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Ja, die Redaktion hat für diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Die besten WLAN-Repeater im Test: Schnelles Internet in jeder Ecke

Von t-online, JPH, cmf

Aktualisiert am 27.02.2022Lesedauer: 8 Min.
Ein WLAN-Repeater erweitert die Reichweite und bringt das WLAN-Signal in jede Ecke.
Ein WLAN-Repeater erweitert die Reichweite und bringt das WLAN-Signal in jede Ecke. (Quelle: AVM/Hersteller-bilder)
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Dicke Wände, Decken und auch der Router des Nachbarn können den WLAN-Empfang stören. Wenn die Verbindung zu langsam ist, kann ein guter WLAN-Repeater die Lösung sein und bringt mehr Reichweite in Ihr drahtloses Netzwerk. Wir stellen fünf empfehlenswerte WLAN-Verstärker vor.

Das Wichtigste im Überblick


Wie kann man sein WLAN verstärken?

Voller WLAN-Empfang im Wohnzimmer, doch schon zwei Räume weiter kommt kein Signal mehr an? Die Internetverbindung ist langsam, das Video ruckelt, die Musik stoppt? Solche Probleme lösen Sie mit einem WLAN-Repeater. Er verstärkt das Signal und erreicht eine gute WLAN-Abdeckung in der ganzen Wohnung, sogar über mehrere Etagen hinweg. Die Installation ist dabei meist kinderleicht. Sie brauchen keine komplizierten Einstellungen, sondern nur eine Steckdose.

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Welchen WLAN-Repeater kaufen?

Beim Kauf eines WLAN-Repeaters sollten Sie ein Modell mit diesen Eigenschaften wählen:

  • WLAN-Standard 802.11a/b/g/n/ac
  • Unterstützung für die Frequenzbänder 2,4 und 5 Gigahertz (Dual-Band-Repeater)
  • Crossband Repeating für noch mehr Geschwindigkeit
  • WPA2-Verschlüsselung
  • WPS-Funktion
  • eventuell LAN-Anschluss

Wichtig ist, dass WLAN-Router und WLAN-Repeater mit denselben Frequenzbändern arbeiten. Ein guter Router funkt mit 2,4 und 5 Gigahertz (GHz), man spricht dann von einem Dual-Band-Router. Sie sollten also mindestens einen Dualband-Repeater kaufen, um beide Frequenzbänder im Netzwerk nutzen zu können.

Fünf WLAN-Repeater im Test

Diese Verstärker haben im Test von "Chip", "Computer Bild" und der Stiftung Warentest besonders gut abgeschnitten. Wir stellen Ihnen die Testsieger vor.

Der Testsieger und Bestseller: AVM Fritz Repeater 2400

Der AVM Fritz Repeater 2400 gilt derzeit als einer der besten WLAN-Repeater auf dem Markt. Er ist der aktuelle Nachfolger des beliebten Fritz-Repeaters 1750E und von "Computer Bild" mit dem Urteil "gut" ausgezeichnet. Der Steckdosen-Repeater mit integrierter Antenne arbeitet mit dem schnellen WLAN 802.11ac, erreicht maximal 1.733 MBit/s Geschwindigkeit und bietet viel Komfort mit WPS und WPA2-Verschlüsselung.

Ein weiterer Vorteil ist die Mesh-Technik mit der noch mehr Stabilität im Netzwerk erreicht wird. Der Repeater funktioniert dabei nicht nur mit den beliebten Fritz-Routern, sondern auch mit Geräten anderer Hersteller.

Ein großer Pluspunkt bei allen Repeatern von AVM ist die einfache Einrichtung: Sie drücken die WPS-Taste am Repeater, die WPS-Taste an der FritzBox und schon ist alles verbunden. Einfacher geht's kaum. Der Stromverbrauch liegt mit nur 3,6 Watt im sehr guten Bereich. Mit dem Gigabit-LAN-Anschluss an der Unterseite des Repeaters verbinden Sie auf Wunsch auch ein Gerät per LAN-Kabel.

Unsere Einschätzung: Der Fritz-Repeater 2400 von AVM bietet viele Funktionen, eine enorme Geschwindigkeit und verbraucht dabei wenig Strom. Die Einrichtung ist schnell erledigt und das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Zudem ist ein Anschluss für das LAN-Kabel integriert. Mit diesem Gerät machen Sie nichts falsch.

Im Test bei Stiftung Warentest war dieses Modell noch nicht, da der letzte Test bereits drei Jahre alt ist. Das Vorgängermodell, der Fritz-Repeater 1750E, war Testsieger mit dem Urteil "gut (2,2)". Das Modell ist mittlerweile kaum erhältlich. Zudem erreicht er im Vergleich nicht die hohe Geschwindigkeit des Nachfolgers.

Der Preissieger: Netgear EX3700

Der universell einsetzbare Repeater erreicht für wenig Geld eine Maximalgeschwindigkeit von 450 MBit/s im 5-GHz-Band und 300 MBit/s im 2,4-GHz-Band. Er arbeitet mit dem aktuellen WLAN 802.11ac-Standard, besitzt einen gut erreichbaren Ein-Aus-Schalter und zwei separate Antennen. Auch eine Version mit Steckdose ist erhältlich. Weitere Vorteile sind der LAN-Anschluss, um einen Drucker oder PC über Kabel anzuschließen, und die einfache Bedienung. Auch der Netgear beherrscht WPS, was die Einrichtung erleichtert. Das Gerät gehört zu den kleinsten WLAN-Repeatern, die es gibt.

Unsere Einschätzung: Die Datenrate ist zwar nicht top, aber in der Praxis ausreichend. Uns überzeugt der günstige Preis und die gute Ausstattung. Vor allem für kleine Wohnungen mit verwinkelten Zimmern ist dieses Gerät eine gute Wahl mit hoher Signalstärke.

Platz zwei im Test der Stiftung Warentest (Ausgabe 09/2018) mit dem Urteil "gut (2,5)": Der TP-Link RE650 Repeater punktet mit hoher Geschwindigkeit und modernen Funktionen. Mit seinen vier Antennen soll der Steckdosen-Repeater Flächen von bis zu 1.000 Quadratmeter versorgen können. Dazu beherrscht er die 4×4 MU-MIMO-Technologie, mit der langsame Geräte nicht das gesamte Netzwerk ausbremsen. Der Repeater funkt mit hoher Signalstärke auch über mehrere Etagen gut, urteilen die Tester.

Weiterer Vorteil: Der Repeater sendet auch im 5-GHz-Frequenzband. Diese Frequenz ist deutlich schneller und vor allem in großen Wohnhäusern praktisch, weil es nicht so überlastet ist, wie das klassische 2,4 GHz-Netz. Über den LAN-Anschluss schließen Sie einen Laptop oder weitere Geräte an den Repeater per Kabel an.

Unsere Einschätzung: Dieser WLAN-Repeater bringt hohe Datenraten und überzeugt mit einer umfangreichen Ausstattung und Anschluss für ein LAN-Kabel. Der Preis liegt dafür jedoch auch etwas höher.

Etwas weniger Leistung, aber dafür deutlich günstiger ist der TP-Link RE450. Der Repeater besitzt drei Antennen für den WLAN-Standard 802.11ac und erreicht eine Geschwindigkeit bis zu 1.300 MBit/s im 5-GHz-Band. Im Test von "Computer Bild" erreicht er die Gesamtnote "gut". Er funkt auch über mehrere Etagen mit hoher Geschwindigkeit, zudem punktet er mit seinem niedrigen Stromverbrauch.

Die Einrichtung klappt dank WPS mit zwei Knopfdrücken wie bei dem Modell von AVM besonders schnell. Über die LAN-Buchse schließen Sie eine Spielkonsole, den PC oder einen Drucker an den Repeater an. Einziges Manko ist laut "Computer Bild" der etwas hohe Stromverbrauch von 9 Watt im Betrieb.

Unsere Einschätzung: Der WLAN-Repeater besitzt viel Ausstattung zu einem günstigen Preis. Die Signalstärke ist hoch, die Funktionen umfangreich und die Installation einfach. Praktisch sind die LED-Anzeigen auf der Vorderseite des Geräts, die die aktuelle Empfangsstärke anzeigen.

Innovations-Sieger: AVM Fritz Repeater 6000

Wer viel Leistung braucht, greift zum Topmodell von AVM: Der Fritz Repeater 6000 unterstützt den neuesten WLAN-Standard Wi-Fi 6 und besitzt insgesamt drei Frequenzbänder.

Er sendet eine zusätzliche Frequenz speziell für die Verbindung mit dem Router. Die beiden anderen WLAN-Frequenzen stehen dann voll für die Datenübertragung bereit. Das führt zu enorm schnellen Übertragungsgeschwindigkeiten. Der Fritz Repeater schafft mit seinen zwölf Antennen theoretisch bis zu 6.000 Megabit pro Sekunde. Praktisch gelingt das nur mit dem neuen WLAN-Standard Wi-Fi 6, den nur sehr aktuelle Laptops, Tabelts und Smartphones unterstützen. Er wird von "Computer Bild" mit der Note "gut (2,1)" bewertet.

Unsere Einschätzung: Mit dem dritten Frequenzband versorgt der Repeater Tablets und Handys mit mehr Geschwindigkeit als die Konkurrenz. Mit zusätzlichen Funktionen wie dem Aufbau eines Mesh-Netzwerks und der einfachen Einrichtung ist der Repeater für Powernutzer die richtige Wahl. Er besitzt zudem als einziges Modell im Vergleich zwei Anschlüsse für LAN-Kabel. Dieser WLAN-Repeater lässt sich auch von dicken Altbauwänden nicht aufhalten. Wer allerdings kein großes Haus mit mehreren Etagen besitzt, erzielt mit dem Fritz Repeater 2400 ebenfalls sehr gute Ergebnisse.

Unser Fazit

Der WLAN Repeater AVM Fritz 2400 überzeugt in der Datenübertragung, einfachen Bedienbarkeit und beim geringen Stromverbrauch. Er ist zwar teurer als die meisten hier im Vergleich vorgestellten WLAN-Verstärker, verschafft Ihnen allerdings eine zuverlässig starke Internetverbindung.

Wenn Sie weniger Geld ausgeben wollen, versprechen der Netgear EX3700 Repeater und der TP-Link RE450 ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Topmodell Fritz Repeater 6000 ist die richtige Wahl, wenn Sie eine schnelle Internetleitung und Wifi-6-Geräte besitzen.

Häufige Fragen zum WLAN-Repeater

Wie funktioniert ein WLAN-Repeater?

Bei einem WLAN-Repeater handelt es sich um ein kleines Gerät, das eine Brücke zwischen WLAN-Router und Endgerät wie dem Handy oder Tablet bildet. Ein WLAN-Repeater gibt also das bestehende WLAN-Signal des Routers weiter. Die deutsche Bezeichnung "WLAN-Verstärker" ist dabei etwas missverständlich: Der Repeater kann die WLAN-Verbindung nicht verstärken, sondern nur weitergeben. Deshalb wird oft auch von einem WLAN-Extender gesprochen.

Was ist Wifi 6 und braucht ein Repeater das?

Bei Routern und WLAN-Repeatern werben die Hersteller mit einer Unterstützung für Wifi 6, auch WLAN-ax genannt. Der neue Funkstandard bringt mehr Geschwindigkeit und kann mehr Geräte gleichzeitig versorgen. Bis zu 4.800 MBit/s sind über Wifi 6 möglich. Wenn Sie eine schnelle Internetleitung ab 100 MBit und ein Gerät mit Wifi 6 besitzen, dann lohnt sich auch ein WLAN-Repeater mit Wifi 6. Alle neuen iPhones und die Topmodelle von Samsung unterstützen den neuen Funkstandard mittlerweile. Ältere Geräte profitieren dagegen im Vergleich nicht von der gesteigerten Geschwindigkeit. Sollten Sie sich für ein Gerät mit Wifi 6 interessieren, ist der Fritzrepeater 6000 von AVM eine gute Wahl.

Wie viel Strom verbraucht ein WLAN-Repeater?

Ein WLAN-Repeater verbraucht zwischen 2 und 10 Watt im Stand-by und bis zu 15 Watt im Betrieb. Unsere Empfehlung, der Fritz Repeater 2400, verbraucht im Vergleich durchschnittlich 4,3 Watt – ein guter Wert. Im ganzen Jahr kommen bei dauerhaftem Betrieb knapp 38 Kilowattstunden (kWh) zusammen. Das sind 10 Euro Stromkosten pro Jahr oder gerade einmal drei Cent pro Tag. Ein großer Stromfresser sind die WLAN-Verstärker damit nicht.

Was ist Crossband Repeating?

Die höchste Geschwindigkeit erzielt man, wenn Router und Repeater das "Crossband Repeating" beherrschen. Dann können die beiden Frequenzbänder parallel genutzt werden, was die Datenübertragung beschleunigt. Die einzelnen Geräte wie Tablet oder Notebook sind mit dem Repeater zwar nur über das 2,4- oder das 5-GHz-Band verbunden, die Crossband-Kommunikation steigert aber den Datendurchsatz insgesamt.

Einige WLAN-Repeater sind mit einem Anschluss für LAN-Kabel ausgestattet. Dann können Sie den Repeater auch per Kabel mit dem Router verbinden und ihn an einer Stelle einsetzen, wo das WLAN-Netz des Routers nicht mehr empfangen wird. Zudem können Sie darüber auch netzwerkfähige Geräte ohne WLAN am Repeater anschließen, zum Beispiel einen Drucker.

Wie stellen ich den WLAN-Repeater richtig auf?

Ein WLAN-Router und auch der Repeater strahlen das Signal ungefähr kugelförmig ab: Je weiter weg man sich befindet, desto schwächer wird das Signal und desto langsamer und instabiler wird die Verbindung. Entscheidend für eine größere WLAN-Reichweite ist der optimale Standort des WLAN-Repeaters: Er braucht eine gute Funkverbindung zum Router. Doch nicht jeder Standort mit gutem Empfang kann alle Funklöcher stopfen. Eine enge Betontreppe etwa ist oft schwierig zu überbrücken. Da hilft nur ausprobieren – es braucht manchmal einiges an Geduld, bis die optimale Position gefunden ist.

Viele WLAN-Verstärker gibt es in zwei Ausführungen – mit und ohne Steckdose. Modelle mit Steckdose sind sinnvoll, wenn etwa im Treppenhaus kein Abstellplatz vorhanden ist. Zudem spart man sich das Netzteil samt Kabel. Oft sind Steckdosen aber knapp über dem Boden installiert. Da ist ein Repeater mit Netzteil und Antennen die bessere Wahl, um eine gute Datenrate zu erreichen.

In größeren Häusern ist ein clever positionierter WLAN-Verstärker im ersten Stock oft die richtige Entscheidung, um auch den zweiten Stock noch mit guter Geschwindigkeit zu versorgen. Dazu braucht der Repeater vor allem freie Bahn: keine Sessel oder Sofas davor, nicht in der Wandnische versteckt, nicht zu tief am Boden.

Wie verbinde ich einen WLAN-Repeater?

Der Verbindungsaufbau zwischen WLAN-Router und -Repeater geschieht ganz einfach per Knopfdruck. Voraussetzung ist die WPS-Funktion ("WiFi Protected Setup"), die alle neueren Repeater und Router an Bord haben – auch die von uns hier vorgestellten WLAN-Repeater.

Den WPS-Schalter finden Sie an der Vorder- oder Rückseite der Geräte. Drücken Sie zuerst den WPS-Schalter am WLAN-Repeater, anschließend am WLAN-Router, dann verbinden sich beide Geräte automatisch. Wenn die LED-Lampe am WPS-Schalter grün leuchtet, ist die Verbindung hergestellt. Der Repeater übernimmt die passenden WLAN-Einstellungen und ist sofort einsatzbereit. Sie müssen jetzt nur noch Ihr Smartphone, Notebook etc. direkt mit dem Repeater verbinden, also in den WLAN-Einstellungen den Repeater als WLAN-Netz auswählen und das Passwort des Routers eingeben.

Hersteller Netgear empfiehlt, den WLAN-Repeater zunächst in unmittelbarer Nähe des Routers aufzustellen. Ist die Verbindung hergestellt, platzieren Sie den Repeater auf halber Strecke zwischen dem WLAN-Router und dem Ort mit dem schlechten WLAN-Empfang. Leuchtet die LED-Lampe hier ebenfalls grün oder gelb, dann ist der gewählte Platz gut. Eine rote LED zeigt an, dass Sie den Repeater wieder näher an den Router rücken müssen.

Was ist die WPA2-Verschlüsselung?

Die Verschlüsselung mit WPA2 schützt Ihr Netzwerk und gilt als Sicherheitsstandard bei WLAN-Repeatern und Routern. Es ist der Passwortschutz, den Sie eingeben müssen, um sich mit dem WLAN zu verbinden. WPA steht für Wifi Protected Access. Es verhindert unbefugten Zugriff auf ihr WLAN. Bei nahezu allen modernen Repeatern ist WPA2 bereits aktiviert. Sie kennen die Verschlüsselung als langes Passwort auf der Rückseite des Routers.

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Was bedeutet Mesh-WLAN?

Ein Mesh-WLAN ist ein Funknetzwerk, das aus verschiedenen WLAN-Geräten besteht: einer Basisstation und mehreren Satelliten. Das Internet wird dabei nicht mehr von einem zentralen Router zur Verfügung gestellt, sondern von verteilten, gleichberechtigten Zugangspunkten. Fällt ein Zugangspunkt aus, wird er – so gut es möglich ist – von den anderen ersetzt. Im Mesh-Netzwerk läuft die Kommunikation der WLAN-Geräte untereinander getrennt vom Datenstrom des Internets. So soll eine stabile und hohe Bandbreite im gesamten WLAN-Netzwerk erreicht werden. Für ein Mesh-WLAN brauchen Sie spezielle Mesh-Router.

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