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Akkusauger im Test 2021: Mehrere Sauger überzeugen mit verbesserter Saugleistung


Stiftung Warentest 2021  

Akkusauger im Test: Einige Sauger überzeugen mit verbesserter Saugleistung

28.01.2021, 15:58 Uhr | t-online, AH

Akkusauger im Test 2021: Mehrere Sauger überzeugen mit verbesserter Saugleistung. Akkusauger im Test: Fünf Modelle von Dyson, Bosch und Vorwerk konnten die Stiftung Warentest überzeugen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/dusanpetkovic)

Akkusauger im Test: Fünf Modelle von Dyson, Bosch und Vorwerk konnten die Stiftung Warentest überzeugen. (Quelle: dusanpetkovic/Thinkstock by Getty-Images)

Akku-Staubsauger sind praktische Haushaltsgeräte und beweglicher als die oft schweren und sperrigen Bodenstaubsauger. Flexibel und wendig kommen sie in jede Ecke und saugen den Schmutz einfach weg. Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Test 14 Akku-Staubsauger geprüft. Wir stellen das positive Testergebnis sowie die Testsieger vor.

Akku-Staubsauger sollen den Alltag erleichtern und nicht aufwendiger gestalten. Seit dem letzten Jahr können auch die beliebten Stielsauger bei der Stiftung Warentest überzeugen und erhalten dafür reihenweise gute Testurteile. Vor allem ein Markenmodell mit Akku saugt am besten. Das Leistungsgefälle ist trotzdem groß. Je nach Einsatzgebiet zeigen die beweglichen Staubsauger viele Stärken, aber auch Schwächen. Wir stellen Ihnen die fünf Stielsauger vor, die das test-Qualitätsurteil "Gut" bekommen haben, und erklären, wie getestet wurde.  

Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest untersuchte in ihrer aktuellen Testausgabe 02/2021 insgesamt 14 Akku-Staubsauger von bekannten Herstellern wie Dyson, Bosch und Vorwerk, darunter 11 neue Modelle und drei Akkusauger, die bereits im letzten Jahr beurteilt wurden.

Bewertet wurden unter anderem das Saugen (40 Prozent), der Akku (5 Prozent), die Handhabung (30 Prozent) und die Haltbarkeit (10 Prozent). Aber auch Aspekte wie Umwelteigenschaften (15 Prozent) sowie Schadstoffe und die Sicherheit wurden bei dem Test berücksichtigt.

Akku-Staubsauger im Test – fünf Modelle erhalten die Gesamtnote "Gut"

Einige akkubetriebenen Staubsauger konnten die Stiftung Warentest in ihrem aktuellen Test überzeugen. Trotz der verbesserten Leistung gibt es jedoch weiterhin Mängel bei den Akkusaugern zu beanstanden: Vier der getesteten Akku-Staubsauger erhielten daher nur die Note "Ausreichend", zwei Modelle sogar ein "Mangelhaft". Die wesentlichen Beanstandungen bei Akkusaugern (im Vergleich zu Bodenstaubsaugern) sind die höheren Geräuschpegel und die relativ kurze Akkulaufzeit. 

Fünf der getesteten Staubsauger erhielten die Gesamtnote "Gut". Auf den ersten beiden Plätzen mit der Gesamtnote "Gut (2,2)" landeten die Modelle BSS81POW1 von Bosch und der V11 Absolute Extra von Dyson. Die zwei Testsieger, der V11 Absolute von Dyson und der Kobold VB100 von Vorwerk, aus dem letzten Jahr wurden damit von der Spitze verdrängt und liegen im aktuellen Test mit der Gesamtnote "Gut (2,4)" knapp dahinter. Der Akkusauger BBH7SIL Athlet von Bosch ist das letzte Modell aus der Reihe der guten Geräte und erhielt das test-Qualitätsurteil "Gut (2,5)". 

Der Testsieger mit besserer Handhabung: Bosch BSS81POW1

Der BSS81POW1 Akku-Staubsauger von Bosch ist der erste von zwei Testsiegern und wurde von der Stiftung Warentest mit dem test-Qualitätsurteil „Gut (2,2)“ ausgezeichnet. Im Vergleich zum zweiten Testsieger, dem Dyson V11 Absolute Extra, schnitt das Modell in den Unterkategorien Handhabung und Haltbarkeit besser ab. Der Akku-Staubsauger erreicht in der Unterkategorie Saugen von Teppichböden eine gute Bewertung und kann sogar mit vielen Bodenstaubsaugern mithalten.

Der schwache Akku und der hohe Geräuschpegel werten den Testsieger jedoch ab. Die Akkulaufzeit beträgt bei hoher Saugstufe nur 16 Minuten, bei geringer Saugstufe 37 Minuten. Zum Aufladen benötigt das Bosch-Modell knapp fünf Stunden. Der neue Bosch verfügt jedoch über ein innovatives Akkusystem, welches auch bei Bosch-Werkzeugen eingesetzt werden kann. Die Anschaffung eines zweiten Akkus kann sich damit lohnen und hebt die Akkuleistung etwas an.

Die Staubbox hat ein Volumen von rund 0,8 Liter. Im Lieferumfang sind neben dem Staubsauger eine Elektro- und Möbelbürste, sowie eine Polster- und Fugendüse enthalten.  

Der Testsieger mit der besten Leistung: Dyson Absolute Extra 

Der neue Dyson V11 SV17 erhielt ebenfalls die Gesamtnote „Gut (2,2)“. Im Vergleich mit dem Bosch-Modell saugt der Dyson-Staubsauger im Test sogar besser als das Gerät von Bosch und alle getesteten Akku-Staubsauger. Dafür erhielt er die Teilnote „sehr gut (1,4)“. Teppiche, Hartböden, Treppen und Polster lassen sich bequem mit dem Dyson-Staubsauger reinigen. Mit dem Akku-Staubsauger lassen sich sogar die feinen Tierhaare aus den Polstern entfernen. Bodensauger kommen bei dieser Aufgabe meist an ihre Grenzen.

Bei geringer Saugstufe hält der Akku rund 69 Minuten, bei hoher Saugstufe mit mehr Leistung ist nach 16 Minuten Schluss. In rund drei Stunden Ladezeit ist der Staubsauger wieder einsatzbereit, das sind im Vergleich mit dem Bosch-Modell fast zwei Stunden weniger. Dafür schwächelt er in anderen Kategorien wie den Umwelteigenschaften, dem Akku und der Handhabung. Die Akkulaufzeit des Dyson-Staubsauger verkürzt sich nach bereits 70 Betriebsstunden sogar um mehr als 20 Prozent.

Eine Elektro- und Möbelbürste sowie Polster- und Fugendüsen sind im Lieferumfang enthalten. Die Staubbox mit einem Volumen von 0,9 Liter muss laut Berechnungen der Stiftung Warentest nur 10 mal im Jahr entleert werden. Im Vergleich zum Dyson V11 Absolute ist es bei diesem Modell möglich den Akku zu wechseln. 

Das Vorgängermodell: Dyson Cyclone V11 Absolute Akkusauger


Der Dyson-Akkusauger V11 Absolute erhält von der Stiftung Warentest die Gesamtnote "Gut (2,4)". Der Stielsauger überzeugt vor allem bei der Staub- und Faseraufnahme aus Teppichböden und von Polstern. Auch Hartböden sind für dieses Modell kein Problem. Tierhaare entfernt der Stielsauger von Dyson schnell und effektiv. Durch die gute Saugleistung wird der Dyson V11 Absolute in der Hauptkategorie Saugen mit der Note "Gut (1,8)" bewertet. Lediglich das Saugen von Ecken und Kanten schafft der Akkusauger nicht überzeugend.

Wie das Nachfolgermodell, der Dyson V11 Absolute Extra, erhält der Dyson V 11 Absolute für den Akku nur die Teilnote "befriedigend". Auch die Handhabung sowie die Umwelteigenschaften stufen die Tester nur mit befriedigend ein. Für die Betriebszeit muss der Einschaltknopf an der Rückseite dauerhaft gedrückt bleiben. 

Die Kategorien Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffe werden ebenfalls mit "Gut" und "Sehr Gut" bewertet. Im Lieferumfang enthalten sind eine Staubbox, eine Elektro- und Möbelbürste sowie eine Polster- und Fugenbürste. Ein weiterer Vorteil: Der Stielsauger lässt sich auch als Kleinsauger verwenden.

Der Schnelllader: Kobold VB100 von Vorwerk

Der Kobold VB100 erreicht im Test der Stiftung Warentest ebenfalls die Gesamtnote "Gut (2,4)". Das Vorwerk-Gerät ist das einzige Modell mit Beutel und ideal für Allergiker. Vor allem Grobgut nimmt der Sauger sehr gut auf und auch Ritzen und Ecken sind für ihn kein Problem. Im Vergleich zu den ersten drei Modellen schafft es der Vorwerk-Sauger sogar an Kanten gut zu reinigen. In den Kategorien Haltbarkeit und Schadstoffe erhält das Modell jeweils die Teilnote "sehr gut".

Positiv sind außerdem der niedrige Stromverbrauch sowie ein sehr gutes Staubrückhaltevermögen in der Kategorie Umwelteigenschaften. Durch die hohe Geräuschintensität erreicht dieser Akku-Staubsauger, wie auch alle anderen getesteten Sauger, trotzdem nur die Teilnote "befriedigend". Der Kobold VB100 lässt sich anders als der Dyson nicht als Kleinsauger verwenden. Die Saugleistung auf Teppichen und Hartböden wird von den Testern auch nur als befriedigend angesehen.

Ein weiterer Pluspunkt gegenüber anderen Modellen ist die Möglichkeit, den Akku zu wechseln. In der Grundausstattung ist kein zusätzlicher Akku inbegriffen. Der Ersatzakku kann jedoch separat gekauft werden. Mit einer Akkuladezeit von zwei Stunden ist dieses Modell zudem der Schnelllader und am ehesten wieder bereit für den nächsten Einsatz. Neben der herkömmlichen Elektrobürste wird der Sauger inklusive Möbel- und Fugendüse geliefert. 

Der Polsterreiniger: Bosch BBH7SIL Athlet 

Der Akku-Staubsauger BBH7SIL Athlet von Bosch landet im Test der Stiftung Warentest mit dem test-Qualitätsurteil "Gut (2,5)" auf dem letzten Platz der guten Modelle. Der Sauger kann bei der Faseraufnahme aus Teppichen und Polstern sehr gut überzeugen. Auch für das Aufsaugen von Tierhaaren und Schmutz in tieferen Ritzen eignet sich dieses Modell gut. Bei Hartböden und der Aufnahme von Grobgut zeigt der BBH7SIL Athlet jedoch leichte Schwächen.

Neben dem Elektro- und Möbelbürstenkopf sind eine Polster- und Fugendüse im Lieferumfang enthalten. Die Montage sowie Demontage des Akkusaugers von Bosch geht einfach von der Hand und wird von den Testern mit "gut" bewertet. Bei Fragen bietet die Gebrauchsanleitung sehr gute Hilfestellung.

Mit einer Ladezeit von bis zu sechs Stunden hat der Bosch BBH7SIL Athlet die längste Akkuladezeit von allen getesteten Modellen. Der Stielsauger lässt sich außerdem nicht als Kleinsauger verwenden und auch der Akku ist nicht ausbaufähig. Das muss ein Fachmann übernehmen.  

Unser Fazit

Der Dyson V11 Absolute Extra saugte im Test am besten und überholt sogar manche Bodenstaubsauger durch die starke Saugleistung auf Teppichen. Dafür müssen an anderen Stellen wie der Handhabung und dem Akku Abstriche gemacht werden. Eine guter Allrounder ist daher der Bosch BSS81POW1. Er überzeugte ebenfalls die Stiftung Warentest, punktet jedoch eher mit einer besseren Handhabung.  

Häufig gestellte Fragen rund um Akkusauger

Akkusauger mit eingebautem Handstaubsauger oder doch lieber ein Staubsauger mit besonders langer Laufzeit? Die Auswahl der verschiedenen Akkusauger ist sehr groß. Damit Sie gut durch die Angebote finden, haben wir einige der häufigsten Fragen zum Akkusauger aufgelistet und beantwortet. 

Welcher Akkusauger ist der beste?

Akkusauger gibt es grundsätzlich in zwei Varianten: als reine Stielstaubsauger oder als Stielstaubsauger mit abnehmbarem Handstaubsauger (2-in-1-Gerät). 

Optimalerweise wählen Sie Ihren Akkusauger nach seinen Funktionen aus. Möchten Sie sich einen Akkusauger kaufen, mit dem Sie auch Ihr Auto von Schmutz befreien, greifen Sie am besten zu einem Stielstaubsauger mit eingebautem Handsauger. Suchen Sie hingegen einen Sauger, mit dem Sie größere Räume sauber bekommen, sollten Sie besonders auf die Größe des Auffangbehälters und die Akkulaufzeit achten.

Egal für welchen der kabellosen Staubsauger Sie sich entscheiden, sollten Sie Folgendes beachten: Der größte Vorteil von Akkusaugern ist, dass sie sofort einsatzbereit sind und ihr Aktionsradius nicht von der Länge eines Kabels begrenzt ist. Die Bauart vieler Akkusauger führt aber dazu, dass manche Stellen schwerer bis gar nicht zu saugen sind, beispielsweise der Platz unter einem niedrigen Sofa. Dafür sind die flachen Saugfüße von Bodenstaubsaugern besser geeignet.

Wie viel Watt braucht ein Akkusauger?

Wie bei allen Staubsaugern ist auch bei Modellen mit Akku die Saugleistung wichtig. Es hilft nichts, wenn Sie trotz hoher Wendigkeit Ihre Böden nicht gründlich saugen können. Anders als bei Bodenstaubsaugern geben die Hersteller bei Akkusaugern jedoch meist keine Wattzahlen an.

Das liegt daran, dass die Motoren von Akkusaugern nicht die Leistung von Bodenstaubsaugern erreichen können – sonst würden die Akkus zu teuer und zu schwer ausfallen. Laut Stiftung Warentest schwächeln in der Tat einige der kabellosen Staubsauger bei der Staubaufnahme. 

Welche Akkuleistung und Akkuladezeit sind gut?

Viel wichtiger als die Wattzahl ist bei Akkusaugern die Laufzeit des Akkus, damit dem Staubsauger nicht zu schnell die Puste ausgeht. Sie sollten nicht erwarten, dass der Akku eine Stunde oder länger durchhält, auch wenn der Hersteller das angibt. Gerade bei höchster Stufe schafft das kein Gerät.

Im Test von Stiftung Warentest boten die Testsieger von Dyson, Vorwerk und Bosch zwar eine gute Saugleistung, hatten aber schon nach einer knappen Viertelstunde keine Power mehr. Die meisten Akkusauger bieten jedoch unterschiedliche Leistungsstufen: Leicht verschmutzte Flächen kann man mit der kleineren Stufe saugen, so hält der Akku länger durch.

Wichtig ist auch, wie lange der Akku zum Aufladen benötigt. Bei der Messung von Stiftung Warentest lag die kürzeste Ladezeit bei knapp zwei Stunden, die längste bei mehr als sechs Stunden.

Was ist ein Zyklonstaubsauger?

Bei Zyklonstaubsaugern handelt es sich um Modelle, die mit einem Zyklonfilter ausgestattet sind. Eingebaut werden die Filter sowohl in herkömmliche Bodenstaubsauger als auch in Akku-Staubsauger.

Luft und Dreck wird bei den Zyklon-Staubsaugern dadurch aufgenommen, indem sie diese mit hoher Geschwindigkeit und in enger werdenden Kreisen einsaugen. Durch die Zentrifugalkraft werden die eingesaugten Schmutzpartikel nach außen gedrückt und fallen in den Auffangbehälter. Die saubere Luft wird in der Mitte des Wirbels nach oben abgesaugt. 

Die Staubsauger unterscheiden sich in zwei Anwendungsarten:

  • Einfachzyklonstaubsauger, bei denen vor allem gröbere Schmutzpartikel entfernt werden, während der Feinstaub mit einem Filter aufgefangen wird.
  • Mehrfachzyklonstaubsauger, bei denen die Luft in mehreren "Zyklonen" gereinigt wird. Mittels dieser Technik werden auch feinere Partikel aus der Luft entfernt. Ein Zentralfilter ist oft nicht mehr notwendig.

Die Firma Dyson brachte die ersten Modelle in den 1980er-Jahren auf den Markt. Mittlerweile bieten auch Hersteller wie Hoover oder Dirt Devil Zyklonstaubsauger an.

Welche Zusätze bietet ein Akkusauger an?

Beutellose Akkusauger: Staubbehälter statt Staubsaugerbeutel

Akkusauger sind in der Regel beutellos, verzichten also wie Saugroboter auf einen Staubsaugerbeutel. Der Staub wird in einem Staubbehälter aufgefangen, der je nach Modell zwischen 0,5 und 1,2 Liter Staub aufnehmen kann. Diesen Staubbehälter sollten Sie regelmäßig lehren, am besten nach jedem Saugen. Manche Akkusauger haben zusätzlich einen speziellen Staubfilter eingebaut, der dann auch ab und zu gesäubert werden muss.

Akkusauger-Zubehör: von Elektrobürste bis Polsterdüse

Was die Ausstattung angeht, sollte auch der Akkusauger über ausreichend Zubehör verfügen, damit Sie Böden, Teppiche und Polster effizient von Staub, Krümeln oder Tierhaaren befreien können. Zu dem gängigen Zubehör gehören beispielsweise: Elektrobürsten, Teppichdüse, Hartbodendüse, Polsterdüse (für Polster und Möbel), Fugendüse (für schwer erreichbare und schmale Stellen) oder Möbelpinsel.

Verwendete Quellen:
  • Den vollständigen Test der Stiftung Warentest finden Sie hier.


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