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Vertikutierer im Vergleich: Benzin-, Hand-, Akku- oder Elektro-Vertikutierer?

Rasenpflege  

Mit diesen Vertikutierern kann Ihr Rasen wieder durchatmen

26.02.2020, 15:05 Uhr | t-online.de

Ein dichter und gesunder Rasen ist der Traum eines jeden Gartenbesitzers. Damit das Gras genügend Luft zum Wachsen hat, sollte die Grünfläche vertikutiert werden. Ein Vertikutierer entfernt zuverlässig Moos, verfilzte Rasenflächen und das Unkraut von der Grasnarbe. Wir stellen Ihnen hier verschiedene zuverlässige Vertikutierer für die Rasenpflege vor.

Vertikutierer lassen sich anhand ihrer verschiedenen Antriebsarten unterscheiden. Es gibt Hand-, Elektro-, Akku- oder Benzin-Vertikutierer.

Wir stellen Ihnen empfehlenswerte Modelle aller Vertikutiererarten vor und erklären Ihnen, welche Vertikutiererart sich für welchen Gebrauch eignet. Auch Informationen, was Sie beim Kauf und dem Vertikutieren beachten sollten, bekommen Sie hier.

Hand-Vertikutierer für kleine Rasenflächen

Der Hand-Vertikutierer besitzt, anders als die motorisierten Vertikutierer, hakenförmige Klingen und erinnert eher an ein Rechen. Hier ist Muskelkraft gefragt. Mit Hand-Vertikutierern lässt sich besonders gut Rasenfilz aus der Grasnarbe herauskämmen. Sie eignen sich besonders gut für kleine und verwinkelte Rasenflächen. 

Unsere Empfehlung für Hand-Vertikutierer: 2-in-1 Schneidrechen von Gardena

Der 2-in-1 Schneidrechen von Gardena verfügt über zwei unterschiedliche Seiten: Die eine Seite mit den spitzen Klingen ist zum Vertikutieren und die andere Seite mit den runden und enger stehenden Klingen für das Zusammenkehren von Gartenabfällen geeignet.

Das Combisystem von Gardena ermöglicht die Benutzung von vielen unterschiedlichen Aufsätzen auf einem Stiel. Wenn Sie diesen noch nicht besitzen, lohnt sich eine separate Anschaffung dieses Teleskopstiels dennoch, wenn Sie auch andere Gardena-Produkte damit nutzen wollen.

Die Arbeitsbreite des Schneidrechens beträgt 350 Millimeter. Damit lassen sich Rasenflächen von bis zu 100 Quadratmetern sehr gut bearbeiten.

Elektro-Vertikutierer für die einfache Rasenpflege des Gartens

Elektro-Vertikutierer werden mit Strom betrieben und sind für kleine bis mittelgroße Gärten geeignet. Sie sind kleiner und deutlich leichter als herkömmliche Rasenmäher. Das macht sie besonders beweglich und wendig. Im Gegensatz zu Benzin-Vertikutierern lassen sie sich ohne Probleme in ruhigen Wohngebieten verwenden, da sie kaum Lärm verursachen.

Unsere Empfehlung für Elektro-Vertikutierer: Bosch AVR 1100

Der beliebte Elektro-Vertikutierer von Bosch ist mit einem 1.100 Watt starken Powerdrive-Elektromotor ausgestattet, der eine Walze mit 14 robusten BOR-Stahlmessern antreibt.

Die kleinen Messer sorgen mit dem integrierten Jet-Collect-System für eine effiziente Entfernung von Moos oder Unkraut und liefern Ihrem Rasen wieder ausreichend Nährstoffe und Luft. Mit dem "AVR 1100" von Bosch passen Sie die Arbeitsleistung des Geräts optimal an Ihre Anforderungen an, denn die Arbeitshöhe lässt sich in vier Abstufungen von -10 bis +5 Millimeter einstellen. Damit kann das Gerät zum Beispiel in größerer Arbeitshöhe auch zum Aufsammeln von Laub genutzt werden.

Die große 50-Liter-Auffangbox ermöglicht in Kombination mit einer Arbeitsbreite von 32 Zentimetern längeres Arbeiten ohne häufiges Ausleeren. Nach dem Arbeiten klappen Sie das Gestänge des Vertikutierers einfach zusammen und verstauen den Bosch AVR 1100 ganz platzsparend in der Garage oder dem Geräteschuppen bis zum nächsten Einsatz. Für kleine bis mittelgroße Rasenflächen ist dieses Modell von Bosch gut geeignet. Dank der zusätzlichen Möglichkeit Laub aufzusammeln ist es auch für all diejenigen interessant, die auf ihrem Grundstück Laubbäume stehen haben.

Akku-Vertikutierer, die kabellose Alternative

Akku-Vertikutierer sind eine kabellose Alternative zu den Elektro-Vertikutierern. Die Laufzeitdauer von Akku-Vertikutierern hängt stark von der Kapazität des verwendeten Akkus ab.

Unsere Empfehlung für Akku-Vertikutierer: GE-SC 15/1 Li von Einhell

Der Akku-Vertikutierer von Einhell ermöglicht das kabellose Vertikutieren Ihres Rasens. Mit einem Gewicht von 10 Kilogramm ist dieser Akku-Vertikutierer ähnlich schwer wie der Elektro-Vertikutierer von Bosch und deutlich leichter als der Benzin-Vertikutierer von Wolf.

Der Vertikutierer verfügt über einen höhenverstellbaren und schnell einklappbaren Führungsholm. Damit kann er von Personen mit unterschiedlichen Körpergrößen verwendet und platzsparend verstaut werden. Der Akku ist für verschiedene Einhell-Geräte nutzbar.

Leicht und leise: der Akku-Vertikutierer von Einhell pflegt den Rasen, ohne viel Lärm zu machen. Er ist für kleine bis mittelgroße Rasenflächen geeignet.

Benzin-Vertikutierer für große Rasenflächen

Benzin-Vertikutierer eignen sich besonders gut für große Rasenflächen ab 500 Quadratmetern. Ähnlich wie die Akku-Vertikutierer kommen auch sie ohne Stromkabel aus und haben dadurch eine größere Reichweite als Elektro-Vertikutierer. Im Gegensatz zu den anderen Vertikutiererarten sind sie jedoch auch teurer in der Anschaffung und deutlicher lauter. 

Unsere Empfehlung für Benzin-Vertikutierer: VA 389 B von Wolf

Der Benzin-Vertikutierer von Wolf verfügt über eine 6-stufige Arbeitstiefeneinstellung von +10 bis +10 Millimetern und sowohl 10 Krallen als auch 15 Messern. Seine Arbeitsbreite beträgt 38 Zentimeter.

Mit 35 Kilogramm Gewicht ist dieser Benzin-Vertikutierer deutlich schwerer als alle anderen vorgestellten Modelle. Der Fangsack fasst 50 Liter und bietet somit genügend Platz, auch größere Flächen zu bearbeiten. In der Anschaffung ist dieses Modell zwar teurer als die Elektro- oder Akku-Vertikutierer, dafür aber auch leistungsstärker.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den Vertikutierer-Typen?

Auf dem Markt gibt es eine breite Auswahl an unterschiedlichen Vertikutierern. Gängig sind Benzin- oder Elektrogeräte. Es gibt aber auch Vertikutierer für den Handbetrieb oder mit Akkubetrieb.

Unabhängig vom Antrieb funktionieren jedoch alle Vertikutierer gleich: Eine Kurbelwelle bewegt eine Walze mit kleinen Stahlmessern. Sobald sich die Walze bewegt, stechen die kleinen Messer senkrecht in den Boden und ritzen dadurch die Grasnarbe an. Dabei werden Unkraut und Moosflächen entfernt, die der Graswurzel Nährstoffe rauben und diese am Wachsen hindern.

In der Regel sind Benzin-Vertikutierer nur für sehr große Grasflächen und den professionellen Einsatz ausgelegt. Zudem sind die Benzinmotoren deutlich lauter, erzeugen Abgase und müssen regelmäßig gewartet werden.

Der Hand-Vertikutierer eignet sich für kleine Rasenflächen, Ausbesserungsarbeiten und harte Oberflächen. Er ist deutlicher mobiler und ermöglicht Ihnen ein sorgfältigeres und genaueres Arbeiten. Mit Hand-Vertikutierern kommt man zudem leichter an schwer zugängliche Stellen im Garten.

Wenn Sie bei der Gartenarbeit auch Ihre Kondition und Kraft trainieren möchten und nur eine kleine Rasenfläche pflegen müssen, können Sie zum manuellen Vertikutierer greifen. Damit sparen Sie nicht nur Strom und schonen die Umwelt, sondern tun auch etwas Gutes für Ihre Gesundheit. Ansonsten empfehlen wir für den Einsatz rund um Ihr Eigenheim einen Elektro-Vertikutierer. Diese Geräte sind auch so leise, dass Sie Ihr Gehör und die Geduld Ihrer Nachbarn nicht strapazieren.

Worauf sollte vor dem Kauf eines Vertikutierers geachtet werden?

Wenn Sie große Rasenflächen von über 100 Quadratmetern regelmäßig vertikutieren möchten, lohnt sich der Kauf eines motorisierten Vertikutierers. Achten Sie beim Kauf auf einen Vertikutierer mit größerer Arbeitsbreite für eine noch schnellere Arbeitsweise.

Bei kleineren Gärten können Sie jedoch auf den Hand-Vertikutierer zurückgreifen. Sie sind die kostengünstigeren Alternativen zu motorisierten Vertikutierern. Auch hier ist eine Arbeitsbreite von minimal 30 Millimetern von Vorteil.

Warum sollte der Rasen vertikutiert werden?

Das Vertikutieren von Rasenflächen führt zu einer besseren Gesundheit Ihres Rasens und gehört zu einer routinierten Rasenpflege dazu.

Durch den Vertikutierer wird die Grasnarbe angeritzt. Das ermöglicht es, die Rasenfläche aufzulockern. Der Vertikutierer lockert den Boden nicht nur auf, sondern lüftet ihn gleichzeitig auch. Die Grasfläche kann so von Verfilzungen, Moos und altem Rasenschnitt gereinigt werden.

Wann sollte der Rasen vertikutiert werden?

Der beste Zeitraum zum Vertikutieren des Rasens ist vom Frühjahr bis zum Herbst. Der optimale Zeitpunkt ist im April oder Mai. Der Rasen sollte in einem Jahr jedoch nicht mehr als zwei Mal vertikutiert werden, da er ansonsten zu stark beschädigt werden könnte.

Wie sollte der Rasen vertikutiert werden?

Im Frühjahr können Sie den Rasen bereits auf das Vertikutieren vorbereiten. Streuen Sie dafür stickstoffhaltigen Dünger über die komplette Rasenfläche. Im Anschluss warten Sie mit dem Vertikutieren noch solange, bis Sie den Rasen zwei Mal mähen mussten.

Achten Sie darauf, dass der Rasen vor dem Vertikutieren sowohl frisch gemäht als auch trocken ist. Dann können Sie den Vertikutierer einstellen und mit dem Vertikutieren beginnen. Fahren Sie dazu in langen Bahnen über die gesamte Rasenfläche. Danach fahren Sie noch einmal in Querbahnen über die Rasenfläche, sodass ein Schachbrettmuster entsteht. Jetzt können Sie das Moos und alte Schnittgut vom Rasen haken. Die Anwendung unterscheidet sich zwischen motorisierten und Hand-Vertikutierern gar nicht.

Worauf sollte beim Vertikutieren geachtet werden?

Jedes Mal, wenn Sie den Vertikutierer verwenden, wird die Grasnarbe verletzt. Zu häufig sollte das Gerät deshalb nicht zum Einsatz kommen. Die schonendste, aber auch anstrengendste Variante, den Rasen zu belüften, ist mit dem Handvertikutierer.

Passen Sie die Arbeitstiefe des Vertikutierers immer an die Bodenbeschaffenheit an. Stellen Sie die Arbeitstiefe nicht über fünf Millimeter ein, um die Graswurzel zu schonen.

Bei motorisierten Vertikutierern sollten Sie außerdem darauf achten, nicht zu lange an einer Stelle stehen zu bleiben. Der Rasen könnte ansonsten beschädigt werden.

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