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Die besten Ferngläser für Outdoor-Abenteuer und Naturbeobachtungen


Alles im Blick  

Die besten Ferngläser in allen Preisklassen – und ein Testsieger

14.05.2021, 08:51 Uhr | t-online, MoS, JPH

Die besten Ferngläser für Outdoor-Abenteuer und Naturbeobachtungen. Mit einem guten Fernglas macht die Tierbeobachtung Spaß. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit einem guten Fernglas macht die Tierbeobachtung Spaß. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vögel beobachten, seltene Tiere entdecken und fernes ganz nah sehen: Ferngläser sind für Outdoor-Abenteurer, Wanderer und Jäger eine hervorragende Wahl. Wir stellen Ihnen Fernglas-Modelle für jeden Geldbeutel vor und zeigen den einzigen Testsieger der Stiftung Warentest.

Bei der Wahl des richtigen Fernglases sind vor allem Vergrößerung und Objektivdurchmesser entscheidend. Je höher die Vergrößerung, desto besser erkennt man Details und entfernte Objekte. Ein guter Wert ist eine achtfache Vergrößerung. Sie ist ideal für die Jagd und auf Reisen. Ornithologen sollten bei der Vogelbeobachtung zu etwas mehr greifen und wählen die zehnfachen Vergrößerung.

Beim Objektivdurchmesser stellt sich die Frage, wie kompakt das Fernglas sein soll. Je größer der Objektivdurchmesser, desto mehr Licht fällt ins Glas. Die Dämmerungssicht wird besser, das Glas aber auch größer, schwerer und teurer. Die Stiftung Warentest hat in der "test"-Ausgabe (08/2019) insgesamt 17 Ferngläser getestet. Überzeugen konnte nur ein Modell von Canon. Wir zeigen den Testsieger und weitere Alternativen.

Der Testsieger: Canon IS II (10 x 30) Fernglas

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Canon 10x30 IS II Fernglas
  • Vergrößerung: 10x
  • Objektivdurchmesser: 30 mm
  • Gewicht: 600 g
  • Sehfeldbreite: 105 m
  • Wasserdicht: nein
  • Naheinstellung: 4,2 m

Im Test der Stiftung Warentest schneidet das Fernglas von Canon als einziges Modell mit der Note "gut" ab. Es ist zudem auch das einzige Fernglas, bei dem die Tester keine schädlichen und vermeintlich krebserregenden Stoffen im Tragegurt, Gehäuse oder Augenmuscheln finden konnten. 

Das Canon IS II punktet mit einer 10-fachen Vergrößerung und einem Objektivdurchmesser von 30 Millimetern. Zu den Highlights gehört der optische Bildstabilisator. Wie bei seinen hochwertigen Kameraobjektiven verbaut Canon dieses Feature und erlaubt dadurch verwacklungsfreie Beobachtungen. Umgewöhnen müssen sich Fernglasnutzer lediglich an einer Stelle: Der Bildstabilisator braucht Strom aus einer mitgelieferten LR6-Batterie. Dafür bekommt der Nutzer aber ein kristallklares Bild.

Preissieger: APEMAN Fernglas 10x42

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Apeman Fernglas 10x42
  • Vergrößerung: 10x
  • Objektivdurchmesser: 50 mm
  • Gewicht: 480 g
  • Sehfeldbreite: 112 m
  • Wasserdicht: ja

Das Fernglas von Apeman ist ein idealer Begleiter für die nächste Wanderung und überzeugt mit einem günstigen Preis. Mit der kompakten Größe von 14 Zentimetern und einem Gewicht von 480 Gramm halten Sie das Fernglas bequem in einer Hand und verstauen es schnell im Rucksack. 

Das Fernglas besitzt eine 10-fache Vergrößerung, anpassbare Augenmuscheln und wird mit einem Smartphone-Adapter geliefert. So montieren Sie das Handy vor dem Fernglas und halten das Bild direkt fest. Zudem können Sie das Modell auch auf einem Stativ befestigen und so beeindruckende Fotos aufnehmen.

Für Traditionalisten: Swarovski Habicht (7 x 42) Fernglas

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Swarovski Habicht (7 x 42) Fernglas
  • Vergrößerung: 7x
  • Objektivdurchmesser: 42 mm
  • Gewicht: 762 g
  • Sehfeldbreite: 114 m
  • Wasserdicht: bis 4 m
  • Naheinstellung: 3,5 m

Das österreichische Traditionsunternehmen Swarovski blickt auf über einhundert Jahre optischer Erfahrung zurück. Für viele Menschen ist die Form des Fernglases der Inbegriff des Feldstechers. 

Das Fernglas erreicht eine 7-fache Vergrößerung und einen großen Objektivdurchmesser von 42 Millimetern. Auch das Sehfeld ist bei diesem Modell dank eines Weitwinkelokulars mit sechs Linsen besonders groß. Das Leichtmetallgehäuse ist für die Ewigkeit gebaut und die Dioptrie-Korrektur fällt mit fünf Dioptrien in beide Richtungen sehr üppig aus.

Der Preis-Leistungs-Sieger: Steiner Safari UltraSharp 8x22

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Steiner Safari UltraSharp 8x22 Fernglas
  • Vergrößerung: 8x
  • Objektivdurchmesser: 22 mm
  • Gewicht: 730 g
  • Sehfeldbreite: 125 m
  • Wasserdicht: nach IPX4

Mit einem Gewicht von unter 300 Gramm und den kompakten Abmessungen ist das Fernglas von Steiner ein unerlässlicher Reisebegleiter. Ob Bergwanderung oder Städtetrip, das Glas ist immer mit dabei. Die Ausstattung ist dabei trotzdem sehr gut: verstellbare Augenmuscheln, Dioptrie-Ausgleich, wasserdicht – alles wie bei den großen und deutlich teureren Modellen.

Das Fernglas bietet eine 8-fache Vergrößerung, einen Objektivdurchmesser von 22 Zentimetern und punktet mit dem robusten Gehäuse. Das Sehfeld liegt in 1.000 Metern Entfernung immer noch bei großen 125 Metern –  ein sehr guter Wert.

High-End-Modell für die Nacht: Zeiss Victory HT (8 x 54) Fernglas

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ZEISS Victory HT 8 x 54 Fernglas
  • Vergrößerung: 8x
  • Objektivdurchmesser: 54 mm
  • Gewicht: 1035 g
  • Sehfeldbreite: 130m
  • Wasserdicht: bis 5 m
  • Naheinstellung: 3,5 m

Die Lichtstärke gibt dem Victory seinen Namen. "HT“ steht für High-Transmission, in diesem Fall ermöglicht das Abbe-König-Prisma eine Transmission von über 95 Prozent und eine Dämmerungszahl von 20,7. Die Austrittspupille misst 6,7 Millimeter. Heller ist ohne Nachtsichtgerät kaum denkbar.

Auch sonst sind die technischen Daten des "HT" eindrucksvoll. Die Lotutec-Vergütung hält Schmutz ab, das Glas ist wasserdicht bis 500 Millibar, funktioniert von -30 bis +63 Grad und wiegt für diese Leistung vergleichsweise geringe 1.000 Gramm. Diese Daten machen das Glas nicht nur für die Dämmerungs- und Nachtjagd, sondern auch für Sternengucker und Hobby-Astronomen sehr interessant.

Fazit: Welches Fernglas ist für die Naturbeobachtung zu empfehlen?

Wenn Sie auf der Suche sind nach einem passenden Fernglas für Ihr nächstes Outdoorerlebnis und die Beobachtung der Natur, sollten Sie sich zuerst die Frage stellen, wie regelmäßig Sie das Fernglas benutzen werden. Für all diejenigen, die nur ab und an ein Fernglas benötigen, eignet sich das kleine, leichte und handliche Modell von Apeman.

Für alle, die regelmäßig in der Natur auf Beobachtungsmission unterwegs sind, lohnt sich auch ein teureres Modell. Die Linsen sind deutlich hochwertiger und die Sehfelder größer. Das Fernglas von Steiner ist ein guter Einstieg, der Testsieger von Canon punktet mit der sehr guten Bildstabilisierung.

Wichtige Fragen und Antworten zu Ferngläsern

Was für Ferngläser gibt es?

Benutze man in früheren Jahrhunderten vor allem beim Militär Fernrohre, bei denen der Nutzer nur mit einem Auge durchsehen konnte, wurden seit dem 18. Jahrhundert auch schon erste Modelle für den zivilen Gebrauch gebaut, die sogenannten Theatergläser, mit denen die Zuschauer von den Rängen in den Opernhäusern das Geschehen auf der Bühne verfolgen konnten.

Im späten 19. Jahrhundert meldete die Firma Carl Zeiss in Jena ein Patent für ein sogenanntes binokulares Fernglas an, ein Modell mit zwei Objektiven – eins für jedes Auge.

Neben den kleinen Theatergläsern und den mittelgroßen Feldstechern gibt es noch besonders große Modelle, die auf ein Stativ gestellt werden. Letztere eignen sich allerdings eher für den professionellen Gebrauch und sind bei einer Wanderung ungeeignet.

Wie pflege ich mein Fernglas?

Damit das hochwertige Präzisionsgerät lange hält, sollte ein Fernglas sorgsam behandelt und gepflegt werden. Hier einige Tipps von unserem Redaktionsteam:

  • Wird das Fernglas nicht benutzt, sollten die Gläser abgedeckt werden, damit sie vor Staub geschützt sind. Oft gehören Schutzdeckel oder Aufbewahrungstaschen zum Lieferumfang dazu.
  • Ferngläser können bei Verschmutzung auf dem Glas ähnlich wie ein Kameraobjektiv mit einem Blasebalgpinsel vorsichtig gereinigt werden. Erst wenn keine Staub- oder Sandkörner oder ähnliche Verschmutzungen mehr auf dem Glas sind, können Fettflecken vorsichtig mit einem weichen Tuch (Brillentuch, Mikrofasertuch) nachgewischt werden. Sind noch Fremdkörper auf dem Glas, kann es bei der Reinigung mit einem Tuch ansonsten zu Kratzern auf der Linse kommen.
  • Der Körper des Fernglases kann ebenfalls mit einem trockenen Tuch (bei stärkeren Verschmutzungen auch mit einem leicht angefeuchteten Tuch) gereinigt werden.
  • Die meist gummierten Augenschalen des Fernglases können auch mit einem feuchten Tuch gereinigt werden. Im Anschluss kann das Material mit einem Gummipflegestift gepflegt werden.

Was sollte ich beim Kauf eines Fernglases beachten?

Ferngläser sind Präzisionsgeräte. Trotzdem sind die Preisunterschiede hoch. Wenn Sie ein Fernglas kaufen möchten, sollten Sie deshalb genau abwägen, welche Merkmale beim Gebrauch für Sie wichtig sind und auf welche Sie im Zweifel verzichten können. Denken Sie vor dem Kauf Ihres neuen Fernglases auch über das Gewicht nach – schließlich müssen Sie es bei Ihren Outdooraktivitäten auch tragen.

Reiseferngläser haben oft einen Objektivdurchmesser von 24 bis 30 Millimetern. Für die Vogelschau sind 42 Millimeter üblich und für die Ansitzjagd (bei der Lichtstärke wichtiger ist als geringes Gewicht) greift man zu 52 oder gar 56 Millimetern.

Generell gilt: Hochwertige Optik ist Präzisionshandwerk und oft dementsprechend teuer. An einem solchen Fernglas hat man dafür aber auch jahre- oder gar jahrzehntelang Freude.

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