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Die besten Klimaanlagen für die Wohnung im Test

Stiftung Warentest  

Die besten Klimaanlagen für Ihr Zuhause

Von Monika Salz

30.04.2020, 10:20 Uhr

Nur wenige heiße Tage reichen aus, und schon heizen sich auch unsere Häuser und Wohnungen auf. Ein Klimagerät kann da helfen, die eigenen vier Wände auf eine erträgliche Temperatur herunterzukühlen. Wir stellen Klimaanlagen für die Wohnung vor, die im Test der Stiftung Warentest gut abgeschnitten haben, und erklären, wie die Geräte funktionieren.

Der Deutsche Wetterdienst hat ermittelt, dass die Sommer der letzen beiden Jahre zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor mehr als 130 Jahren gehören. Klimaexperten gehen davon aus, dass die heißen Sommer auch in unseren Breitengraden eher zur Regel werden. Um nachts trotzdem gut schlafen zu können, reicht normales Lüften oft nicht mehr aus. Dabei dringt sogar noch mehr warme Luft ins Zimmer. Eine Klimaanlage für die Wohnung kann helfen, die Raumlufttemperatur zu senken.

Was für Klimageräte für die Wohnung gibt es?

Grundsätzlich kann bei Klimaanlagen zwischen verschiedenen Modellen unterschieden werden. Die sogenannten Monoblöcke sind Klimaanlagen, die in der Wohnung mobil aufgestellt werden können. Sie werden einfach über die Steckdose angeschlossen. Splitgeräte hingegen bestehen aus zwei Komponenten: zum einem aus einem Innengerät, das im Zimmer fest verbaut wird, zum anderen aus einem Kompressor, der an der Außenwand montiert wird.

Des Weiteren gibt es Klimaanlagen, die bereits beim Hausbau fest verbaut werden. Auch eine Wärmepumpe, die das Haus im Winter wärmt, kann im Sommer zum Kühlen genutzt werden. Die beiden letzten Lösungen sind allerdings relativ kostenintensiv und in bereits fertiggestellten Häusern nachträglich nur mit großem Aufwand  zu realisieren.

Die Nutzung von Monoblöcken und Splitgeräten im Kampf gegen die Hitze ist dagegen erheblich leichter und kostengünstiger umzusetzen.

Was sind die Vor- und Nachteile von Monoblöcken?

Ein Monoblock hat verschiedene Vorteile gegenüber anderen Klimageräten. So kann er auch in einer Mietwohnung genutzt werden. Monoblöcke sind mobil und können deshalb in jedes gewünschte Zimmer gestellt werden. Es muss lediglich die Möglichkeit bestehen, den Abluftschlauch nach außen zu leiten. Sie sind preisgünstig in der Anschaffung und zeichnen sich durch einen geringeren Wartungsaufwand als die Splitgeräte aus.

Ein Monoblock hat aber auch Nachteile, die vor dem Kauf in Betracht gezogen werden sollten. Die Geräte haben im Betrieb einen hohen Stromverbrauch und ebenfalls eine hohe Geräuschemission. So kann die Klimaanlage im Schlafzimmer nachts durchaus als störend empfunden werden.

Die warme Abluft der Monoblockgeräte wird mit einem Abluftschlauch durch das Fenster nach außen geleitet. Dabei ist die Abdichtung der Fenster oft schwierig und warme Luft strömt von außen wieder herein. Resultat: Die Klimageräte müssen die Luft im Zimmer noch stärker kühlen.

Achtung: Teilweise werden in Monoblöcken klimaschädliche Kältemittel verwendet. Die hier vorgestellten Klimageräte verfügen jedoch über ein Kältemittel mit guten Umwelteigenschaften und mit niedrigem Treibhauspotenzial. Dieses Kältemittel schädigt auch nicht die Ozonschicht.

Empfehlenswerte Monoblock-Klimaanlagen

Diese kleinen mobilen Monoblock-Klimageräte gehören zu den Testsiegern im Test der Stiftung Warentest und sorgen für angenehm kühle Raumluft.

Testsieger Monoblöcke: De'Longhi PAC EX100 Silent Monoblock

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  • Monoblockgerät mit Schlauch
  • Kältemittel: R290
  • Kühlung BTU/h: 10.000
  • Energieklasse: A++
  • Kühlleistung: 2,5 kW
  • Verbrauch: 0,7 kWh/60 min
  • Lautstärke / Geräuschpegel: 61–62 dB
  • empfohlene Raumgröße: max. 110 m³
  • Ventilator: ja, drei Stufen
  • Gewicht: 28 kg

Der De’Longhi PAC EX100 Silent war im Test der Stiftung Warentest im Jahr 2018 Testsieger unter den fünf getesteten Monoblock-Klimaanlagen ("test"-Ausgabe 07/2018). Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden bei diesem Modell automatisch angepasst. Das Luft-Luft-System sorgt dafür, dass das anfallende Kondenswasser in den Kühlkreislauf zurückgeführt wird. So muss es nicht regelmäßig entfernt werden. Der PAC EX100 Silent hat Laufrollen und kann so bequem verschoben werden.

Das Kühlmittel R290 (Propan) ist umweltfreundlich und hat ein niedriges Treibhauspotenzial. Die Energieeffizienzklasse A++ ist besonders energiesparend.

Umweltfreundlich: Comfee Eco friendly Monoblock

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  • Monoblockgerät mit Schlauch
  • Kältemittel: R290
  • Kühlung BTU/h: 10.000
  • Energieklasse: A+
  • Kühlleistung: 2,9 kW
  • Stromverbrauch: 1 kWh/60 min
  • Lautstärke / Geräuschpegel: 61–62 dB
  • empfohlene Raumgröße: 80 m³
  • Ventilator: ja, drei Stufen
  • Gewicht: 33 kg

Der Comfee Eco friendly wurde im Jahr 2018 von der Stiftung Warentest ebenfalls getestet und überzeugte als zweitbestes Klimagerät im Test der Monoblöcke. Das Gerät kann sowohl kühlen als auch entfeuchten und ventilieren. Es ist für Räume von bis zu 32 Quadratmetern konzipiert. Zusätzlich verfügt der Comfee Eco friendly über einen Staubfilter, eine Fernbedienung, einen Timer und einen Schlafmodus. Die Laufrollen des Comfee Eco friendly sorgen dafür, dass das Klimagerät schnell und problemlos manövriert werden kann.

Das Klimagerät Comfee Eco friendly arbeitet mit Propan (R290) als Kältemittel. Dieses hat ein niedriges Treibhauspotenzial und ist somit umweltfreundlich.

Was sind die Vor- und Nachteile von Splitgeräten?

Splitgeräte haben einen wesentlichen Vorteil: Ihre Betriebskosten sind im Vergleich zu denen der Monoblöcke niedriger. Zudem kühlen sie die Räume in der Regel schneller und effizienter. Viele Splitgeräte sind außerdem bequem mit einer App steuerbar. Ist es kalt im Raum, kann ein Splitgerät auch zum Heizen genutzt werden. Da Splitgeräte keinen Abluftschlauch benötigen, können die Fenster bei Hitze geschlossen bleiben.

Splitgeräte haben allerdings auch einige Nachteile. Zunächst ist das der höhere Preis bei der Anschaffung, aber auch der größere Aufwand beim Einbau. Hier sollte im Zweifel ein Fachmann die Montage übernehmen. Dies gilt auch für die Wartung der Klimaanlagen.

Da die Geräte nicht mobil einsetzbar sind, sondern fest im Raum verbaut werden, müssen für jeden Raum extra Klimageräte gekauft werden. Das treibt den Preis in die Höhe. Soll die Split-Klimaanlage in einer Mietwohnung eingebaut werden, muss der Vermieter vorher seine Erlaubnis erteilen.

Empfehlenswerte Split-Klimaanlagen

Die hier vorgestellten Split-Klimaanlagen haben gute Ergebnisse im Test der Stiftung Warentest erzielt und kühlen Räume bei Hitze gut herunter.

Testsieger Split-Geräte: Panasonic Duo Split-Klima-Gerät

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  • Typ: Splitgerät (zwei Innengeräte, ein Außengerät)
  • Kältemittel: R32
  • Energieeffizienzklasse: A+++ (Kühlen)
  • Kühlleistung: 4,1 kW
  • Lautstärke / Geräuschpegel: 49 dB
  • Gewicht: Inneneinheit 10 kg, Außengerät 39 kg

Im Klimaanlagen-Test der Stiftung Warentest wurde das Modell von Panasonic Testsieger unter den Splitgeräten ("test"-Ausgabe 07/2018). Das Duo-Split-Klimagerät Etherea verfügt über zwei Innen- und ein Außengerät. Das Modell kann sowohl kühlen als auch heizen. Es kann per Wi-Fi und App gesteuert werden.

Das Kühlmittel R32 (Difluormethan) ist nicht so umweltfreundlich wie das in den vorgestellten Monogeräten verwendete R290. Es hat ein hohes Treibhauspotenzial, ist allerdings nicht ozonschädigend.

Mitsubishi Monosplit-Klimaanlage MSZ-LN25VG

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  • Typ: Splitgerät (ein Innengerät, ein Außengerät)
  • Kältemittel: R32
  • Kühlung (BTU/Std.) 9.000
  • Energieeffizienzklasse: A+++
  • jährlicher Energieverbrauch: 83 kWh
  • Lautstärke / Geräuschpegel (Inneneinheit): 58 dB
  • Gewicht: 50 kg (beide Geräte zusammen)

Von Mitsubishi hat es die Inverter-Klimaanlage Monosplit mit Wärmepumpe auf den zweiten Platz im Test der Stiftung Warentest geschafft ("test"-Ausgabe 07/2018). Von den fünf Testkandidaten erhält diese Klimaanlage nicht nur ein "Sehr Gut" für die Kühlleistung (das hat auch der Testsieger), sondern ebenfalls ein "Sehr Gut" für den Kühlkomfort. Der wird bei Stiftung Warentest aus einer Kombination von Abkühlzeit, Luftströmung und Temperaturverteilung ermittelt. Auch in den Kategorien Sicherheit sowie Verarbeitungsqualität schneidet die Mitsubishi-Anlage mit der Bestnote ab. 

Auch hier wird als Kühlmittel R32 benutzt – bislang gibt es noch keine Splitanlage mit halogenfreien Kältemitteln wie R290.

Unser Fazit

Unter den Klimageräten für zu Hause empfehlen wir den Testsieger der Stiftung Warentest, den Monoblock De'Longi PAC EX100. Als Monoblock ist er umweltfreundlicher, mit weniger Wartungsaufwand verbunden, mobil einsetzbar und preislich günstiger als ein Splitgerät und auch deshalb unser Tipp.

Wie funktioniert eine Klimaanlage für die Wohnung?

Die Funktionen von Klimaanlagen in der Bauweise Monoblock und Splitgerät unterscheiden sich nicht grundsätzlich voneinander. Allerdings findet bei einem Monoblock eben alles in einem Gerät statt, während beim Splitgerät ein Teil der Abläufe im Außenblock stattfindet, der andere im Innengerät.

An einem Verdampfer im Gerät (beim Splitgerät sitzt dieser innen) strömt die warme Luft vorbei. Das Kältemittel nimmt die Wärme auf, wodurch es gasförmig wird. Im sogenannten Verdichter wird das Kältemittel verdichtet und erwärmt sich dadurch noch stärker.

Im Außengerät wird die Wärme dann vom Kältemittel an die Umgebungsluft abgegeben. Das Kältemittel geht wieder vom gasförmigen in den flüssigen Zustand über. Danach fließt es zurück ins Gerät und der Kreislauf beginnt von vorn.

Bei einem Monogerät, bei dem sich alle Komponenten in einem Gerät befinden, wird die warme Luft durch einen Schlauch nach außen geleitet.

Wie wird eine Klimaanlage richtig betrieben?

Damit das Klimagerät zu Hause optimal arbeiten kann, muss es regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Besonders wichtig ist es, den Luftfilter zu reinigen, denn ein verschmutzter Luftfilter mindert die Kühlleistung des Geräts. Staub und Schmutz können in der Regel mit einem Staubsauger entfernt werden, hartnäckigere Verschmutzungen können mit warmem Wasser entfernt werden. Anschließend muss der Filter gründlich getrocknet werden, bevor er wieder eingebaut wird.

Bei den mobilen Monoblockgeräten muss der Auffangbehälter für das Kondenswasser regelmäßig geleert werden. Splitgeräte sollten ebenfalls regelmäßig gewartet werden – am besten von einem Fachmann. So kann verhindert werden, dass sich Keime und Bakterien im Gerät sammeln, die dann bei Inbetriebnahme in die Raumluft abgegeben werden.

Da Klimaanlagen beim Kühlen einen starken Luftzug erzeugen, sollte die gewählte Temperatur höchstens vier bis sechs Grad unter der Außentemperatur liegen. Die Lüftungsschlitze der Klimageräte sollten in jedem Fall frei sein, damit das Gerät problemlos arbeiten kann.

Wärmequellen sollten selbstverständlich ausgeschaltet sein, es ist auch hilfreich, Jalousien oder Vorhänge zu schließen, um die Erwärmung der Räume durch Sonneneinstrahlung zu vermindern.

Was bedeutet BTU bei bei Klimageräten?

BTU ist die Abkürzung für "British Thermal Unit". In Bezug auf Klimaanlagen sagt der Wert BTU/h aus, welche Kühlleistung pro Stunde eine Klimaanlage hat. Je größer der zu kühlende Raum ist, desto größer sollte auch die Kühlleistung BTU/h sein.

Unsere Tipps zum Kauf einer Klimaanlage

Das Klimagerät, das Sie kaufen, muss zu Ihrer Wohnsituation passen. Wohnen Sie in einer Mietwohnung und wollen ein Splitgerät einbauen, müssen Sie das mit Ihrem Vermieter besprechen. Lassen Sie sich die Zustimmung in jedem Fall schriftlich geben. Bedenken Sie, dass Sie die Anlage bei Auszug wieder ausbauen müssen.

Stellen Sie sich folgende Fragen: Welche Räume will ich wann und wie stark kühlen? Brauche ich die Klimaanlage nur im Schlafzimmer oder will ich auch weitere Räume kühlen? Wer übernimmt die Wartung des Geräts? Könnten sich meine Nachbarn eventuell durch die Geräusche des Außengeräts gestört fühlen? Wie hoch ist der zusätzliche Stromverbrauch aufs Jahr gerechnet?

Achten Sie bei der Auswahl Ihrer neuen Klimaanlage auf das verwendete Kältemittel. Manche Kältemittel, wie beispielsweise R410A, gelten als umweltschädlich, da sie über ein hohes Treibhauspotenzial verfügen. Es gibt aber genug gut getestete Klimaanlagen für Wohnungen am Markt, die Kältemittel nutzen, die als weniger schädlich gelten.

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