Sie sind hier: Home > Leben & Freizeit > Fahrrad >

Stiftung Warentest: Gute Fahrradbeleuchtung ist nicht teuer

Stiftung Warentest  

Fahrradbeleuchtung im Test: Ein gutes Fahrradlicht muss nicht teuer sein

05.03.2021, 16:30 Uhr | AH, t-online

Stiftung Warentest: Gute Fahrradbeleuchtung ist nicht teuer. Fahrradlicht im Dunkeln: Eine gute Fahrradbeleuchtung muss nicht teuer sein.  (Quelle: imago images/Rene Traut)

Fahrradlicht im Dunkeln: Eine gute Fahrradbeleuchtung muss nicht teuer sein. (Quelle: Rene Traut/imago images)

Eine gute Fahrradbeleuchtung macht die Nacht zum Tag. In den letzten Jahren sind die Fahrradlichter dank innovativer LED-Technologie immer besser geworden. Die Stiftung Warentest hat in der "test"-Ausgabe 09/2020 insgesamt 13 Frontscheinwerfer und sechs Rücklichter getestet. Wir stellen die Testergebnisse vor.

Mit einem abnehmbaren Frontscheinwerfer und Rücklicht lassen sich Fahrräder ohne Beleuchtung problemlos nachrüsten. Über den integrierten Akku halten die Lichter mehrere Stunden durch. Neben der Helligkeit sind auch das Leuchtbild sowie die Leucht- und Ladezeit entscheidende Kriterien zur Beurteilung der Scheinwerfer. Wir stellen Ihnen die Testsieger sowie weitere empfehlenswerte Fahrradbeleuchtungen aus dem Test der Stiftung Warentest vor. Alle Modelle sind zugelassen nach StVZO.


Was wurde getestet?

Die Stiftung Warentest hat insgesamt 13 Frontscheinwerfer und sechs Rücklichter aus unterschiedlichen Preisklassen untersucht. Bewertet wurden unter anderem das Licht und die Sicht, die Handhabung und die Haltbarkeit. Dabei geht die Teilkategorie Licht und Sicht mit 50 Prozent in die Gesamtbewertung ein, die Handhabung mit 30 Prozent und die Haltbarkeit mit 20 Prozent.

Das Testergebnis – gute Gesamtnoten in allen Preisklassen

Die Testurteile der Frontscheinwerfer und Rücklichter sind überwiegend positiv. Das Modell LS 760 I-Go Vision von Trelock ist der Testsieger und erreichte die Gesamtnote "sehr gut (1,3)". Von den 13 getesteten Frontscheinwerfern schnitten sieben mit der Gesamtnote "gut" ab. Darunter Fahrradlichter der Hersteller Busch+Müller und Sigma.

Drei der Frontscheinwerfer erreichten die Gesamtnote "befriedigend" und zwei fielen sogar mit der Note "ausreichend" durch. Als größtes Manko stellte sich bei den letzten beiden Modellen die mechanische Belastbarkeit heraus.

Die Ergebnisse der Rücklichter fielen deutlich positiver aus, denn alle sind sichtbar, robust und preislich ähnlich. Fünf der sechs getesteten Lichter erhielten von der Stiftung Warentest die Gesamtnote "gut". Nur ein Modell wurde mit "befriedigend" bewertet. Testsieger mit dem "test"-Qualitätsurteil "gut (1,7)" wurde das Rücklicht Blaze von Sigma

Frontscheinwerfer für das Fahrrad – die Testsieger

Der Testsieger: Trelock LS 760 I-Go Vision

Der Testsieger unter den Frontscheinwerfern mit der Gesamtnote "sehr gut (1,3)" wurde das Premium-Modell LS 760 I-Go Vision von Trelock. Vor allem in den Kategorien Licht und Sicht sowie Haltbarkeit erreichte der Scheinwerfer sehr gute Ergebnisse. Die maximale gemessene Beleuchtungsstärke betrug 98 Lux. Mit einer Leuchtdauer von rund sechs Stunden bei maximaler Helligkeit hält der Akku des Testsiegers am längsten durch. 

Besonders hervorzuheben sind die sehr guten Leistungen beim Ausleuchten der Wege in der Dunkelheit. Die Fahrradbeleuchtung reicht rund 40 Meter und bietet dadurch eine gute Vorausschau. Auch die Restleuchtanzeige funktioniert minutengenau. Zur Ausrichtung ist eine digitale Wasserwaage im Scheinwerfer integriert. Das korrekte Ausrichten der Beleuchtung vermeidet außerdem das Blenden des Gegenverkehrs. Das Licht besitzt die notwendige K-Nummer und ist damit zugelassen nach StVZO.

Die hellste Leuchte als Zweitplatzierte: Busch+Müller Ixon Space

Der Frontscheinwerfer  Ixon Space von Busch+Müller landete auf dem zweiten Platz und erhielt die Gesamtnote "gut (1,6)". Er war im Test der Stiftung Warentest die hellste Leuchte. Die maximale gemessene Beleuchtungsstärke betrug rund 162 Lux. Durch die enorme Helligkeit bietet dieses Modell ein hohes Maß an Sicherheit. Der Scheinwerfer leuchtet jedoch nur rund 15 Meter und ist deswegen nicht für schnelle Fahrer geeignet, da keine gute Vorausschau möglich ist. 

Vor allem bei der Haltbarkeit konnte diese Beleuchtung überzeugen und erreichte die Teilnote "sehr gut". Der Spritzwasserschutz sowie die mechanische Belastbarkeit sind bei diesem Frontscheinwerfer besonders ausgeprägt. Bei niedrigster Leuchtstufe hält der Akku mit rund 30 Stunden Leuchtdauer am längsten. Dahingegen schafft der Testsieger von Trelock auf niedrigster Stufe gerade einmal 18 Stunden. Auch diese Fahrradlampe erfüllt die Bedingungen der StVZO.

Der Allrounder: Sigma Aura 80 USB 

Die Fahrradlampe Aura 80 USB von Sigma erhielt im Test die Gesamtnote "gut (2,0)". Die Leuchte bietet ein gutes Mittelmaß. Das Nahfeld wird breit ausgeleuchtet und auch die Leuchtweite mit etwa 18 Meter ist für den alltäglichen Gebrauch in Ordnung. Die Helligkeit lässt sich mit einer gemessenen Beleuchtungsstärke von rund 82 Lux im oberen Mittelfeld ansiedeln. 

Handhabung, Licht und Sicht sowie Haltbarkeit sind von der Stiftung Warentest mit "sehr gut" bis "gut" beurteilt worden. Die Restlichtanzeige erfolgt mehrstufig. Mit einer Ladezeit von rund acht Stunden und 40 Minuten braucht die Leuchte fast doppelt so lange zum Aufladen wie der Testsieger. Der Akku reicht vollgeladen für 16 Stunden auf geringster Helligkeit. Mit unter 50 Euro bietet die Lampe ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und punktet mit einer hohen Helligkeit. Zudem ist sie wie alle Modelle im Vergleich zugelassen nach StVZO.

Testsieger unter den Rücklichtern: Sigma Blaze

Mit der Gesamtnote "gut (1,7)" wurde die Rückleuchte Blaze von Sigma Testsieger bei den Rücklichtern. Das Modell erreichte in allen Kategorien die Teilnote "sehr gut" oder "gut" und überzeugte so die Stiftung Warentest. Mit einer Leuchtdauer von fast elf Stunden liegt die Rückleuchte allerdings eher im Mittelfeld. Das Rücklicht erfüllt die Norm der StVZO.

Unser Fazit

Die hellste Leuchte ist nicht gleich die beste Leuchte. Unser Preis-Leistungs-Sieger ist daher der Allrounder von Sigma mit einer hohen Helligkeit und einem Preis von unter 50 Euro. Ebenfalls empfehlenswert ist der Testsieger von Trelock. Das noch leistungsstärkere Fahrradlicht ist jedoch auch deutlich teurer.

Die getesteten Rücklichter unterscheiden sich nur wenig. Alle sind robust und ungefähr gleich teuer. Unterschiede gab es vor allem in den Kategorien Handhabung sowie Licht und Sicht. Der Testsieger Blaze von Sigma bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist daher auch unser Favorit.


Häufig gestellte Fragen rund um Fahrradlichter

Wie viel Lux sollte eine Fahrradlampe haben?

Für den Straßenverkehr zugelassene Fahrradlampen liegen in dem Bereich zwischen zehn und 50 Lux. Ein Lux entspricht einem Lichtstrom von einem Lumen pro Quadratmeter. Lumen bezeichnet dementsprechend die ausgestrahlte Lichtausbeute. Lux ist hingegen die Beleuchtungsstärke, welche auf eine Fläche trifft, und beschreibt dadurch die Helligkeit.

Was sind die StVZO Vorschriften zur Fahrradbeleuchtung?

  • K-Nummer: Die K-Nummer gewährleistet, dass die Leuchte für den Verkehr laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zugelassen worden ist. 
  • Lichtpflicht: Sobald die Dämmerung einbricht, müssen alle Fahrräder mit einer Fahrradbeleuchtung ausgestattet sein. Neu ist, dass Sie die Lampe nicht immer im Gepäck mitführen müssen.
  • Blendgefahr: Frontscheinwerfer müssen so montiert sein, dass sie den Gegenverkehr nicht blenden. Dazu wird empfohlen, die Lichter zwischen 40 und 120 Zentimeter über dem Boden anzubringen. 
  • Blinklichter: Aufblinkende Lichter sind an Fahrrädern generell nicht gestattet.
  • Reflektoren: Reflektoren sind Pflicht. Neben den Pedalen und den Speichern müssen auch Front- und Rückleuchte jeweils einen integrierten Reflektor besitzen. 
  • Erlaubte Extras: Solange die Leuchten über normales Abblendlicht verfügen, dürfen sie auch mit Tagfahr- und Fernlicht ausgestattet sein. Auch eine Bremslichtfunktion an den Rücklichtern ist erlaubt. 

Wie hell darf ein Fahrradlicht sein?

Laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung muss die Beleuchtungsstärke der Fahrradbeleuchtung über zehn Lux betragen.

Wie können die Frontscheinwerfer eingestellt werden?

Frontscheinwerfer müssen korrekt ausgerichtet werden, damit sie den Gegenverkehr nicht blenden. Stellen Sie Ihr Fahrrad dazu fünf Meter vor eine Wand. Messen Sie dann die Höhe vom Boden bis zur montierten Leuchte.

Übertragen Sie die gemessene Höhe danach auf die Wand und markieren Sie von dieser Höhe wiederum die Hälfte ebenfalls an der Wand.
Schalten Sie dann den Scheinwerfer ein und richten Sie den hellsten Punkt des Lichtkegels auf die zweite Markierung an der Wand. Achten Sie darauf, dass kein Licht über die obere Markierung an der Wand strahlt. Wenn Sie die Leuchte korrekt ausgerichtet haben, kann die Position fixiert werden.

Für die Produkte, die über diese Seite verkauft werden, erhält t-online eine Provision vom Händler. Für Sie als Käufer entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal