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Plattenspieler im Test: Gute Modelle bis 600 Euro

Kaufberatung  

Plattenspieler unter 600 Euro: Toller Klang und schicke Optik

15.02.2019, 09:36 Uhr | t-online.de

Plattenspieler im Test: Gute Modelle bis 600 Euro. Gute Plattenspieler gibt es schon für wenig Geld. (Quelle: Getty Images/kot63)

Gute Plattenspieler gibt es schon für wenig Geld. (Quelle: kot63/Getty Images)

Viele Musikfans sind überzeugt, dass Musik auf Vinyl deutlich besser klingt als von der CD oder aus dem Netz gestreamed. Schallplatten sterben also nicht aus, und das gilt auch für Plattenspieler. Wir haben Tipps für alle, die die Schallplatte wieder entdecken wollen und einen neuen Plattenspieler kaufen möchten.

Wer einen Plattenspieler kaufen will, sollte zunächst sein Budget prüfen:

  • Von etwa 100 bis 250 Euro kosten Einsteigermodelle, mit denen man LPs genießen und in guter Qualität auch seine alten Platten digitalisieren kann.
  • Bis etwa 350 Euro kosten gute, solide Plattenspieler mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis.
  • Zur Preisklasse bis etwa 500 Euro zählen Plattenspieler, die bei Klang und Verarbeitung an die High-End-Klasse ranreichen. Wer Musik mit Anspruch hört und Klangpräzision schätzt, liegt hier richtig.
  • Die Spitzenklasse umfasst Hightech-Modelle bis weit über 1000 Euro. Sie sollten an eine ebenbürtige Stereoanlage aus besten Komponenten und Boxen angeschlossen werden. Solche Plattenspieler sind eine kleine bis große Investition.

Auf die notwendigen Anschlüsse achten

Die meisten neuen Stereoanlagen verfügen nicht mehr über einen speziellen Anschluss für den Plattenspieler. Sein Signalpegel ist sehr niedrig, daher funktioniert das Anschließen an einen üblichen Line-In-Eingang nicht. Wer so eine Anlage besitzt, sollte sich für einen Plattenspieler mit integriertem Vorverstärker entscheiden. Er wird mit dem Cinch-Kabel einfach an den Line-In-Eingang angeschlossen.

Manche Plattenspieler bieten oft auch einen USB-Anschluss, mit dem sich die Songs beim Abspielen als MP3-Dateien speichern lassen. Die passende Software liegt meist bei. Einige Modelle haben sogar Bluetooth integriert, um den Sound drahtlos etwa auf die WLAN-Aktivbox zu bringen.

Die wichtigste Rolle für Klangqualität und Komfort spielen aber die mechanischen Komponenten. Dabei unterscheidet man zwischen manuellen, halbautomatischen und automatischen Plattenspielern:

  • Bei den manuellen Modellen muss man den Tonarm selbst auf die LP aufsetzen und am Ende auch wieder zurück in die Halterung führen.
  • Bei einem halbautomatischen Plattenspieler fährt man den Tonarm selbst auf die LP, nach dem letzten Ton der abgespielten Seite fährt er aber automatisch zurück.
  • Bei vollautomatischen Plattenspielern genügt ein Knopfdruck, und der Tonarm fährt von selbst auf die LP und am Ende wieder in die Halterung.

Schließlich spielen noch die Geschwindigkeiten eine Rolle. LPs werden mit 33 1/3 Umdrehungen pro Minute (rpm – rounds per Minute) abgespielt, Singles mit 45 rpm und die guten, alten Schellackplatten mit 78 rpm. Auch dieses Kriterium ist, je nach Musikgeschmack, wichtig für die Kaufentscheidung.

Plattenspieler mit Direktantrieb oder Riemenantrieb

Der Antrieb unterscheidet sich in zwei Systeme. Zum einen werden Plattenteller mit einem Direktantrieb zum Laufen gebracht, der als störungsärmster gilt. Der Elektromotor ist direkt mit der Achse des Plattenspielers verbunden. DJs arbeiten mit ihm, weil man die Umdrehungszahl variieren kann, etwa um beim Auflegen die Beats zweier Songs zu synchronisieren. Die Übertragung wirkt sofort und direkt, was den Nachteil hat, dass sich Vibrationen des Motors beim Laufen auf den Plattenteller übertragen könnten.

Viele Modelle sind dagegen mit Riemenantrieb konstruiert. Damit werden Motor und Plattenteller voneinander entkoppelt, der Riemen dämpft die Vibration, die Platten laufen ruhig und gleichmäßig. Doch mit der Zeit lässt die Elastizität des Gummiriemens nach und muss er ersetzt werden. Ein weiterer Faktor ist ein auswechselbarer Tonarm. Im Lauf der Jahre kann er sich abnutzen – lässt er sich tauschen, ist kein neuer Plattenspieler nötig.

Die folgenden Plattenspieler haben in verschiedenen Tests gut abgeschnitten und eine Kaufempfehlung erhalten.

Audio Technica AT-LP120USBHC: der Allrounder

Der schwarze Audio Technica AT-LP120USBHC mit Direktantrieb, USB und Vorverstärker ist einer der Vergleichssieger von 33eindrittel.com. Er bietet Pitch Control zum Anpassen der Umdrehungszahl sowie alle drei Laufgeschwindigkeiten mit Stroboskop-Anzeige. Der Plattenspieler arbeitet manuell, verfügt aber mit dem Forward/Reverse-Schalter über eine Komfort-Funktion zum Auf- und Zurücklegen des Tonarms. Ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis bescheinigte ihm das Magazin "HiFi-Test" und nannte den Audio-Technica mit dem AT-LP120USB einen universell einsetzbaren, robusten und praxistauglich ausgestatten Plattenspieler. "HiFi-Fans werden mit präzisem und glasklarem Sound und eingebautem Phono-Preamp verwöhnt“, lautete das Urteil.

Audio Technica AT-LP120USBHC

  • Antrieb: Direktantrieb mit Pitch Control
  • Funktionsweise: Manuell
  • Features: USB, Vorverstärker
  • Besonderheiten: 33 1/3, 45 und 78 rpm, Stroboskop-Anzeige

Teac TN300: elegant, manuell, präzise

Dieser neue, manuell zu bedienende TN300 der Traditionsfirma Teac bietet einen besonders hochwertigen Arm, ein Gehäuse aus mehrschichtigem Furnier mit glänzender Kirschholz-Oberfläche und kommt mit USB und Vorverstärker. Der Plattenteller ist aus Aluminium-Druckguss gefertigt. Das hochwertige Tonabnehmersystem AT95E stammt von Audio Technica. Die britische Partnerorganisation der Stiftung Warentest, „Which?“, empfiehlt seinen Kauf. Die Tester des Magazins "stereoplay" befanden, dass es sich bei dem Teac TN300 um ein schön gebautes Plattenspieler-Komplettpaket mit puristisch analogem und serienmäßig eingebautem digitalem (USB-)Anschluss handele. "Klanglich mithilfe des AT95E-Tonabnehmers eine vielseitige Alternative für Einsteiger.“

Teac TN300

  • Antrieb: Direktantrieb mit Pitch Control
  • Funktionsweise: Manuell
  • Features: USB, Vorverstärker
  • Besonderheiten: Kirschholz-Furnier

Dual DTJ 301.1: da leuchtet die Nadel

Der manuelle Plattenspieler Dual DTJ 301.1 mit USB, Vorverstärker und schicker Nadelbeleuchtung ist den Experten von 33eindrittel.com eine Empfehlung wert: "Die tolle Soundqualität, die intuitive Bedienung und das praktische Zubehör zählen zu den größten Vorzügen des Dual DTJ301.1". Auch "Audio Video Foto Bild" war von dem wuchtigen Klang und der guten Ausstattung begeistert und nannte den Dual einen echten Preis-Tipp. Der Pegel des Vorverstärkers kann mit einem Schalter an der Rückseite von Phono zu Line In umgeschaltet werden. Zudem verfügt er über einen gedämpften Tonarm-Lift, was das Auflegen des Tonarms erleichert. 

Dual DTJ 301.1

  • Antrieb: Riemenantrieb
  • Funktionsweise: Manuell
  • Features: USB und Vorverstärker
  • Besonderheiten: Nadelbeleuchtung, gedämpfter Tonarm-Lift

Sony PS-LX 300: zum Digitalisieren gut

Der sehr günstige, schwarze Vollautomatik-Plattenspieler PS-LX 300 von Sony ist mit USB zum Digitalisieren ausgestattet, verfügt aber nicht über einen Vorverstärker. Er läuft mit Riemenantrieb. Zum geringen Aufpreis ist auch eine Modellvariante mit AV-Receiver als Vorverstärker sowie Bluetooth zu haben. Bei der Stiftung Warentest erhielt er im Jahr 2010 die Note 1,7. Die Tester befanden, dass er Platten in sehr guter Qualität auf einen angeschlossenen PC digitalisiere. In der Kategorie "Ton" erhielt der Sony sogar ein "sehr gut".

Sony PS-LX 300

  • Antrieb: Riemenantrieb
  • Funktionsweise: Vollautomatisch
  • Features: USB
  • Besonderheiten: Keine

Pioneer PL-30-K: präzise und laufruhig

Der vollautomatische Pioneer PL-30-K kommt mit Riemenantrieb, besonders laufruhigem Servomotor und speziell entzerrendem Vorverstärker, aber ohne USB-Anschluss. Der Plattenteller ist aus Aluminium-Druckguss gefertigt. Die britische Partnerorganisation der Stiftung Warentest, „Which?“, war im Test von Klang und Hand­habung des Pioneer PL-30-K überzeugt und gab eine Kaufempfehlung. 

Pioneer PL-30-K

  • Antrieb: Riemenantrieb
  • Funktionsweise: Vollautomatisch
  • Features: Vorverstärker
  • Besonderheiten: Besonders laufruhiger Servomotor

Dual CS 505-4: Tradition ohne Schnickschnack

Der Dual CS 505-4 mit Halbautomatik ist ein Traditionsmodell ohne USB und Vorverstärker. Er benötigt einen Phono-Eingang an der Anlage oder einen separaten Phono-Verstärker. Der Dual arbeitet mit einem Tonkopf aus Karbon und besonders laufruhigem Synchronmotor. Laut dem Fachmagazin „stereoplay“ bringt der Sound des Dual CS 505-4 "das Flair alter Tage zurück". Zielgruppe seien alle, die sich nach Analogklang sehnen. Ein charakteristisches Design und die bewährte Halbautomatik mache den Plattenspieler aus. Die Tester bescheinigten ihm insgesamt ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. 

Dual CS 505-4

  • Antrieb: Direktantrieb
  • Funktionsweise: Halbautomatisch
  • Features: Keine
  • Besonderheiten: Tonkopf aus Karbon, laufruhiger Synchronmotor

Wer sich für einen neuen Plattenspieler entscheidet, sollte sich vor dem Kauf genau überlegen, für welchen Zweck er gedacht ist. Gute Modelle müssen kein Vermögen kosten - wer aber ein ausgesprochener Musikfan ist, wird mit der Investition in ein Spitzenmodell auf Dauer glücklich sein.

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