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Stiftung Warentest: Kaffeemaschinen mit Pads und Kapseln im Test

Stiftung Warentest  

Kaffeemaschinen im Test: leckerer Kaffee mit Pad- und Kapselmaschinen

Von Katja Schmidt

29.07.2020, 12:31 Uhr
Stiftung Warentest: Kaffeemaschinen mit Pads und Kapseln im Test. Kaffeemaschinen im Test: Die Stiftung Warentest hat 13 Kaffeepad- und Kapselmaschinen getestet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/MarioGuti)

Kaffeemaschinen im Test: Die Stiftung Warentest hat 13 Kaffeepad- und Kapselmaschinen getestet. (Quelle: MarioGuti/Thinkstock by Getty-Images)

Eine frische Tasse Kaffee gehört für viele zur morgendlichen Routine wie das Duschen oder Zähneputzen. Mit Kaffeepad- und Kapselmaschinen kann man seine Lieblingssorte wählen und schnell und einfach zubereiten. Stiftung Warentest hat 13 Kaffeemaschinen getestet: Wir zeigen die Ergebnisse und Testsieger.

Perfekt aufgebrühten Espresso und Lungo für zu Hause: Das wünscht man sich von einer Kapsel- oder Padmaschine. Die Stiftung Warentest hat jetzt untersucht, welche Kaffeemaschinen diesen Wunsch erfüllen. Genau unter die Lupe genommen wurden Portionskaffeemaschinen von Marken wie De’Longhi, Krups, Philips und Lavazza. Es gilt: Ein hoher Preis ist kein Garant für guten Kaffee. Wir stellen den aktuellen Kaffeemaschinen-Test der Stiftung Warentest vor.

Stiftung Warentest: So wurde getestet

Im Test waren 13 Portionskaffeemaschinen, davon zehn Kapselmaschinen und zwei für Kaffeepads. Ein Modell eignet sich sowohl für Kapseln als auch für Kaffeepads. Untersucht wurden sie hinsichtlich ihrer Zubereitungszeit und des Brühens – die technische Prüfung machte 45 Prozent der Gesamtnote aus. Daneben prüfte die Stiftung Warentest die Handhabung (35 Prozent), den Stromverbrauch (5 Prozent), das Geräusch des Brühvorgangs (5 Prozent) sowie die Sicherheit (5 Prozent) der Kaffeemaschinen. Auch die Entstehung von Schadstoffen (5 Prozent) wurde getestet.

Nicht berücksichtigt wurde dagegen der Geschmack: Einerseits ist die Auswahl an Kaffeesorten zu groß. Andererseits hat jede Kaffeekapsel und jedes Kaffeepad andere Eigenschaften, die auf die jeweilige Kaffeemaschine zugeschnitten sind.

Kaffeemaschinen im Test: die Ergebnisse im Überblick

Die Stiftung Warentest zieht ein positives Fazit: Alle 13 Kaffeemaschinen im Test brühen Espresso und Lungo mindestens gut. Letzteren kochen die K-fee One und die Krups Essenza Mini sogar sehr gut. Die Kaffeepadmaschine Philips Senseo stellt auch den Café Crema sehr gut her. Nur die teuerste Kaffeemaschine im Test fällt mit "Mangelhaft" durch, weil sie zu hohe Schadstoffe aufweist und Verbrennungsgefahr besteht.

Insgesamt schneiden die Kapselmaschinen besser ab als die Padmaschinen, was vor allem am Stromverbrauch und den nach zahlreichen Brühvorgängen entstehenden Schadstoffen liegt. Testsieger mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (1,9)" sind die Kapselmaschinen Viva Elegante von Cremesso und K-fee One. Knapp dahinter, auf Platz zwei, liegen die De'Longhi Nespresso Essenza Mini EN85 und die Krups Nespresso Essenza Mini XN1108 mit der Gesamtnote "Gut (2,0)". Auch je ein Modell von Lavazza (2,2), Tchibo (2,3) und Bosch (2,3) ist gut. Ebenso wurden die Hybridmaschine Nori V4 von Beanarella (2,2), die sowohl mit Kapseln als auch Pads funktioniert, und weitere Modelle von Krups und De’Longhi gut bewertet.

Die beste Kaffeemaschine im Test, die ausschließlich mit Pads arbeitet, die Philips Senseo HD6554/68, kocht zwar sehr gut Kaffee, erhält im Test jedoch aufgrund ihres Stromverbrauchs und kritischer Mengen von Nickel nur ein "Befriedigend (3,3)". Die teure Flytek Zip Lux fällt wegen mangelnder Sicherheit durch.

Der Allrounder-Testsieger: Kapselmaschine Viva Elegante von Cremesso

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  • Typ: Kapselmaschine
  • Preis pro Espresso/Lungo: ca. 25/25 Cent
  • Zubereitungszeit Espresso/Lungo: ca. 42/52 Sekunden
  • Laufende Kosten pro Jahr: ca. 370 Euro

Beim Testsieger von Cremesso loben die Prüfer von Stiftung Warentest vor allem die schnelle Einsatzbereitschaft: Im Test brühte diese Kaffeemaschine die schnellste erste Tasse Lungo – das erste Getränk aus der Maschine ist dafür leider recht kalt. Schön finden die Tester wiederum den sehr feinporigen Espresso-Crema und die Möglichkeit der Teezubereitung. Der Wassertank fasst 845 Milliliter und reicht damit für etwa 16 Tassen Espresso oder sieben Tassen Lungo.

Es gibt allerdings leichte Abzüge bei der Handhabung, da es Geschick erfordert, den Kapselbehälter und die Abtropfschale einzusetzen. Dafür hebt die Stiftung Warentest positiv die Zusatztaste hervor, mit der ein Spülvorgang gestartet werden kann: Das erleichtert die Reinigung der Kapselmaschine. Das Urteil der Tester: Die Cremesso Viva Elegante ist ein preiswerter Allrounder, der mit den günstigsten eigenen Kapseln im Test überzeugt. Dafür erhält die Kaffeemaschine im Test die Gesamtnote "Gut (1,9)".

Der Technik-Testsieger: Kapselmaschine One von K-fee

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  • Typ: Kapselmaschine
  • Preis pro Espresso/Lungo: ca. 29/29 Cent
  • Zubereitungszeit Espresso/Lungo: ca. 37/58 Sekunden
  • Laufende Kosten pro Jahr: ca. 431 Euro

Dasselbe "test"-Qualitätsurteil erreicht die Kapselmaschine K-fee One. Stiftung Warentest lobt das schnelle Aufheizen der Kaffeemaschine und den schnellen Brühvorgang bei der ersten Tasse Espresso und Lungo. In der technischen Prüfung ist diese Kaffeemaschine die beste im Test und erhält die Teilnote "Gut (1,7)". Neben Espresso und Lungo kann das Gerät auch Tee kochen und sehr feinporigen Espresso-Crema zubereiten. Die Füllung des Wassertanks reicht für fast 18 Espressi oder knapp acht Tassen Lungo. 

Kleine Mankos sind allerdings der schwer einsehbare Wasserstand sowie die kleine Tassenauflage. Schade ist auch, dass die gebrauchten Kapseln im Restwasser landen und mit entleert werden. Positiv heben die Prüfer dagegen hervor, dass die Maschine von K-fee eines der günstigsten Kapselsysteme im Test verwendet und selbst preiswert ist.

Der Zweitplatzierte mit geringem Stromverbrauch: De'Longhi Nespresso Essenza Mini EN85

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  • Typ: Kapselmaschine
  • Preis pro Espresso/Lungo: ca. 39/41 Cent
  • Zubereitungszeit Espresso/Lungo: ca. 66/81 Sekunden
  • Laufende Kosten pro Jahr: ca. 588 Euro



Mit dem "test"-Qualitätsurteil "Gut (2,0)" landet die Kapselmaschine von De’Longhi gemeinsam mit dem Modell von Krups auf Rang zwei. Auch sie kocht Lungo, Espresso und sehr feinporigen Espresso-Crema. Tee kann die Maschine jedoch nicht zubereiten. Dafür ist sie praktisch: Durch ihre kompakten Maße passt sie auch in kleine Küchen. Ihr Wassertank fasst trotzdem 603 Milliliter, was für circa sechs Tassen Lungo oder 17 Espressi genügt.

Allerdings muss für ihre Kapseln recht tief in die Tasche gegriffen werden: Die Stiftung Warentest kommt bei ihnen auf den zweithöchsten Preis für ein Kilogramm Kaffee. Ein weiteres kleines Manko ist die Auffangschale aus drei Teilen, die umständlich zusammenzusetzen ist. Ein großes Plus hingegen: Die Nespresso-Maschine hat den geringsten jährlichen Stromverbrauch aller Kaffeemaschinen aus dem Test. 

Der Zweitplatzierte für kleine Küchen: Krups Nespresso Essenza Mini XN1108

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  • Typ: Kapselmaschine
  • Preis pro Espresso/Lungo: ca. 39/41 Cent
  • Zubereitungszeit Espresso/Lungo: ca. 69/83 Sekunden
  • Laufende Kosten pro Jahr: ca. 589 Euro



Ganz ähnlich aufgebaut und mit demselben Kapselsystem ausgestattet ist die Nespresso-Maschine von Krups. Entsprechend erreicht sie dasselbe Gesamturteil von "Gut (2,0)" und teilt sich mit dem Konkurrenten den zweiten Platz im Test. Auch sie wartet mit gutem Kaffee auf, der Lungo ist laut Stiftung Warentest sogar "sehr gut". Das Kochen von Tee ist nicht möglich.

Die Krups-Maschine unterscheidet sich von dem De’Longhi-Modell nur in wenigen Details: Zum einen ist sie die schmalste Kaffeemaschine im Test und daher auch für kleine Küchen gut geeignet. Zum anderen fehlt ihr eine Entkalkungsanzeige – ein kleines Manko, das die Reinigung erschwert. Sie ist ein wenig preiswerter in der Anschaffung, hat dafür aber einen etwas höheren Stromverbrauch.

Die beste Kaffeepadmaschine im Test: Philips Senseo HD6554/68

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  • Typ: Pad-Maschine
  • Preis pro Espresso/Lungo: ca. 20/20 Cent
  • Zubereitungszeit Espresso/Lungo: ca. 104/113 Sekunden
  • Laufende Kosten pro Jahr: ca. 305 Euro



Wer statt einer Kaffeekapselmaschine lieber ein Gerät möchte, das mit umweltfreundlicheren Kaffeepads arbeitet, sollte laut dem Test auf die Philips Senseo zurückgreifen. Sie ist die beste Kaffeepadmaschine im Test, auch wenn sie nur die Gesamtnote "Befriedigend (3,3)" erreicht: Das liegt an ihrem sehr hohen Stromverbrauch und daran, dass sie laut Stiftung Warentest kritische Mengen von Nickel freisetzt. Dabei überschreitet sie jedoch keine europäischen Vorgaben für Schadstoffe.

In der technischen Prüfung erreicht die Kaffeemaschine mit "Gut (1,8)" die zweitbeste Teilnote im Test: Die Prüfer loben vor allem den sehr guten Café Crema und den schnellen Brühvorgang. Trotz des hohen Stromverbrauchs hat die Philips-Maschine zudem die geringsten laufenden Kosten pro Jahr. Überzeugen kann auch der niedrigste Preis für ein Kilo Kaffee im Test.

Fazit zum Kaffeemaschinen-Test

Die aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest fällt insgesamt positiv aus: Elf von 13 Kaffeemaschinen im Test sind gut, nur eine fällt durch. Vor allem Kapselkaffeemaschinen überzeugen. Mit hervorragendem Kaffee und einem schnellen Brühvorgang werden die Kaffeemaschinen Cremesso Viva Elegante und K-fee One Testsieger. Sie punkten zudem mit preiswerten Kapselsystemen und einfacher Bedienung.

Wichtige Fragen zu Portionskaffeemaschinen

Für wen lohnt sich eine Pad- oder Kapselmaschine?

Portionskaffeemaschinen, vor allem Kapselmaschinen, sind ideal für alle, die wenig Kaffee trinken. Das liegt einerseits daran, dass mit jeder Tasse Kaffee Müll produziert wird. Andererseits ist Kapselkaffee mit durchschnittlich etwa 34 Cent deutlich teurer als eine Tasse aus einem Kaffeevollautomaten, für die das Kaffeepulver circa 11 Cent kostet.

Kaffee aus Padmaschinen ist günstiger und kostet laut der Stiftung Warentest nach 2.290 Espressi genauso viel wie aus einem Kaffeevollautomaten. Bereitet man pro Tag vier Tassen Espresso oder mehr zu, sollte man eher zu einem Vollautomaten greifen: Er rechnet sich dann schon nach gut anderthalb Jahren. Alternativ bietet sich natürlich auch die klassische Filterkaffeemaschine an.

Welche Vor- und Nachteile haben Kapselautomaten?

Kapselkaffeemaschinen sind vergleichsweise preiswert in der Anschaffung und verbrauchen relativ wenig Strom, da immer nur eine Tasse Kaffee aufgebrüht wird. Vorteilhaft ist bei ihnen die einfache Bedienung.

Für den Kaffeegenuss von größeren Mengen Kaffee sind Kapselautomaten jedoch eher nicht geeignet: Mit jeder Kapsel fällt Müll an – das ist wenig umweltfreundlich. Ein weiterer Nachteil ist, dass oft ausschließlich die Kapseln des jeweiligen Herstellers in die Geräte passen. So macht man sich von ihm abhängig und unterliegt seiner Preisgestaltung. Mittlerweile gibt es jedoch auch Kaffeekapseln zum Wiederauffüllen.

Was unterscheidet Kaffeepadmaschinen von Kapselautomaten?

Kaffeepadmaschinen bereiten wie Kapselautomaten portionsweise Kaffee zu. Die mit Kaffeepulver gefüllten Pads sind jedoch umweltfreundlicher als Kapseln: Sie sind biologisch abbaubar und können nach dem Gebrauch einfach im Biomüll entsorgt werden. Praktisch ist auch, dass man nicht auf Pads eines Herstellers angewiesen ist, da Kaffeepads häufig in verschiedene Maschinen passen. Anders als Kaffeepulver in verschlossenen Kapseln verlieren die gemahlenen Bohnen im Kaffeepad nach einiger Zeit jedoch an Aroma.

Verwendete Quellen:
  • Alle Testergebnisse der Stiftung Warentest finden Sie hier

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