Sie sind hier: Home > Test & Kaufberatung > Technik >

WLAN-Repeater im Test: Die besten WLAN-Verstärker kaufen

Sechs Modelle im Vergleich  

WLAN-Repeater im Test: Die besten WLAN-Verstärker kaufen

15.02.2019, 14:42 Uhr | t-online.de

WLAN-Repeater im Test: Die besten WLAN-Verstärker kaufen. Ein WLAN-Repeater leitet das Router-Signal weiter und optimiert so die Reichweite im Haus. (Quelle: Hersteller)

Ein WLAN-Repeater leitet das Router-Signal weiter und optimiert so die Reichweite im Haus. (Quelle: Hersteller)

Dicke Wände, Decken, Betontreppen: Zu Hause gibt es viele Störquellen, die für schlechten WLAN-Empfang sorgen. Wenn zwei Zimmer weiter nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Datenrate des Routers ankommt, können WLAN-Repeater für mehr Reichweite sorgen. Wir stellen sechs empfehlenswerte WLAN-Repeater vor und geben Tipps zu Einrichtung und Kauf.

Wie kann man sein WLAN verstärken?

Ein WLAN-Router strahlt sein Signal ungefähr kugelförmig ab: Je weiter weg man sich vom Router befindet, desto schwächer wird das Signal und desto langsamer und instabiler wird die Verbindung. Eine geringe WLAN-Reichweite lässt sich mit einem WLAN-Repeater verstärken. Dabei handelt es sich um ein kleines, kompaktes Gerät, das eine Brücke zwischen WLAN-Router und Endgerät bildet. Ein WLAN-Repeater gibt also das bestehende WLAN-Signal des Routers weiter. Die deutsche Bezeichnung "WLAN-Verstärker" ist dabei missverständlich: Der Repeater kann die WLAN-Verbindung nicht verstärken, sondern nur weitergeben. Deshalb wird oft auch von einem WLAN-Extender gesprochen.

Welchen WLAN-Repeater kaufen?

Beim Kauf eines WLAN-Repeaters sollten Sie ein Modell wählen, das folgende Eigenschaften aufweist:

  • WLAN-Standard 802.11a/​b/​g/​n/​ac
  • Unterstützung für die Frequenzbänder 2,4 und 5 Gigahertz (Dual-Band-Repeater)
  • Crossband Repeating
  • WPA2-Unterstützung
  • WPS-Funktion
  • eventuell LAN-Buchse

Wichtig ist, dass WLAN-Router und Repeater mit denselben Frequenzbändern arbeiten. Ein guter Router arbeitet mit 2,4 und 5 Gigahertz (Ghz), man spricht dann von einem Dual-Band-Router. Die noch besseren Tri-Band-Router nutzen ein 2,4-Gigahertz-Band plus zwei 5-Gigahertz-Bänder. Sie sollten also mindestens einen Dualband-Repeater kaufen, um beide Frequenzbänder nutzen zu können. Ein Tri-Band-Repeater ist nur zusammen mit einem Tri-Band-Router sinnvoll.

Was ist Crossband Repeating?

Die höchste Geschwindigkeit erzielt man, wenn Router und Repeater das "Crossband Repeating" beherrschen. Dann können die beiden Frequenzbänder parallel genutzt werden, was die Datenübertragung beschleunigt. Die einzelnen Geräte wie Tablet oder Notebook sind mit dem Repeater zwar nur über das 2,4- oder das 5-GHz-Band verbunden, die Crossband-Kommunikation steigert aber den Datendurchsatz insgesamt.

Einige WLAN-Repeater sind mit einem LAN-Anschluss ausgestattet. Dann können Sie den Repeater auch per Kabel mit dem Router verbinden und ihn an einer Stelle einsetzen, wo das WLAN-Netz des Routers nicht mehr empfangen wird. Zudem können Sie darüber auch netzwerkfähige Geräte ohne WLAN am Repeater anschließen, zum Beispiel einen Drucker.

WLAN-Repeater richtig aufstellen

Entscheidend für eine größere WLAN-Reichweite ist der optimale Standort des WLAN-Repeater – er braucht eine gute Funkverbindung zum Router. Doch nicht jeder Standort mit gutem Empfang kann alle Funklöcher stopfen. Eine enge Betontreppe etwa ist oft schwierig zu überbrücken. Da hilft nur ausprobieren – es braucht manchmal einiges an Geduld, bis die optimale Position gefunden ist.

Viele WLAN-Verstärker gibt es in zwei Ausführungen – mit und ohne Steckdose. Modelle mit Steckdose sind sinnvoll, wenn etwa im Treppenhaus kein Abstellplatz zu finden ist. Zudem spart man sich das Netzteil samt Kabel. Oft sind Steckdosen aber knapp über dem Boden installiert. Da ist ein Repeater mit Netzteil und Antennen die bessere Wahl, um eine gute Datenrate zu erreichen.

In größeren Häusern ist ein clever positionierter WLAN-Verstärker im ersten Stock oft die richtige Entscheidung, um auch den zweiten Stock noch mit guter Geschwindigkeit zu versorgen. Dazu braucht der Repeater vor allem freie Bahn: Keine Sessel oder Sofas davor, nicht in der Wandnische versteckt, nicht zu tief am Boden. 

Wie verbinde ich einen WLAN-Repeater?

Der Verbindungsaufbau zwischen WLAN-Router und Repeater geschieht ganz einfach per Knopfdruck. Voraussetzung ist die WPS-Funktion ("WiFi Protected Setup"), die alle neueren Repeater und Router an Bord haben – auch die von uns nachfolgend vorgestellten WLAN-Repeater.

Den WPS-Schalter finden Sie an der Vorder- oder der Rückseite der Geräte. Drücken Sie zuerst den WPS-Schalter am WLAN-Repeater, anschließend am WLAN-Router, dann verbinden sich beide Geräte automatisch. Wenn die LED-Lampe am WPS-Schalter grün leuchtet, ist die Verbindung hergestellt. Der Repeater übernimmt die passenden WLAN-Einstellungen und ist sofort einsatzbereit. Sie müssen jetzt nur noch Ihr Smartphone, Notebook etc. direkt mit dem Repeater verbinden, also in den WLAN-Einstellungen den Repeater als WLAN-Netz auswählen und das Passwort des Routers eingeben. 

Hersteller Netgear empfiehlt, den WLAN-Repeater zunächst in unmittelbarer Nähe des Routers aufzustellen. Ist die Verbindung hergestellt, platzieren Sie den Repeater auf halber Strecke zwischen WLAN-Router und dem Ort mit dem schlechten WLAN-Empfang. Leuchtet die LED-Lampe hier ebenfalls grün oder gelb, dann ist der gewählte Platz gut. Eine rote LED zeigt an, dass Sie den Repeater wieder näher an den Router rücken müssen. Mehr Infos zum Thema WLAN-Funklöcher finden Sie im Ratgeber "Das sind die schlimmsten WLAN-Störer.

Sechs WLAN-Repeater im Test: Diese Verstärker haben im Test von Chip, Computerbild und der Stiftung Warentest besonders gut abgeschnitten:


AVM Fritz 1750E: mehrfacher Testsieger unter den Repeatern

Der AVM Fritz 1750E gilt derzeit als einer der besten WLAN-Repeater auf dem Markt. Er belegte im Chip-Test im Juni 2018 ebenso den ersten Platz wie bei der Stiftung Warentest im August 2018 sowie bei „Bild“ im September 2018. Der Steckdosen-Repeater mit integrierter Antenne arbeitet mit dem aktuellen WLAN-Standard 802.11ac, erreicht maximal 1300 MBit Geschwindigkeit und bietet viel Komfort mit WPS-Verschlüsselung. Stiftung Warentest bescheinigte dem AVM FritzWLAN-Repeater das beste Gesamtpaket: „Er überträgt die Daten insgesamt gut, ist sehr leicht zu installieren und verbraucht recht wenig Strom.“

AVM FRITZ!WLAN Repeater 1750E

  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac
  • Übertragungsrate: 450 Mbps (2.4 GHz), 1300 Mbps (5 GHz)
  • Crossband Repeating, WPA2, WPS
  • Antennen: intern
  • Besonderheiten: IPv6, Mesh (gemeinsames Band)

Netgear EX3700: günstiger und sehr guter Repeater

Der universell einsetzbare Repeater erreicht für wenig Geld eine Maximalgeschwindigkeit von 450 MBit im 5-GHz-Band, arbeitet mit dem aktuellen 802.11ac-Standard, besitzt einen gut erreichbaren Ein-Aus-Schalter und zwei separate Antennen. Die „Bild“-Tester bewerten ihn im Dezember 2018 mit „sehr gut“. Auch eine Version mit Steckdose ist erhältlich.

Netgear EX3700

  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac
  • Übertragungsrate: 300 Mbps (2.4 GHz), 450 Mbps (5 GHz)
  • Crossband Repeating, WPA2, WPS
  • Antennen: 2× extern

Netgear EX6120: Repeater, bei dem Preis und Leistung stimmen

Dieser Steckdosen-Router mit dem 802.11ac-Standard verfügt über zwei externe Antennen, eine LAN-Buchse sowie eine integrierte Frontsteckdose. Auch der Netgear beherrscht WPS. Die Chip-Tester bewerteten ihn im August 2017 als „Preis-Leistungs-Hit“: "Guter Datendurchsatz, fairer Preis – der Netgear EX6120 eignet sich im Grunde für jeden Nutzer." Gelobt wurde die üppige Ausstattung mit Crossband, Access Point-Modus und LAN-Port sowie die einfache Bedienung. Die Datenrate ist zwar nicht top, aber in der Praxis ausreichend. Das Modell mit Steckdose gehört zu den kleinsten WLAN-Repeatern, die es gibt. Wer auf die Steckdose verzichten kann, bekommt das gleiche Modell auch etwas günstiger.

Netgear EX6120

  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac
  • Übertragungsrate: 300 Mbps (2.4 GHz), 900 Mbps (5 GHz)
  • Crossband Repeating, WPA2, WPS
  • Antennen: 2× extern
  • Besonderheiten: integrierte Steckdose

Asus RP-AC66: Dualband-Repeater für 100 Quadratmeter

Der Asus RP-AC66 1750 bietet aktuelles WLAN nach 802.11ac mit maximal 1300 MBit Geschwindigkeit im 5-GHz-Band. Er verfügt über eine LAN-Buchse sowie zwei externe Antennen. Damit kann er laut Asus rund 100 Quadratmeter versorgen. Im Test von Chip belegte er mit der Note 1,5 („Sehr gut“) den zweiten Platz im Vergleichstest.

ASUS RP-AC66

  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac/​h
  • Übertragungsrate: 450 Mbps (2.4 GHz), 1300 Mbps (5 GHz)
  • Crossband Repeating, WPA2, WPS
  • Antennen: 1× intern, 2× extern

TP-Link RE650: etwas teurer, dafür viel Leistung

Etwas teurer, dafür sehr leistungsfähig ist der TP-Link RE650 AC2600 Dualband Gigabit. Mit seinen vier Antennen soll der Steckdosen-Router Flächen von bis zu 1000 Quadratmeter versorgen können. Dazu beherrscht er die 4×4 MU-MIMO-Technologie, mit der langsame Geräte nicht das gesamte Netzwerk ausbremsen. Im Test der Stiftung Warentest belegte er Platz 2 mit der Gesamtnote 2,5. Zusammen mit einem weiteren Repeater funkt er auch über mehrere Etagen gut, urteilen die Tester.

TP-Link RE650

  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac, simultan
  • Übertragungsrate: 800 Mbps (2.4 GHz), 1733 Mbps (5 GHz)
  • Crossband Repeating, WPA2, WPS
  • Antennen: 4× extern
  • Besonderheiten: MU-MIMO

TP-Link RE450: Repeater mit drei Antennen und guter Performance

Der TP-Link RE450 AC1750 ist mit drei Antennen für den Standard 802.11ac mit einer Geschwindigkeit bis zu 1300 Mbit/s im 5-GHz-Band ausgestattet. Er verfügt über eine LAN-Buchse und erreichte im Test von Chip die Note 1,7.

TP-Link RE450

  • WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac
  • Übertragungsrate: 450 Mbps (2.4 GHz), 1300 Mbps (5 GHz)
  • Crossband Repeating, WPA2, WPS
  • Antennen: 3× extern

Was bedeutet Mesh-WLAN?

Ein Mesh-WLAN ist ein Funknetzwerk, das aus mehreren WLAN-Geräten besteht: einer Basis-Station und mehreren Satelliten. Das Internet wird dabei nicht mehr von einem zentralen Router zur Verfügung gestellt, sondern von verteilten, gleichberechtigten Zugangspunkten. Fällt ein Zugangspunkt aus, wird er – so gut es möglich ist – von den anderen ersetzt. Im Mesh-Netzwerk läuft die Kommunikation der WLAN-Geräte untereinander getrennt vom Datenstrom des Internets. So soll eine stabile und hohe Bandbreite im gesamten WLAN-Netzwerk erreicht werden. Für ein Mesh-WLAN brauchen Sie spezielle Mesh-Router. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Ratgeber Mesh-Router: Mehr WLAN, mehr Leistung, mehr Komfort.

Für die Produkte, die über diese Seite verkauft werden, erhält t-online.de eine Provision vom Händler. Für Sie als Käufer entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2019