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Stiftung Warentest: Erstmals können Akkusauger von Dyson, Bosch und Vorwerk überzeugen

Stiftung Warentest  

Akkusauger im Test: Zum ersten Mal erreichen Stielsauger die Gesamtnote "Gut"

30.07.2020, 09:19 Uhr | AH, t-online.de

Stiftung Warentest: Erstmals können Akkusauger von Dyson, Bosch und Vorwerk überzeugen. Ein Akkusauger von AEG: Staubsauger ohne Kabel sind handlicher als herkömmliche Modelle. (Quelle: Hersteller/AEG)

Ein Akkusauger von AEG: Staubsauger ohne Kabel sind handlicher als herkömmliche Modelle. (Quelle: AEG/Hersteller)

Akkusauger sind praktische Haushaltsgeräte und beweglicher als die oft schweren und sperrigen Bodenstaubsauger. Flexibel und wendig kommen sie in jede Ecke und saugen den Schmutz einfach weg. Die Stiftung Warentest hat Akkusauger getestet. Wir stellen das positive Testergebnis sowie die Testsieger von August 2020 vor.

Akkusauger sollen den Alltag erleichtern und nicht aufwendiger gestalten. Bisher konnten die beliebten Stielsauger bei der Stiftung Warentest jedoch nicht überzeugen und erhielten reihenweise schlechte Testurteile. Zum ersten Mal schaffen es jetzt drei Akkusauger, die Stiftung Warentest zu überzeugen. Wir stellen Ihnen die drei Stielsauger vor, die das test-Qualitätsurteil "Gut" bekommen haben, und erklären Ihnen wie getestet wurde.  

Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt zehn Akkusauger von bekannten Herstellern wie Dyson, Bosch und Philips untersucht. Bewertet wurden unter anderem das Saugen, die Akkuleistung, die Handhabung und die Haltbarkeit. Aber auch Aspekte wie Umwelteigenschaften, Schadstoffe und die Sicherheit wurden bei dem Test berücksichtigt.

Akkusauger im Test – drei Modelle erhalten die Gesamtnote "Gut"

Erstmals gibt es beim Akkusauger-Test der Stiftung Warentest ein positives Testergebnis. Gleich drei Akkusauger von Dyson, Vorwerk und Bosch erhielten das test-Qualitätsurteil "Gut". Drei weitere Stielsauger von Rowenta, Miele und Dirt Devil erhielten die Note "Befriedigend". Trotz der verbesserten Leistung gibt es weiterhin viele Mängel bei den Akkusaugern zu beanstanden. Vier der getesteten Akkusauger erhielten daher nur ein Ausreichend.

Aufgrund der schlechten Testergebnisse aus den vergangenen Jahren empfiehlt die Stiftung Warentest auch die Modelle mit der Gesamtnote "Befriedigend". 

  • Der Rowenta RH9574 Air Force Flex 760 erreichte das test-Qualitätsturteil "Befriedigend (2,8)". Das Modell überzeugt beim Saugen von Grobschmutz und Tierhaaren. Mit vier Kilogramm ist der Akkusauger das Schwergewicht unter den getesteten Modellen. Die Akkulaufzeit von weniger als zehn Minuten bei maximaler Leistung ist wenig beeindruckend. 
  • Der Miele Triflex HX1 liegt mit der Gesamtnote "Befriedigend (2,9)" knapp dahinter. Vor allem Fasern saugt der Akkusauger gut bis sehr gut. Das Modell ist das einzige im Test mit einem Wechselakku in der Grundausstattung. Der Akkusauger lässt sich mit ein paar Handgriffen umbauen. Der Motor kann dadurch entweder an der Bodendüse oder am Handgriff befestigt werden.
  • Der Dirt-Devil-Akkusauger DD788-1 Blade 2 Max ist eines der günstigen Modelle. Der Sauger reinigt Teppiche und Hartböden sowie Ritzen gut bis sehr gut. Im Gegensatz zu den anderen Modellen ist dieses Gerät sehr laut und erreicht bis zu 80 Dezibel auf Teppich und Hartböden. Der Akku lässt sich nicht vom Verwender wechseln. Dieser Akkusauger erreichte im Test die Gesamtnote "Befriedigend (3,3)".

Der Testsieger und beste beim Saugen: Dyson Cyclone V11 Absolute Akkusauger


Der Dyson-Akkusauger V11 Absolute erhält von der Stiftung Warentest die Gesamtnote "Gut (2,4)" und ist damit Testsieger. Der Stielsauger überzeugt vor allem bei der Staub- und Faseraufnahme aus Teppichböden und von Polstern. Auch Hartböden sind für dieses Modell kein Problem. Tierhaare entfernt der Stielsauger von Dyson schnell und effektiv. Durch die gute Saugleistung wird der Dyson V11 Absolute in der Hauptkategorie Saugen mit der Note "Gut (1,8)" bewertet. Lediglich das Saugen von Ecken und Kanten schafft der Akkusauger nicht überzeugend.

Die Kategorien Haltbarkeit, Sicherheit und Schadstoffe werden ebenfalls mit "Gut" und "Sehr Gut" bewertet. Im Lieferumfang enthalten sind eine Staubbox, eine Elektrobürste sowie eine Polster-, Fugen- und Möbelbürste. Ein weiterer Vorteil: Der Stielsauger lässt sich auch als Kleinsauger verwenden.

Für den Akku erhält der Dyson ein Befriedigend. Auch die Handhabung und die Umwelteigenschaften sind befriedigend. Für die Betriebszeit muss der Einschaltknopf an der Rückseite dauerhaft gedrückt bleiben. 

Der Testsieger und Schnelllader: Vorwerk VB100 


Der Kobold VB100 erreicht im Test der Stiftung Warentest ebenfalls die Gesamtnote "Gut (2,4)". Der zweite Testsieger ist das einzige Modell mit Beutel. Im Durchschnitt bietet der Akkusauger eine gute Saugleistung auf Teppichen und Hartböden. Vor allem Grobgut nimmt der Sauger sehr gut auf und auch Ritzen sind für den Sauger kein Problem. In den Kategorien Haltbarkeit und Schadstoffe erhält das Modell jeweils die Teilnote "Sehr gut".

Positiv sind außerdem der niedrige Stromverbrauch sowie ein gutes Staubhaltevermögen in der Kategorie Umwelteigenschaften. Durch die hohe Geräuschintensität erreicht dieser Akkusauger, wie auch alle anderen getesteten Sauger, trotzdem nur die Note "Befriedigend". Der Kobold VB100 lässt sich anders als der Dyson nicht als Kleinsauger verwenden.

Ein weiterer Pluspunkt gegenüber anderen Modellen ist die Möglichkeit, den Akku zu wechseln. In der Grundausstattung ist kein zusätzlicher Akku inbegriffen. Dieser kann jedoch separat gekauft werden. Mit einer Akkuladezeit von zwei Stunden ist dieses Modell zudem der Schnelllader und am ehesten wieder bereit für den nächsten Einsatz. Neben der herkömmlichen Elektrobürste wird der Sauger inklusive Fugen- und Möbeldüse geliefert.

Der Polsterreiniger: Bosch BBH7SIL Athlet 

Der Akkusauger BBH7SIL Athlet von Bosch landet im Test der Stiftung Warentest mit dem test-Qualitätsurteil "Gut (2,5)" auf dem zweiten Platz. Der Sauger kann bei der Faseraufnahme aus Teppichen und Polstern sehr gut überzeugen. Auch für das Aufsaugen von Tierhaaren und die Verwendung für Schmutz in tieferen Ritzen eignet sich dieses Modell gut. Bei Hartböden und der Aufnahme von Grobgut zeigt der BBH7SIL Athlet jedoch leichte Schwächen.

Neben dem Elektrobürstenkopf sind eine Polster-, Fugen- und Möbeldüse im Lieferumfang enthalten. Die Montage sowie Demontage des Akkusaugers von Bosch geht einfach von der Hand und wird von den Testern mit "Gut" bewertet. Bei Fragen bietet die Gebrauchsanleitung sehr gute Hilfestellung.

Mit einer Ladezeit von bis zu sechs Stunden hat der Bosch BBH7SIL Athlet die längste Akkuladezeit von allen getesteten Modellen. Der Stielsauger lässt sich außerdem nicht als Kleinsauger verwenden und auch der Akku ist nicht ausbaufähig. Das muss ein Fachmann übernehmen.  

Unser Fazit

Auch wenn Akkusauger noch nicht für den großen Hausputz geeignet sind – als Zweitstaubsauger lohnt es sich, einen Akkusauger zu kaufen. Die getesteten Akkusauger zeigen im Test, dass sie in Sachen Saugkraft gute Ergebnisse erzielen können.

Daneben sind die Geräte sofort einsatzbereit und so handlich, dass das kurze Saugen zwischendurch schnell erledigt ist. Akkusauger sind eine schnelle, einfache Lösung für das Wegsaugen von Krümeln im Esszimmer oder von Tierhaaren auf dem Sofa. Die Testsieger von Dyson und Vorwerk sowie das Modell von Bosch haben alle kleine Schwächen und meistern andere Aufgaben dafür tadellos. 

Häufig gestellte Fragen rund um Akkusauger

Akkusauger mit eingebautem Handstaubsauger oder doch lieber ein Staubsauger mit besonders langer Laufzeit? Die Auswahl der verschiedenen Akkusauger ist sehr groß. Damit Sie gut durch die Angebote finden, haben wir einige der häufigsten Fragen zum Akkusauger aufgelistet und beantwortet. 

Welcher Akkusauger ist der beste?

Akkusauger gibt es grundsätzlich in zwei Varianten: als reine Stielstaubsauger oder als Stielstaubsauger mit abnehmbarem Handstaubsauger (2-in-1-Gerät). 

Optimalerweise wählen Sie Ihren Akkusauger nach seinen Funktionen aus. Möchten Sie sich einen Akkusauger kaufen, mit dem Sie auch Ihr Auto von Schmutz befreien, greifen Sie am besten zu einem Stielstaubsauger mit eingebautem Handsauger. Suchen Sie hingegen einen Sauger, mit dem Sie größere Räume sauber bekommen, sollten Sie besonders auf die Größe des Auffangbehälters und die Akkulaufzeit achten.

Egal für welchen der kabellosen Staubsauger Sie sich entscheiden, sollten Sie Folgendes beachten: Der größte Vorteil von Akkusaugern ist, dass sie sofort einsatzbereit sind und ihr Aktionsradius nicht von der Länge eines Kabels begrenzt ist. Die Bauart vieler Akkusauger führt aber dazu, dass manche Stellen schwerer bis gar nicht zu saugen sind, beispielsweise der Platz unter einem niedrigen Sofa. Dafür sind die flachen Saugfüße von Bodenstaubsaugern besser geeignet.

Wie viel Watt braucht ein Akkusauger?

Wie bei allen Staubsaugern ist auch bei Modellen mit Akku die Saugleistung wichtig. Es hilft nichts, wenn Sie trotz hoher Wendigkeit Ihre Böden nicht gründlich saugen können. Anders als bei Bodenstaubsaugern geben die Hersteller bei Akkusaugern jedoch meist keine Wattzahlen an.

Das liegt daran, dass die Motoren von Akkusaugern nicht die Leistung von Bodenstaubsaugern erreichen können – sonst würden die Akkus zu teuer und zu schwer ausfallen. Laut Stiftung Warentest schwächeln in der Tat einige der kabellosen Staubsauger bei der Staubaufnahme. 

Welche Akkuleistung und Akkuladezeit sind gut?

Viel wichtiger als die Wattzahl ist bei Akkusaugern die Laufzeit des Akkus, damit dem Staubsauger nicht zu schnell die Puste ausgeht. Sie sollten nicht erwarten, dass der Akku eine Stunde oder länger durchhält, auch wenn der Hersteller das angibt. Gerade bei höchster Stufe schafft das kein Gerät.

Im Test von Stiftung Warentest boten die Testsieger von Dyson, Vorwerk und Bosch zwar eine gute Saugleistung, hatten aber schon nach einer knappen Viertelstunde keine Power mehr. Die meisten Akkusauger bieten jedoch unterschiedliche Leistungsstufen: Leicht verschmutzte Flächen kann man mit der kleineren Stufe saugen, so hält der Akku länger durch.

Wichtig ist auch, wie lange der Akku zum Aufladen benötigt. Bei der Messung von Stiftung Warentest lag die kürzeste Ladezeit bei knapp zwei Stunden, die längste bei mehr als sechs Stunden.

Was ist ein Zyklonstaubsauger?

Bei Zyklonstaubsaugern handelt es sich um Modelle, die mit einem Zyklonfilter ausgestattet sind. Eingebaut werden die Filter sowohl in herkömmliche Bodenstaubsauger als auch in Akku-Staubsauger.

Luft und Dreck wird bei den Zyklon-Staubsaugern dadurch aufgenommen, indem sie diese mit hoher Geschwindigkeit und in enger werdenden Kreisen einsaugen. Durch die Zentrifugalkraft werden die eingesaugten Schmutzpartikel nach außen gedrückt und fallen in den Auffangbehälter. Die saubere Luft wird in der Mitte des Wirbels nach oben abgesaugt. 

Die Staubsauger unterscheiden sich in zwei Anwendungsarten:

  • Einfachzyklonstaubsauger, bei denen vor allem gröbere Schmutzpartikel entfernt werden, während der Feinstaub mit einem Filter aufgefangen wird.
  • Mehrfachzyklonstaubsauger, bei denen die Luft in mehreren "Zyklonen" gereinigt wird. Mittels dieser Technik werden auch feinere Partikel aus der Luft entfernt. Ein Zentralfilter ist oft nicht mehr notwendig.

Die Firma Dyson brachte die ersten Modelle in den 1980er-Jahren auf den Markt. Mittlerweile bieten auch Hersteller wie Hoover oder Dirt Devil Zyklonstaubsauger an.

Welche Zusätze bietet ein Akkusauger an?

(1) Beutellose Akkusauger: Staubbehälter statt Staubsaugerbeutel

Akkusauger sind in der Regel beutellos, verzichten also wie Saugroboter auf einen Staubsaugerbeutel. Der Staub wird in einem Staubbehälter aufgefangen, der je nach Modell zwischen 0,5 und 1,2 Liter Staub aufnehmen kann. Diesen Staubbehälter sollten Sie regelmäßig lehren, am besten nach jedem Saugen. Manche Akkusauger haben zusätzlich einen speziellen Staubfilter eingebaut, der dann auch ab und zu gesäubert werden muss.

(2) Akkusauger-Zubehör: von Elektrobürste bis Polsterdüse

Was die Ausstattung angeht, sollte auch der Akkusauger über ausreichend Zubehör verfügen, damit Sie Böden, Teppiche und Polster effizient von Staub, Krümeln oder Tierhaaren befreien können. Zu dem gängigen Zubehör gehören beispielsweise: Elektrobürsten, Teppichdüse, Hartbodendüse, Polsterdüse (für Polster und Möbel), Fugendüse (für schwer erreichbare und schmale Stellen) oder Möbelpinsel.

Verwendete Quellen:
  • Den vollständigen Test der Stiftung Warentest finden Sie hier.




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