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Schnurlostelefone: Diese Modelle überzeugen im Test

Zu Hause telefonieren  

Schnurlostelefone: Diese Modelle überzeugen im Test

Von Adrian Smiatek

01.11.2019, 07:32 Uhr

Zu Hause spricht noch vieles für ein Festnetztelefon – nicht zuletzt die bessere Verbindungsqualität. Deshalb verkaufen sich Schnurlostelefone auch noch immer in hohen Stückzahlen. Wir verraten Ihnen, welche Telefone im Test gut abgeschnitten haben und welches schnurlose Telefon zu Ihrem Router passt.

Es gibt kaum einen Grund, auf ein Festnetztelefon zu verzichten. Schließlich ist heutzutage bei den meisten DSL- oder Kabelverträgen der Telefonanschluss mit Flatrate ins deutsche Festnetz kostenfrei enthalten. Zum Teil sind sogar Anrufe in Mobilfunknetze kostenlos. Außerdem haben Sie bei einem Festnetztelefon nie mit Funklöchern zu kämpfen und der Akku hält länger als beim Smartphone.

Der Testsieger: Gigaset CL660

Der Testsieger der Stiftung Warentest aus der Ausgabe 04/2018 ist das Gigaset CL660. Die Tester wurden insbesondere durch die Handhabung sowie die hochwertige Verarbeitung überzeugt. Insgesamt vergab die Stiftung Warentest das Qualitätsurteil "gut" mit der Note 2,2. Sie können das CL660 an jeden Router anschließen, der für IP-Telefonie ausgelegt ist und die entsprechenden Analogbuchsen besitzt.

Das Gigaset CL660 kommt mit einer separaten Basisstation, die an den Router oder Telefonanschluss angeschlossen wird. Die Mobilteile sehen daher sehr aufgeräumt und minimalistisch aus. Das Schnurlostelefon selbst kommt mit einem großen Farbdisplay. Die bis zu 400 Kontakte können Nutzer manuell in das integrierte Telefonbuch eintragen oder per PC-Software und Micro-USB-Anschluss von Outlook oder auch Google übertragen werden. Dies funktioniert jedoch nicht so bequem wie die Bedienung des Telefons selbst. 

  • Display: 2,4“- Farbdisplay 
  • Anrufbeantworter: nein 
  • Headset-Anschluss: 2,5-mm-Klinke 
  • Freisprechmodus: ja 
  • Telefonbuchspeicher: bis zu 400 Kontakte 
  • Erweiterbarkeit: auf bis zu 6 Mobilteile
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Für Fritzbox-Nutzer: AVM Fritzfon C4/C5

Nutzer von einer kompatiblen Fritzbox können gänzlich auf Basistationen verzichten. Die meisten Fritzboxen der vergangenen Jahre unterstützen den DECT-Funkstandard und können sich direkt mit den Mobilteilen verbinden. Den größten Funktionsumfang erhalten Käufer des AVM-hauseigenen Fritzfons.

Das neuste Modell, das Fritzfon C6, ist zwar bereits angekündigt, jedoch noch nicht final auf dem Markt erschienen. Zum Kauf bietet AVM derzeit neben einem Einsteigergerät noch das Fritzfon C4 und C5 an. Beide Modelle unterscheiden sich von den "inneren Werten" kaum. Der größte Unterschied liegt in der Bauweise. Das AVM Fritzfon C4 ist weiß und das Modell C5 schwarz. Letzteres fällt zusätzlich noch etwas eleganter und vor allem schmaler aus.

Zwar sind mit beiden Modellen klarere HD-Telefonate möglich. Dies funktioniert jedoch nur, wenn Anrufer und Angerufener beide ein HD-fähiges Gerät benutzen. Zusätzlich können Nutzer mit den Fritzfons Smart-Home-Geräte, die über die Fritzbox laufen, ansteuern. Selbst E-Mails können empfangen werden. AVM spielt sehr gut den Öko-System-Vorteil aus. Bei Stiftung Warentest schnitten beide AVM-Schnurlostelefone mit dem Urteil "gut" ab (Note 2,3 in "test"-Ausgabe 9/2015 und "test"-Ausgabe 4/2018).

  • Display: 2,2“-Farbdisplay 
  • Anrufbeantworter: ja 
  • Headset-Anschluss: 3,5-mm-Klinke 
  • Freisprechmodus: ja 
  • Telefonbuchspeicher: bis zu 300 Kontakte 
  • Erweiterbarkeit: abhängig von der Fritzbox
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Preis-Leistungs-Sieger: Telekom Speedphone 12 

Auch Nutzer der nicht weniger beliebten Speedports der Deutschen Telekom können diese Öko-System-Vorteile mit dem Speedphone ausnutzen. Auch die Speedphones können wie die Fritzfons direkt mit dem Router verbunden werden. Dies hat den Vorteil, dass das Telefonbuch bequem zentral über den Computer verwaltet und anschließend auf alle Geräte per WLAN übertragen werden kann. Dabei bietet das Speedphone 12 jedoch nur Platz für bis zu 100 Kontakte.

Auch das Speedphone 12 unterstützt HD-Telefonie. Beim Vorgänger Speedphone 11 wurde im Test der "Computer Bild" bemängelt, dass der Funktionsumfang im Vergleich zu den Topmodellen geringer sei. Allerdings ist es dafür auch um einiges günstiger. Stiftung Warentest vergab für das 11er-Modell das Qualitätsurteil "gut". Wer auf viele Funktionen verzichten kann, der wird zum kleinen Preis mit ordentlicher Gesprächsqualität belohnt. Insbesondere Telekom-Kunden mit Speedport-Routern können also nichts falsch machen. Das Speedphone 12 ist aber auch mit Fritzboxen kompatibel.

  • Display: 2,2“-Farbdisplay
  • Anrufbeantworter: nein
  • Headset-Anschluss: nein
  • Freisprechmodus: ja
  • Telefonbuchspeicher: bis zu 100 Kontakte
  • Erweiterbarkeit: abhängig vom Speedport
  • Hörgerätekompatibel
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Das Günstige: Panasonic KX-TG6521

Das Schnurlostelefon Panasonic KX-TG6521 ist ein klassisches Einsteigergerät zum günstigen Preis. Dabei unterstützt das Gerät im Grunde nur das, was der Name verspricht: schnurlos telefonieren. Zwar verfügt das Panasonic-Telefon auch über ein Telefonbuch. Das Eintragen der Kontakte über das 1,8 Zoll kleine Grafikdisplay mit orangefarbener Hintergrundbeleuchtung macht jedoch nur wenig Spaß und erfordert Fingerspitzengefühl.

Eine tolle Zusatzfunktion ist der verbaute Anrufbeantworter. In diesem Preissegment ist dieser keine Selbstverständlichkeit. Der integrierte Speicher reicht für 20 Minuten Sprachaufnahmen. Zum einfachen Telefonieren überzeugt das Panasonic KX-TG6521. Für gelegentliche Telefonate über das Festnetz reicht das Gerät allemal aus. Sie können das CL660 an jeden Router anschließen, der die entsprechenden Analogbuchsen besitzt.

  • Display: 1,8“-Grafikdisplay 
  • Anrufbeantworter: ja 
  • Headset-Anschluss: nein 
  • Freisprechmodus: ja 
  • Telefonbuchspeicher: bis zu 100 Kontakte 
  • Erweiterbarkeit: auf bis zu 6 Mobilteile
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Für Senioren: Gigaset E560A

Das Gigaset E560 ist ein extra für Senioren konzipiertes Telefon. Mit Funktionen wie der Hörgerätekompatibilität, einem optischen Anrufsignal oder den extragroßen Tasten können selbst ältere Menschen bequem und sicher telefonieren. Eine besondere Zusatzfunktion sind die vier SOS-Tasten am oberen Teil des Telefons.

Hinter jeder Taste können Telefonnummern als Schnellwahl hinterlegt werden. Eine der Tasten fungiert zusätzlich als sogenannte Notruf-Taste. Beim Druck werden vier SOS-Kontakte nacheinander bis zu drei Mal angerufen. Nimmt der Angerufene ab, dann weist eine Ansage auf den Notruf hin und stellt zum Anrufer durch.

Oftmals sind Festnetztelefone für Senioren zu leise und die Person auf der anderen Seite der Leitung wird schlecht verstanden. Dank einer zusätzlichen Verstärkung können Nutzer mit den Seitentasten, noch während des Telefonats, die Lautstärke nachjustieren. Auch wenn das ganze Telefon fast in jederlei Hinsicht für Senioren optimiert ist, fällt der Bildschirm eher klein aus und hätte für eine noch einfachere Bedienung größer sein können.

  • Display: 1,8“-Grafikdisplay 
  • Anrufbeantworter: ja 
  • Headset-Anschluss: nein 
  • Freisprechmodus: ja 
  • Telefonbuchspeicher: bis zu 150 Kontakte 
  • Erweiterbarkeit: auf bis zu 4 Mobilteile
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Was Sie beim Kauf von Schnurlostelefonen beachten sollten

Die meisten Schnurlostelefone kommunizieren über den DECT-Standard. Besonders die hohe Reichweite sorgt dafür, dass Sie im ganzen Haus selbst hinter dicken Wänden noch störungsfrei telefonieren können. Die Strahlung ist dabei nicht ungefährlich für den Menschen. Achten Sie deshalb beim Kauf auf den Hinweis "ECO DECT". Zwar sinkt dadurch die Reichweite, aufgrund der geringeren Strahlungsstärke sinkt jedoch auch das Gesundheitsrisiko sowie der Stromverbrauch.

Akkuleistung vergleichen

Beim Kauf sollten Sie ebenso die Akkuleistungen vergleichen. Generell können Sie die Mobilteile jedoch völlig sorgenfrei dauerhaft auf den Ladestationen lassen. Dass Akkus dadurch an Leistung verlieren, ist ein Mythos. In der Regel setzen Schnurlostelefone nicht auf Akkus mit dem sogenannten Memory-Effekt.

Mit oder ohne Anrufbeantworter

Für Sparfüchse lohnt sich beim Kauf oftmals der Blick auf das gleiche Modell, nur ohne Anrufbeantworter-Funktion. Können Sie darauf verzichten, sparen Sie in der Regel 10 bis 20 Euro. 

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