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Fieber? Diese Ohrthermometer eignen sich am besten zum Fiebermessen

Genau, schnell und zuverlässig  

Diese Ohrthermometer eignen sich am besten zum Fiebermessen

Von Katja Schmidt

11.09.2020, 13:42 Uhr
Fieber? Diese Ohrthermometer eignen sich am besten zum Fiebermessen. Mit den besten Ohrthermometern geht Fiebermessen einfach und schnell. (Quelle: Getty Images/ilkersener)

Mit den besten Ohrthermometern geht Fiebermessen einfach und schnell. (Quelle: ilkersener/Getty Images)

Ein Fieberthermometer gehört in jeden Haushalt. Gerade in der Corona-Zeit ist die einfache und schnelle Messung der Körpertemperatur wichtig: Ohrthermometer sind dafür ideal. Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Benutzung achten müssen, und zeigen verschiedene Modelle.

Eine genaue Messung der Körpertemperatur ist wichtig, um im Krankheitsfall schnell reagieren zu können. Früher verwendete man dafür Quecksilberthermometer – seit 2009 dürfen analoge Thermometer mit Quecksilberfüllung in der EU jedoch nicht mehr verkauft werden.

Stattdessen gibt es nun Kontaktthermometer mit alternativen Messflüssigkeiten. Das Ablesen der Temperatur von solch analogen Fieberthermometern ist aber oft ungenau. Besser sind digitale Thermometer, die die Körpertemperatur präziser anzeigen. Die besten Modelle sind hierbei die Ohr- und Stirnthermometer, bei denen die Messergebnisse nach nur wenigen Sekunden vorliegen. Vor allem wenn Kleinkinder Fieber haben, erleichtern sie das Fiebermessen enorm.

Ohrthermometer sind besonders empfehlenswert, weil sie unkompliziert und schnell zu nutzen sind. In vielen Arztpraxen und Krankenhäusern sind Ohrthermometer die bevorzugten Thermometer zum Temperaturmessen. Auch in der Hausapotheke sollten sie nicht fehlen.

Wann hat man Fieber?

Ob jemand Fieber hat, hängt vom Alter und der Körpertemperatur der Person ab. Auch ist zu beachten, dass an allen Messstellen (Ohr, Stirn, Mund, Achsel, Po) unterschiedliche Werte gemessen werden und deshalb die Fieberschwellen auch abhängig davon variieren. Im Ohr liegt sie bei 37,7 Grad Celsius, an der Stirn bei 37,4 Grad Celsius. Unter der Achsel und im Mund spricht man ab 37,2 Grad Celsius von Fieber, rektal ab 38,0 Grad Celsius.

Bei Babys beginnt Fieber erst ab 38,5 Grad Celsius, die Fieberschwelle liegt also grundsätzlich höher als bei Erwachsenen – ab dieser Temperatur sollten Sie jedoch unbedingt zum Arzt gehen. Eine normale Körpertemperatur bei Babys liegt zwischen 36,5 bis 37,5 Grad Celsius. Bei 37,6 bis 38,4 Grad Celsius spricht man von erhöhter Temperatur.

Unser Favorit: Braun Thermoscan 7 IRT6520

Der Thermoscan 7 des Herstellers Braun misst sehr genau die Temperatur und ist unkompliziert anzuwenden: Man führt einfach das Thermometer samt Aufsatz in den Gehörgang ein. Um zu verhindern, dass der Thermoscan das Trommelfell verletzt, ist die Messspitze so geformt, dass ein zu weites Einführen unmöglich ist. Zudem hat Braun eine Postionierungshilfe in seinem Gerät: Mithilfe von Licht und Signalton wir dem Nutzer mitgeteilt, wann die Position des Thermoscans zum Fiebermessen stimmt.

Die Messspitze ist außerdem vorgewärmt, sodass Fehler bei der Temperaturmessung vermieden werden. Das Gerät fühlt sich dadurch auch angenehmer an, was beispielsweise das Risiko senkt, ein schlafendes Kind beim Fiebermessen versehentlich zu wecken. Nützlich ist in dieser Hinsicht auch das Nachtlicht, das Messungen im Dunkeln erleichtert. Zudem ist es praktisch, dass beim Thermoscan 7 gleich 21 hygienische Einwegschutzkappen inklusive sind. Diese müssen nach jedem Fiebermessen ausgetauscht werden. Ersatzkappen können problemlos nachgekauft werden.

Ein weiterer Vorteil des Thermometers von Braun ist die sogenannte Age-Precision-Technologie: Man stellt das Alter der Person ein, deren Temperatur gemessen wird, und das Gerät erkennt, ob der Fiebergrenzwert überschritten wird. Der Thermoscan 7 hilft mit einem farbkodierten Display bei der richtigen Interpretation der Messwerte.

Marken-Thermometer: Braun Thermoscan 5 und 3

Wer auf manche der genannten Funktionen verzichten kann, der kann auch auf ein Vorgängermodell des Thermoscan 7 zurückgreifen und dadurch etwas Geld sparen:

Während beim Thermoscan 5 das Nachtlicht, das farbkodiertes Display und die Age-Precision-Technologie noch nicht vorhanden sind, fehlen beim Thermoscan 3 zusätzlich die vorgewärmte Messspitze und die Positionierungshilfe. Letzteres löst immerhin einen Signalton bei Fieber aus. Die wichtigste Funktion, die Temperaturmessung, funktioniert aber bei beiden Geräten ebenso zuverlässig wie beim neueren Modell.

Das Preisgünstige: Beurer FT 58

Auch beim preisgünstigeren Fieberthermometer vom Hersteller Beurer messen Sie mit Infrarot in wenigen Sekunden die Körpertemperatur von Kindern und Erwachsenen. Zusätzlich kann die Temperatur von Objekten oder sogar Räumen gemessen werden. Wie beim Modell von Braun wird die Körpertemperatur mithilfe von Infrarot im Ohr gemessen. Dazu führt man die Messspitze des Ohrthermometers vorsichtig in den Gehörgang ein und drückt auf Start. Nach kurzer Zeit erklingt ein Piepton, der das Ende der Messung signalisiert.

Der deutsche Hersteller bietet jedoch noch einen weiteren Signalton: Liegt die gemessene Körpertemperatur zwischen 37,5 und 37,9 Grad Celsius, erklingen zwei kurze Töne, die eine erhöhte Temperatur signalisieren. Ab einer Temperatur von 38 Grad Celsius folgen ein kurzer, ein langer und drei kurze Signaltöne als Fieberalarm. Praktisch sind außerdem die zehn Speicherplätze, die es ermöglichen, den Temperaturverlauf zu dokumentieren.

Wer Wert auf kurze Transportwege legt, ist mit dem Modell des deutschen Familienunternehmens gut beraten. Aus Gründen der Hygiene kann aber auch bei diesem Modell nicht auf umweltunfreundliche Wegwerfkappen verzichtet werden. Zehn Stück sind im Lieferumfang enthalten. Wie bei Braun können auch hier die passenden Ersatzschutzkappen einfach nachbestellt werden.

Multifunktionale Alternative: Fieberthermometer von Sanitas

Mit dem Fieberthermometer kann die Temperatur nicht nur im Ohr, sondern auch an der Stirn sekundenschnell gemessen werden. Außerdem kann die Oberflächentemperatur etwa von Gegenständen und Flüssigkeiten ermittelt werden. Mit einem einfachen Schalter kann man zwischen Stirn- und Ohrthermometer wechseln.

Klarer Vorteil des Messens an der Stirn: Da man mit dem Thermometer den Körper nicht berührt, das Fiebermessen also kontaktlos stattfindet, benötigt man keine Schutzkappen und läuft dennoch nicht Gefahr, Krankheitserreger zu übertragen.

Das Thermometer mit insgesamt sechs Funktionen hat ein großes Display, das sich gut ablesen lässt. Zusätzlich zeigt es Datum und Uhrzeit an. Von Vorteil ist auch die farbige LED-Anzeige, die deutlich anzeigt, wenn die Temperatur erhöht ist: Leuchtet sie rot, bedeutet das Fieberalarm (ab 38 Grad Celsius). Um den Fieberverlauf im Blick zu behalten, stehen wie beim Modell von Beurer zehn Speicherplätze zur Verfügung. Ein weiteres Plus ist die Abschaltautomatik.

Gut zu wissen: Die Prüfer von "Ökotest" haben das Sanitas-Thermometer 2016 unter die Lupe genommen und waren überzeugt. Sie gaben ihm in ihrem Test die Note "Sehr Gut".

Unser Fazit

Die zuverlässige präzise Messung der Körpertemperatur, die einfach Handhabung und die zahlreichen nützlichen Funktionen machen das Braun Thermoscan 7 für uns zum besten Ohrthermometer. Wer auf Zusatzfunktionen verzichten kann, ist jedoch auch mit dem deutlich günstigeren Gerät FT 58 von Beurer gut beraten. Möchte man flexibel sein, bietet sich das multifunktionale Fieberthermometer SFT 65 von Sanitas an.

Wichtige Fragen rund um Ohrthermometer und Fiebermessen

Was muss beim Fiebermessen mit einem Ohrthermometer beachtet werden?

Nutzt man ein Ohrthermometer sollte man immer darauf achten, die Temperatur in beiden Ohren zu messen. Ausschlaggebend ist dann der höhere Wert. Zum Fiebermessen führt man die Messspitze des Geräts in den Gehörgang ein und zielt damit aufs Trommelfell. Es ist dafür häufig notwendig, das Ohr in eine Position zu ziehen, in der der gewundene Hörkanal langgestreckt wird. Trifft man nicht das Trommelfell, wird eine etwa ein Grad Celsius zu niedrige Temperatur ermittelt. Da die Handhabung eines Ohrthermometers jedoch in der Regel sehr einfach ist, kommen falsche Messergebnisse nur selten vor.

Zu Fehlmessungen kann auch zu viel Ohrenschmalz führen. Bei einer Mittelohrentzündung sollte Fieber nicht im Ohr gemessen werden. Man sollte außerdem beachten, dass Werte abweichen können, wenn man gerade draußen in der Kälte war, einige Zeit warm in Decken verpackt war oder auf einem Wärmekissen gelegen hat. Daher sollte man erst zehn Minuten abwarten, bis man Fieber misst. Zudem sollte man natürlich die Vorgaben des Thermometerherstellers beachten.

Zuletzt sollte auch auf die Hygiene geachtet werden, da über den Kontakt mit der Haut und dem Ohrenschmalz Krankheitserreger übertragen werden können. Deshalb muss nach jedem Messen die bei den meisten Geräten verwendete Schutzkappe ausgetauscht werden. Modelle ohne Schutzkappen müssen gründlich gereinigt werden, bevor erneut Fieber gemessen wird.

Welche Arten von Fieberthermometern gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen Kontaktthermometern, Ohrthermometern und Stirnthermometern unterschieden. Kontaktthermometer entsprechen den klassischen analogen oder heutzutage digitalen Modellen, mit denen man im Mund, unter der Achsel oder im Po Fieber misst. Bei Stirn- und Ohrthermometern wird die Körpertemperatur mithilfe von Infrarot im Ohr oder kontaktlos an der Schläfe gemessen.

Welches Fieberthermometer misst am zuverlässigsten?

Kontaktthermometer messen sehr genau, wenn man sie richtig anwendet. Unter der Achsel Fieber zu messen ist jedoch ungenau, hier gibt es Abweichungen bis zu zwei Grad Celsius. Das Fiebermessen im Mund dagegen ist sehr genau, man muss jedoch die Wärmetaschen unter der Zunge treffen. Zudem sollte man zehn Minuten vorher nichts Warmes oder besonders Kaltes zu sichen nehmen, um das Messergebnis nicht zu verfälschen.

Die Messung mit einem Stirn- oder Ohrthermometer ist wie oben beschrieben sehr präzise. Am zuverlässigsten ist weiterhin die rektale Messung mit einem Kontaktthermometer, da hierbei die Temperatur im Inneren des Körpers gemessen wird. Hierfür wird das Thermometer vorsichtig ein bis zwei Zentimeter tief in den Po eingeführt. Um Verletzungen zu vermeiden, kann man die Messspitze zum Beispiel mit Vaseline einfetten. Zur Sicherheit in Zweifelsfällen empfiehlt es sich, auch ein solches Thermometer im Haus zu haben.

Wie misst man bei Kindern am besten Fieber?

Klassische Kontaktthermometer brauchen für eine Messung mit ein bis zwei Minuten relativ lange, was gerade beim Fiebermessen bei Kleinkindern eine Herausforderung sein kann. Vor allem rektale Messungen sind umständlich. Besonders sind daher aufgrund ihrer Schnelligkeit und der zum Teil sogar komplett kontaktlosen Infrarotmessung Ohr- oder Stirnthermometer für Kinder geeignet.

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