythmusstörung erkennen: Es gibt Geräte, die eine Herzrhythmusstörung (Arrhythmie) erkennen. Liegt eine solche Unregelmäßigkeit vor, wird diese am Gerät mittels eines Signals angegeben (zum Beispiel durch eine Anzeige auf dem Display).

Datum- und Uhrzeit: Bei einigen Geräten speichern Sie Ihre Werte direkt am entsprechenden Tag inklusive Uhrzeit ab. Hierdurch sparen Sie sich das mühevolle Eintragen der Messwerte in ein Heft. Die Speicherfunktionen der Geräte variieren. Gute Modelle speichern die Daten bis zu 180 Tage ab. 

WHO-Ampelsystem: Das gemessene Ergebnis wird neben Ziffern auch in einer Farbskala dargestellt. Ein Blutdruck im normalen Bereich ist grün, zu hoher Blutdruck rot. Dabei orientieren sich die Geräte an den von der WHO definierten Grenzwerten. 

Wie zuverlässig sind Blutdruckmessgeräte?

Die Zuverlässigkeit von Blutdruckmessgeräten hängt zum Teil von ihrer Anwendung ab. Daneben gilt, dass die Messmethode von teureren und hochwertigeren Geräten oft genauer ist als die von günstigeren Modellen.

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, raten wir Ihnen daher, beim Kauf eines Blutdruckmessgerätes etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Allgemein gilt jedoch, dass die zuverlässigste Messung vom Arzt kommt. Ein Blutdruckmesser für zuhause ersetzt nicht den Gang zum Arzt.

Wie misst man den Blutdruck richtig?

Der Blutdruck kann am Arm oder am Handgelenk gemessen werden. Wichtig ist dabei die Position der Blutdruckmanschette: Sie muss sich beim Messen immer auf Herzhöhe befinden. Hält man den Arm oder das Handgelenk über der Herzhöhe, wird der Druck zu niedrig angezeigt.

Hält man die Manschette unter der Herzhöhe, wird der Druck zu hoch gemessen. Nutzen Sie ein hochwertiges Gerät, um korrekte Messergebnisse zu erhalten. Die Deutsche Hochdruckliga vergibt beispielsweise entsprechende Prüfsiegel für Blutdruckmessgeräte.

Welche Symptome treten beim Bluthochdruck auf?

Bluthochdruck ist eines der großen Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, macht sich aber oft lange nicht bemerkbar. Das liegt auch daran, dass es keine eindeutigen Symptome für Bluthochdruck gibt. Viele Betroffene fühlen sich wohl und merken nichts davon. 

Symptome für Bluthochdruck können sein:

  • Kopfschmerzen (vor allem nachts und morgens)
  • Schwindel und Ohrensausen
  • Herzrasen
  • Druck-/Engegefühl in der Herzgegend
  • Kurzatmigkeit
  • Schweißausbrüche
  • Nasenbluten
  • Sehstörungen
  • Nervosität, Gereiztheit, Konzentrationsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit/Erbrechen
  • gerötetes Gesicht
  • Erektionsstörungen

All diese Symptome kommen auch bei vielen anderen Krankheiten vor. Um die Gefahr früh genug zu erkennen, sollten Sie regelmäßig Ihren Blutdruck messen und die sechs Warnsignale für Bluthochdruck kennen. Sprechen Sie in jedem Fall mit einem Arzt, wenn Ihr Messgerät öfter höhere Werte anzeigt.

Die größte Messgenauigkeit beim Messen des Blutdrucks erzielt übrigens laut Stiftung Warentest immer noch der Arzt mit Stethoskop und Oberarm-Manschette. Also scheuen Sie nicht und vereinbaren bei Bedarf einen Arzttermin.

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